Bad Kissingen
Kissinger Sommer

Stadt sagt nein zu Abschlussfeuerwerk

Das Abschlussfeuerwerk zum Kissinger Sommer erlebte nur zwei Ausgaben. Nun ist es wieder Vergangenheit. Der städtische Finanzausschuss sprach sich am Mittwoch dagegen aus.
Artikel drucken Artikel einbetten
Zum Kissinger Sommer soll es künftig kein Abschlussfeuerwerk mehr geben. Das beschloss am Mittwoch der Finanzausschuss des Stadtrats, allerdings nur mit knapper Mehrheit.  Foto: Benedikt Borst
Zum Kissinger Sommer soll es künftig kein Abschlussfeuerwerk mehr geben. Das beschloss am Mittwoch der Finanzausschuss des Stadtrats, allerdings nur mit knapper Mehrheit. Foto: Benedikt Borst

Die Entscheidung fiel knapper aus, als viele es vorher erwartet hatten: Der Finanzausschuss des Stadtrats hat sich am Mittwoch für einen Verzicht auf die 2018 erstmals abgebrannten Feuerwerke zum Abschluss des Kissinger Sommers ausgesprochen. Den Antrag dazu hatte Florian Keßler von der DBK gestellt.

Begründet hatte er sein Anliegen mit dem Hinweis auf eine Entscheidung vom März. Seinerzeit hatte der städtische Bauausschuss einstimmig eine Richtlinie an die Verwaltung verabschiedet, künftig keine Genehmigungen mehr für private Feuerwerke zu Geburtstagen, Hochzeiten oder Hochzeitstagen mehr zu erteilen. Die, meinten die Räte, hätten einfach überhand genommen.

Die damalige Initiative war ebenfalls von Keßler ausgegangen. Bad Kissingen, erklärten er und andere Stadträte ihre Forderung im März, solle als Kurort im Sinne der Ruhe, des Tierschutzes und einer geringeren Feinstaubbelastung mit gutem Beispiel vorangehen. Auf die Vorbildwirkung der Stadt beriefen Keßler und die anderen Befürworter des Anliegens sich auch diesmal. Außerdem finde zwei Wochen nach dem Ende des Kissinger Sommers ohnehin das Rakoczy-Fest statt, das traditionell mit einem großen Feuerwerk beendet wird.

Das Feuerwerk zum Kissinger Sommer kostete zwar nicht viel. Heuer waren es nach Angaben der Stadtverwaltung 650 Euro. Aber auch dieses Geld, schrieb Keßler in seinem Antrag, könne helfen, das Defizit des Kissinger Sommers zu kürzen oder den KlavierOlymp zu fördern.

Am Mittwoch sprachen sich mehrere Ausschussmitglieder aber auch für den Erhalt des Feuerwerks zum Festivalabschluss aus. Steffen Hörtler, der Fraktionsvorsitzende der CSU, und Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) waren sich vielleicht nicht im Argument, aber zumindest in der Tendenz einig. So ein Feuerwerk sei schon etwas Besonderes, sagte Hörtler, und man solle auch nicht alles verbieten. Blankenburg meinte, es gehe nicht um ein Verbot, sondern um die Frage, ob die Stadt ein Feuerwerk veranstalten solle. Und seiner Meinung nach darf die Stadt das bei einem herausragenden Ereignis schon einmal. Das überzeugte wohl einige Stadträte, aber nicht genug. Der Ausschuss sprach sich mit sechs zu fünf Stimmen für den Verzicht auf ein Feuerwerk zum Abschluss des Kissinger Sommers aus. far

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren