Bad Kissingen
Tourismus

Kurbähnle startet in die Saison

Die Kissinger und ihre Gäste mussten lange auf Ersatz für ihr geliebtes Kurbähnle warten. Jetzt fährt es wieder. Allerdings nicht mehr in Weiß-Blau.
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Neues Kurbähnle : Die Geckobahn nimmt den Betrieb auf in Bad Kissingen, mit im Bild Inhaber Oliver Wolters.  Foto: Siegfried Farkas
Neues Kurbähnle : Die Geckobahn nimmt den Betrieb auf in Bad Kissingen, mit im Bild Inhaber Oliver Wolters. Foto: Siegfried Farkas

Oliver Wolters hätte sofort mit der Arbeit beginnen können. Als er am Tag vor dem endgültigen Betriebsstart seine Geckobahn als neues Kurbähnle am Rondell vor dem Kurgarten OB und Stadträten vorstellte, nahm ein älteres Paar gleich erwartungsfroh im hinteren Wagen Platz. Ein paar Minuten später fragte eine Frau, ob das gelb-grüne Gefährt jetzt immer hier anzutreffen sei. Wenn Oliver Wolters noch eine Bestätigung gebraucht hätte, dass die Kissinger und ihre Gäste dringend auf Ersatz für ihr geliebtes Kurbähnle gehofft haben, hier hätte er sie sich noch einmal abholen können.

Doch er braucht keine Bestätigung mehr. "Um die hundert Gäste am Tag" müssten es für ökonomischen Betrieb zwar schon sein, sagt Wolters, dessen Geckobahn auch in Wertheim, Coburg, Heidelberg, Mühlhausen in Thüringen und bald noch an einem weiteren Ort mit Bähnchen unterwegs ist. Der Unternehmer mit Firmensitz in Köln ist aber überzeugt, dass die Resonanz auf die Bahn in Bad Kissingen gut sein wird. "Das neue Konzept", passe einfach "für die Bedürfnisse der Zeit". Zusätzlich sorgten die knalligen Geckofarben seiner Bahn für Aufmerksamkeit. An ihr Gelb-Grün werden sich die Kissinger erst noch gewöhnen müssen. Das alte Kurbähnle war traditionell in Weiß-Blau unterwegs.

Täglich unterwegs

Von Mittwoch, 17. Juli, 10 Uhr an seien die Bähnle täglich auf zwei Touren unterwegs. Am Kurgarten starte immer halbstündlich eine Bahn. Jeweils zur vollen Stunde macht sich laut Infoblatt der Geckobahn ein Bähnle auf die Nordtour. Laut Plan beansprucht die Fahrt auf dieser Route 40 Minuten. 25 Minuten für den Weg von Start bis Ziel gibt der Plan für die Südtour an. Sie startet jeweils zur halben Stunde. Laut Prospekt kann man die Nord-Tour und die Süd-Tour verbinden. Das nennt sich dann Stadtrundfahrt und dauert eine Stunde und zehn Minuten. Während der Fahrten liefert das Unternehmen den Gästen über das Audiosystem der Bähnchen Erklärungen zu den kleinen und großen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wie Oliver Wolters ergänzt, erhalten die Fahrgäste darüber hinaus Tipps für weitere Unternehmungen.

Zwischenstopps

Die Nordtour führt vom Kurgarten zum Wildpark Klaushof. Zwischenstopps für Besichtigungen können Fahrgäste nicht nur dort, sondern auch am Gradierbau einlegen. Bei der Südtour rollt das Bähnle laut aktuellem Plan vom Rondell am Kurgarten aus durch Teile der Fußgängerzone zur Von-Hessing-Straße, über Prinzregentenstraße, Bahnhofstraße und Friedrich-Ebert-Straße Richtung Luitpoldpark. Die Saale überquert sie am Menzelsteg und kehrt nach einer Fahrt an der Westseite des Luitpoldbads entlang über ein Stückchen Bismarckstraße und die Ludwigsbrücke zurück zum Rondell. Mit dem neuen Kurbähnle ist die Riege der besonderen Kissinger Verkehrsmittel, zu der auch noch die Dampferle und die Postkutsche gehören, wieder komplett. Die wegen des verspäteten Starts verkürzte Saison der Kurbähnle dauert nach Wolters' Worten heuer übrigens bis Sonntag, 3. November. Im nächsten Jahr werde der Betrieb am 1. April wieder aufgenommen. Oberbürgermeister Kay Blankenburg begrüßte bei der Vorstellung der Bähnle am Dienstagnachmittag, dass Bad Kissingen dank einer Kooperation der Geckobahn mit Stadtwerken und Staatsbad GmbH wieder auf dem besten Wege sei, ein Bähnchen zu installieren. Ganz ohne Unterstützung muss das Projekt also nicht starten. far

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