Gemünden am Main
Theater

Kurzweiliges, fröhliches Sommertheater

Die Stücke für die 28. Spielzeit auf der Scherenburg wurden vorgestellt, der Vorverkauf läuft bereits.
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Pippi Langstrumpf kommt wieder. Schon 2015 war die Astrid-Lindgren-Figur in einem Stück auf der Scherenburg zu sehen, 2018 nimmt sie die Besucher mit ins Taka-Tuka-Land.  Michael Fillies
Pippi Langstrumpf kommt wieder. Schon 2015 war die Astrid-Lindgren-Figur in einem Stück auf der Scherenburg zu sehen, 2018 nimmt sie die Besucher mit ins Taka-Tuka-Land. Michael Fillies
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Früher als sonst startet der Gemündener Festspielverein in die nächste Saison. Die Stücke für die 28. Spielzeit auf der Scherenburg wurden vorgestellt; der Vorverkauf läuft. Außerdem sind die Förderanträge für die neue Spielstätte auf der Burg eingereicht worden.
"Wir haben im Sommer über 22 000 Besucher gehabt, einen Umsatz von 350 000 Euro erzielt und mit einem Plus von etwa 3000 bis 4000 Euro abgeschlossen", zog der Festspielvereins-Vorsitzende Hans Michelbach eine äußerst zufriedene Bilanz der abgelaufenen Saison. Gleichzeitig blickte er voraus - in die nahe und fernere Zukunft.


Fröhliches Sommertheater

Der künstlerische Leiter Peter Cahn stellte die drei Stücke vor, die im Sommer 2018 die Theaterfreunde erfreuen sollen. "Kurzweiliges, fröhliches Sommertheater" wolle er bieten; dafür scheint der Spielplan prädestiniert.
Die Schlagerrevue "Petticoat und Minirock" von Hilke Bultmann und Klaus-Peter Nigey bringt Hits von Caterina Valente, Peter Alexander, Peter Kraus, aber auch Bill Haley und Chubby Checker auf die Bühne. Das Stück spielt in den 50ern auf einem Ausflugsschiff, das zwischen Koblenz und Bingen verkehrt, und in den 60ern auf einem Traumschiff im Mittelmeer. "Das wird eine Herausforderung für Bühnenbildner Christian Baumgärtel und Kostümausstatterin Nuschin Rabet", sagt Cahn. Für die Besucher gebe es "viel zum Mitsingen und Mitsummen". Die Premiere steigt am 4. Juli 2018.
Ab 6. Juli kommt Pippi Langstrumpf wieder nach Gemünden. Das Stück "Pippi in Taka-Tuka-Land von Astrid Lindgren präsentiert eine "spannende Geschichte", in der die jugendliche Hauptfigur ihren Vater aus den Händen von Seeräubern befreien muss. "Das ist tolle Unterhaltung mit einer Identifikationsfigur für die jungen Zuschauer, aber auch mit pädagogischem Anspruch", wirbt Cahn.


Laien im Polit-Milieu

Das dritte Stück, "Außer Kontrolle" von Ray Cooney, feiert am 12. Juli Premiere. Cahn selbst führt Regie bei dieser Verwicklungskomödie im Polit-Milieu: Ein Minister der Regierung plant ein Schäferstündchen mit der Sekretärin einer Oppositionspartei - doch dann geht's drunter und drüber. Die Handlung wurde nach Berlin verlegt. Bei der Inszenierung treten ausschließlich erprobte Gemündener Laienschauspieler auf, die Cahn gerne "Scherenbürger" nennt. "Sie haben bei Don Camillo im Sommer bewiesen, dass sie's können", lobt er.
Für die anderen Stücke werden wie üblich einige Profi-Schauspieler engagiert. Wer die Regie übernimmt, werde noch bekannt gegeben. Kabarettistin Luise Kinseher kommt zudem am 9. Juli zu einem Gastspiel auf die Scherenburg; die Big Band der Musikschule tritt am 16. Juli auf. "Ein attraktiver, moderner und aktueller Spielplan", urteilt Peter Cahn. Ab sofort gibt's Karten online und im Festspielbüro; auch auf dem Gemündener Weihnachtsmarkt am 16. und 17. Dezember werden Tickets und Gutscheine verkauft.
Wenn's nach Hans Michelbach geht, wird dies die vorletzte Saison auf der jeweils nur für sechs Wochen erstellten Theaterbühne. Der Festspielverein wünscht sich eine feste Spielstätte auf der Rückseite der Burg (wir berichteten) und hat nun fristgerecht die zum Bau nötigen Fördergelder beim Kulturfonds Bayern beantragt. "Unser Wunsch wäre, die 30. Saison im Jahr 2020 auf der neuen Bühne zu spielen", sagt Michelbach.
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