Bad Kissingen
Bauausschuss

Grünes Licht für Bauprojekte

Vom Medizinischen Versorgungszentrum bis zur Tagespflege mit Sozialstation, in Bad Kissingen gibt es zurzeit etliche ambitionierte Bauprojekte.
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Abgeräumt ist das Areal Ecke Maxstraße/Theresienstraße bereits eine Weile. Jetzt genehmigte die Stadt für das dort vorgesehene Wohnungsbauprojekt geänderte Pläne.  Foto: Siegfried Farkas
Abgeräumt ist das Areal Ecke Maxstraße/Theresienstraße bereits eine Weile. Jetzt genehmigte die Stadt für das dort vorgesehene Wohnungsbauprojekt geänderte Pläne. Foto: Siegfried Farkas

Auf dem Bausektor in Bad Kissingen ist viel los. Das wirkt sich auch auf den Arbeitsanfall für den städtischen Bauausschuss aus. Der segnete dieser Tage eine stattliche Liste von Projekten für Wohnungen und Gewerbebauten ab.

Für ein Areal an der Ecke Maxstraße/Theresienstraße hatte die Stadt eigentlich bereits 2016 Pläne genehmigt. Der Altbestand an Gebäuden wurde danach zwar abgerissen. Neues entstand aber zunächst nicht.

Wohnungen an der Maxstraße

Die Bauwerber legten nun eine geänderte Planung vor. Der stimmte der Ausschuss ohne Gegenstimmen zu. Das Projekt treffe zwar nicht bei allen Nachbarn auf Einverständnis, berichtete die städtische Bauverwaltung. Umstände, die das Projekt einschränken würden, erkennt die Verwaltung in diesem Zusammenhang aber nicht.

Zehn Wohnungen sollen durch den geplanten Neubau entstehen. Um sie möglich zu machen, kommt die Stadt dem Bauwerber bei den Abstandsflächen und der Länge der Gaube entgegen. Im Unterschied zur ursprünglichen Planung werden die erforderlichen Stellplätze laut Verwaltung in den Innenhof des Gebäudes verlagert. Auf die im ersten Anlauf geplante Tiefgarage werde jetzt verzichtet.

Versorgungszentrum Spitzwiese

Eigentlich bereits vor dreieinhalb Jahren mit einem positiven Vorbescheid bedacht hat die Stadt den Ansatz, an der Spitzwiese ein Medizinisches Versorgungszentrum zu errichten. Weil die konkrete Planung aber nicht dem Vorbescheid entsprach, lag sie nun neu zur Beurteilung auf dem Tisch. Auch diesmal legte der Bauausschuss dem Projekt keine Steine in den Weg. Mit Befreiungen von Vorgaben in Detailfragen half er auf Empfehlung der Verwaltung sogar, Probleme zu lösen. Die Frage, wie viele Praxen in dem Medizinischen Versorgungszentrum geplant seien, vermochte die Stadtplanerin in der Sitzung nicht zu beantworten. Die Größenordnung von 28 für das Projekt notwendigen Stellplätze bietet aber Anhaltspunkte, dass es sich nicht um ein ganz kleines Vorhaben handeln kann.

Mit großer Mehrheit die Genehmigung in Aussicht gestellt hat das Gremium einer Bauvoranfrage für den Umbau des ehemaligen Hotels Ross zu Wohnungen. Das Anwesen ist durch die Änderung der Kurgebietssatzung nicht mehr von den Einschränkungen des Bebauungsplans Sondergebiet Kurgebiet betroffen. Das machte die aktuellen Pläne zur Umnutzung für Dauerwohnen erst realisierbar.

Sieben Wohnungen im Haus Ross

Auf Vorschlag der Verwaltung wurden dem Bauwerber aber eine Reihe von Einschränkungen für das auf sieben Wohnungen ausgerichtete Projekt auferlegt. Dem Abbruch des ebenso wie das Haupthaus denkmalgeschützten Salettls stimmte die Stadt nicht zu. Mit dem Landesamt für Denkmalpflege sei stattdessen eine Versetzung dieses Nebengebäudes auf ein benachbartes Grundstück besprochen. Auf der Ostseite gewünschte Dachgauben darf der Bauwerber nicht errichten. Auf zwei anderen Seiten werden Gauben erlaubt. Auf der Südseite pocht die Stadt auf Einhaltung der vollen Abstandsfläche.

Einstimmig ausgefallen ist das Ja zur Bauvoranfrage für eine Tagespflege mit Sozialstation und neun Wohneinheiten im Bereich Jahnstraße/Enge Gasse in Garitz. Auch hier stellte die Stadt mit Befreiungen von Vorgaben des Bebauungsplans und einer Abweichung von der Gestaltungssatzung die Weichen auf Genehmigung. Dass nicht jeder Antragsteller mit uneingeschränkter Zustimmung rechnen kann, erfuhr das Landratsamt. Es darf zwar den geplanten Sonnenschutz für das Penthousegeschoss ganz oben am Hauptgebäude so weit außen anbringen wie gewünscht. Aber schon bei der Farbe des Sonnenschutzes gibt es Auflagen. "Zurückhaltend/gedeckt" sei die zu halten, so die Stadt, und noch abzustimmen. Den Wunsch, an der Fassade 4,25 Meter mal 1,15 Meter groß den Schriftzug "Landkreis Bad Kissingen" anzubringen, lehnte eine große Mehrheit der Stadträte ab. Größe und Lage widersprächen der Werbeanlagensatzung der Stadt. far



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