Hammelburg
Platzbedarf

Hammelburger Altenheim wächst um 14 Zimmer

Carl-von-Heß'sche Stiftung baut am Dr.-Maria-Probst-Heim großflächig aus. Die Einzelzimmerquote erhöht sich durch die Maßnahme auf 71 Prozent.
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Anstelle des Küchencontainers entsteht am Dr. Maria-Probst-Heim ein mehrgeschossiger Anbau. Foto: Wolfgang Dünnebier
Anstelle des Küchencontainers entsteht am Dr. Maria-Probst-Heim ein mehrgeschossiger Anbau. Foto: Wolfgang Dünnebier
In großem Stil baut die Carl-von-Heß'sche Stiftung am Dr.-Maria-Probst-Heim an. Im zweiten Obergeschoss wird ein besonderer Mangel abgestellt. Mit einem vierstöckigen Anbau löst das Altenheim gleich mehrere Raumsorgen.

Der Bauausschuss des Stadtrates hatte jetzt keine Einwendungen gegen das auf rund drei Millionen Euro geschätzte Raumprojekt. Es fügt sich stilistisch an den Neubau von 2012 an.


Höhere gesetzliche Anforderung

Die Zahl der 119 Plätze des Heimes wird durch das neue Raumangebot kaum steigen. Vielmehr erhöht sich die Einzelzimmerquote des Hauses auf 71 Prozent. Durch den Zuwachs werden auch steigende gesetzliche Anforderungen an den Platzbedarf erfüllt.

Begonnen werden soll Anfang April, mit der Fertigstellung wird in zwei Jahren gerechnet. Für das Vorhaben muss der provisorische Küchencontainer an der Ostseite des Gebäudes weichen. "Die Haltbarkeit war auf fünf Jahre angesetzt", sagt Stiftungs-Geschäftsführer Marco Schäfer auf Nachfrage dieser Zeitung zu dem kleinen Funktionsbau. Inzwischen wurde darin schon seit zehn Jahren Essen für die Heimbewohner vorbereitet. Im Zuge des Bauvorhabens ist die Küche bereits vorübergehend nach Euerdorf ausgelagert. Der Neubau sieht im Keller auch Archivräume und Umkleiden vor. Im Untergeschoss entsteht die neue Küche. Der überdachte Übergang von dort in den Neubau von 2012 wird mit Glas- und Panelwänden geschlossen. Ins Erdgeschoss kommen sieben rollstuhlgerechte Bewohnerzimmer mit Bad und ein Personalraum. Der Übergang in diesem Stockwerk zum Neubau von 2012 wird an den Aufenthaltsbereich angeschlossen. Weitere sieben rollstuhlgerechte Bewohnerzimmer kommen im Dachgeschoss unter.


Saal für gemeinsame Feiern

Im zweiten Obergeschoss entsteht ein Saal mit maximal 164 Plätzen samt Garderobenbereich und Toiletten. "Heute können mangels Raum noch nicht einmal alle Bewohner auf einmal zusammenkommen", benennt Geschäftsführer Schäfer den Handlungsbedarf. Das gilt auch für gemeinsame Feiern.Mit dem Erweiterungsbau sieht er die Expansion der Stiftung erst einmal abgeschlossen.

Die Bevölkerungsstruktur in Hammelburg lasse dann erst einmal keinen weiteren Bedarf erkennen. Außerdem bleibe es schwierig, erforderliches Personal zu finden, wenn der Pflegeberuf nicht endlich aufgewertet werde. Wolfgang Dünnebier


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