Euerdorf
Brandschutzwoche

Qualm in den Hallen bei Perma

110 Einsatzkräfte übten unter realistischen Bedingungen
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In der verqualmten Halle gingen Feuerwehrleute gegen den angenommenen Brandherd vor. Foto: B. Kleinschmidt
In der verqualmten Halle gingen Feuerwehrleute gegen den angenommenen Brandherd vor. Foto: B. Kleinschmidt

Ein wahres Blaulichtgewitter gab es am Montagabend auf dem Firmengelände der Firma Perma in Euerdorf. 110 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz probten im Rahmen der Brandschutzwoche den Ernstfall. Das Notfallszenario hatten sich Andreas Büttner als Kommandant der Euerdorfer Wehr und Kai Uwe Bauer als Brandschutzbeauftragter von Perma ausgedacht.

Realitätsnahes Üben

Dabei sparten sie nicht mit Herausforderungen. So wurde auch Rauch eingesetzt, um ein realitätsnahes Üben der Atemschutzträger zu ermöglichen. Nach dem Eintreffen vor Ort hieß es angesichts vieler "Verletzter" für alle Beteiligten unter Einsatzleitung von Euerdorfs stellvertretender Kommandantin Laura Günnewicht, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Angenommen wurde, dass ein Gabelstapler nach einem technischen Defekt gegen ein Hochregal gestoßen war und Feuer gefangen hatte. Eine Person war unter dem Stapler eingeklemmt. Nach dem Löschen unter Atemschutz musste die Halle belüftet werden.

Außerdem, so das Übungsszenario, waren zwei Personen beim Umladen mit auslaufender Elektrolytflüssigkeit in Kontakt geraten. Weil zunächst unklar war, um welche Flüssigkeit es sich handelt, mussten die Opfer und Feuerwehrleute auf einem Not-Dekontaminierungsplatz gereinigt werden.

Schließlich inszenierten die Übungsplaner noch einen Brand in der Lüftungszentrale. Zwei Firmenmitarbeiter galten als vermisst. Mehrere andere mussten mit der Drehleiter geborgen werden, weil der Rettungsweg verstellt wurde.

Sanitäter hatten viel zu tun

Im Einsatz waren die Wehren aus Euerdorf, Wirmsthal, Ram,sthal, Sulzthal, Aura, Machtilshausen, Westheim, die Kameraden aus Bad Kissingen mit der Drehleiter sowie die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung aus Oerlenbach und die Rotkreuz-Bereitschaften aus Ramsthal, Oberthulba und Bad Kissingen.

Aufgrund der vielen "Verletzten" hatten die Sanitäter ebenfalls alle Hände voll zu tun.

Die Kreisbrandmeister Oliver Lukaschewitsch, Elmar Eisenmann und Thorsten Büchner bewerteten die zweieinhalbstündige Übung bei einer gemeinsamen Brotzeit. dübi

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