Bad Kissingen

Bad Kissingen: Die Bilanz des Rakoczy-Fest 2017

Rund 60.000 Besucher haben beim 67. Rakoczy-Fest ausgelassen in der Stadt gefeiert. Die Bilanz in Text, Bild und Video.
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Rund 60.000 Besucher haben beim 67. Rakoczy-Fest ausgelassen in der Stadt gefeiert. Die Bilanz in Text, Bild und Video. Foto: Ronald Rinklef
Rund 60.000 Besucher haben beim 67. Rakoczy-Fest ausgelassen in der Stadt gefeiert. Die Bilanz in Text, Bild und Video. Foto: Ronald Rinklef
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Rund 60.000 Besucher haben bis zum Sonntagmittag beim diesjährigen Rakoczy-Fest in der Innenstadt gefeiert. Umgerechnet in Einlasspins heißt das: "Mit rund 30 000 Pins sind wir ausverkauft", freuen sich die Cheforganisatoren des Rakoczy-Festes, Thomas Lutz und Bruno Heynen. Damit sei wegen der Preiserhöhung von drei auf vier Euro Eintritt für das ganze Wochenende, nicht unbedingt zu rechnen gewesen. "Wir hatten befürchtet, dass das zu Unmut führt", sagt Heynen.



Friedliche Gäste, Wirte, die sich an die Vorgaben halten, neue Aspekte beim Sicherheitskonzept, die erfolgreich umgesetzt wurden: Von der Eröffnung am Freitag bis zum Festzug am Sonntag sind beide mit dem Verlauf des Festes zufrieden. Allerdings wurde ihnen dieses Mal viel Improvisationsgeschick abverlangt, sei es bei Saale brennt, das ohne die Boote mit den historischen Persönlichkeiten stattgefunden hat oder sei es beim Festzug, der mit zwei Wagen weniger als geplant stattfand.

"Ein Ochsengespann ist kurzfristig ausgefallen, weil es einem Tier gesundheitlich nicht gut ging", berichtet Lutz. Kurz vor Start des Umzuges hat es dann auch den Festwagen der ehemaligen Rosenköniginnen getroffen, hier war einer Tierärztin ein Pferd mit Knieproblemen aufgefallen. Für die Rosenköniginnen war damit der Umzug allerdings nicht abgesagt, sie fuhren auf dem Wagen der Jagdgenossenschaft mit. Trotzdem: "Mit dem Festzug sind wir sehr zufrieden", sagt Lutz.


Sicherheitskräfte sind zufrieden

Eine sehr positive Zwischenbilanz zog gestern Lothar Manger von der Bad Kissinger Polizei: "Es kommt mal was vor, aber das ist ganz normal bei so vielen Besuchern", sagt er, und: "Es war aus meiner Sicht weniger als sonst." Zur Sicherheit beigetragen hätten neben privaten Sicherheitskräften rund 20 Polizeibeamte an jedem der drei Tage. Unterstützungskräfte aus Schweinfurt halfen aus, ein Führungsfahrzeug diente als mobile Dienststelle direkt am Festgelände.

Die Polizei spricht von einem "insgesamt friedlichen Verlauf". Die Besucherzahlen werden auf 20 000 am Freitag, 25 000 am Samstag und 15 000 zum Festzug geschätzt. Dem stehen an Einsätzen zwei Körperverletzungen, einige alkoholisierte Jugendliche und wenige hilflose Personen entgegen. Meldungen von vermissten Kindern und verlorenen Gegenständen hätten sich schnell aufgelöst. Keine Beschwerden habe es wegen Ruhestörung gegeben: Die meisten Veranstalter hätten pünktlich um 1.30 Uhr aufgehört, Gaststätten mit regulärer Außenbewirtung durften bis 3 Uhr weiter feiern.

Ausverkauft war der Rakoczy-Ball am Samstagabend. Unter den 600 Gästen waren viele, die eigens für den Ball anreisten und selbst in historischen Uniformen antraten. "Das ist für uns etwas ganz besonderes", erzählt etwa Klaus Haase aus München. "Ich bin ja eigentlich ein Bayer, aber das ist eine preußische Uniform", beschreibt er sein Outfit, das über die Jahre gewachsen sei: Pickelhaube mit gefärbtem Pferdehaar und Orden-Nachbildungen sorgen für ein rundes Bild. Neben ihm steht Claudia Herzog im historischen Kleid und freut sich auf die Begegnung mit den historischen Persönlichkeiten.

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