Gräfendorf
Vorhaben

Kein Zuschuss für Renovierung

Der Förderverein Alte Kirche Gräfendorf will die kunstvoll gefertigten Glasfenster in der Alten Kirche mit Plexiglas schützen.
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Der dritte Anlauf auf Förderung der Renovierung der unter Denkmalschutz stehenden alten Schutzengelkirche ist gescheitert.  Foto: Heiko Probst
Der dritte Anlauf auf Förderung der Renovierung der unter Denkmalschutz stehenden alten Schutzengelkirche ist gescheitert. Foto: Heiko Probst

Der Förderverein Alte Kirche Gräfendorf hielt seine Jahresversammlung mit Schwerpunkt Förderantrag zur schrittweisen Renovierung der alten Schutzengelkirche im Pfarrheim ab. Aufgrund kurzfristiger Einladung erschienen nur wenige Mitglieder und Interessenten.

Der Vorsitzende Wolfgang Schelbert berichtete von einigen interessierten Besuchergruppen und Fotografen, die die 1868 erbaute Kirche während des laufenden Jahres besuchten. Johannes Wagenpfahl berichtete vom Diözesanbauantrag, den er im November 2017 zusammen mit einem Nutzungskonzept für den Sakralbau stellte.

Darin enthalten war die langfristige Innen- und Außenrenovierung mit einer beweglichen Glasabtrennung des Altarraumes. Damit hätte der Kirchenraum als Gesellschaftsraum für Feierlichkeiten genutzt werden könne. Bei Öffnung des Glasfront am Altar wäre eine Sakralnutzung für Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen möglich gewesen.

Die Antwort der Diözese ließ 16 Monate auf sich warten. Dem Vorschlag wurde von Seiten der Diözese nicht zugestimmt und der Förderantrag aus finanziellen Gründen zurückgewiesen. Damit ist der dritte Anlauf auf Förderung der Renovierung der unter Denkmalschutz stehenden alten Schutzengelkirche gescheitert.

Bereits im Jahr 2008 versprach der damalige Domkapitular Jürgen Lenssen die Bezuschussung der Renovierung der Kirche, erneut wurde einige Jahre später eine Bezuschussung der Diözese in Aussicht gestellt, und auch 2017 schien endlich der Weg frei zu sein, um das Kleinod mit seinen unverfälschten Wandmalereien zu renovieren.

Prekäre Finanzlage

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Doch nun sind aufgrund der prekären Finanzlage der Diözese auf lange Zeit die Mittel für Kunst- und Baumaßnahmen gestrichen. So bleibt den Mitgliedern des Fördervereins momentan nur die Möglichkeit, die kunstvoll gefertigten Glasfenster mit Plexiglas vor Steinewerfern zu schützen und die Löcher in den Fenstern zu verschließen, damit keine Vögel und Feuchtigkeit in den Innenraum dringen.

Weiter wird ein Antrag an die Gemeinde Gräfendorf gestellt, im Rahmen der Dorferneuerung eine Informationstafel über die alte Schutzengelkirche an dem Gebäude anzubringen. Wolfgang Schelbert

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