Bad Kissingen
Denkmal

Geschichte verbindet

Bad Kissingen kann heuer beim Motto für den Tag des offenen Denkmals besonders gut mitreden.
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Bad Kissingen ist beim Tag des offenen Denkmals mit Informationen rund um die Bemühungen der Great Spas of Europe um Aufnahme in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes vertreten.  Foto: Siegfried Farkas
Bad Kissingen ist beim Tag des offenen Denkmals mit Informationen rund um die Bemühungen der Great Spas of Europe um Aufnahme in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes vertreten. Foto: Siegfried Farkas
Bad Kissingen gehört seit Jahren zu den Aktivposten beim Tag des offenen Denkmals in der Region. Bis jetzt ist dem Programm der bundesweiten Veranstaltungsreihe zwar noch nicht zu entnehmen, dass sich die Stadt auch heuer wieder beteiligt. Sie tut es aber doch. Und zwar mit besonderen Informationen im Zusammenhang mit dem Europäischen Kulturerbejahr. Das ist das Thema, das den Tag des offenen Denkmals diesmal prägt.


Transnationale Bewerbung

Als Teil einer transnationalen Initiative zur Bewerbung um Aufnahme in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes ist die Kurstadt prädestiniert, die Vorreiterrolle besonders zu unterstreichen, die sie bei der alljährlichen Schau historischer Schätze ohnehin hat. "Entdecken, was uns verbindet" lautet das Motto für den deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September. Es lehnt sich an den Leitgedanken des Europäischen Kulturerbejahres an, er lautet "Sharing Heritage", Erbe teilen.
Genau darum geht es bei der Bewerbung der Great Spas of Europe. Elf europäische Kurstädte von Weltruf, Bad Kissingen, Baden-Baden und Bad Ems aus Deutschland, Karlsbad, Marienbad und Franzensbad aus Tschechien, Vichy (Frankreich), Spa (Belgien), Baden bei Wien (Österreich), Montecatini Terme (Italien) und das britische Bath wollen durch das, was sie als mondäne Badeorte des 19. Jahrhunderts verbindet, gemeinsam auf die Unesco-Liste des Weltkulturerbes kommen.


Mobiler Informationspavillon

Wie Bad Kissingen diese Verbindung am 9. September konkret darstellen will, ist noch nicht bekannt. Nach Angaben aus dem Rathaus ist mit Detailinformationen dazu erst nächste Woche zu rechnen. Im Veranstaltungskalender auf badkissingen.de heißt es aber, anlässlich des Welterbetages werde in der Stadt "ein mobiler Informationspavillon zur Bewerbung Great Spas of Europe präsentiert".
Der Kissinger Beitrag ist im Landkreis nicht der einzige zum Tag des offenen Denkmals. Zu den beteiligten Objekten zählt erneut auch Schloss Aschach. Es hat am 9. September von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, Führungen gibt es nach Bedarf. Im östlichen Teil des Bäderkreises steht Kloster Maria Bildhausen auf dem Programm der Veranstaltung. Angekündigt ist dort für den Aktionstag 9. September eine historische Führung in der Zeit von 14 Uhr bis 16 Uhr.
Im westlichen Landkreis stellt sich das Rinecker Haus in der Hammelburger Dalbergstraße den historisch Interessierten. Das Objekt gilt als ehemaliges Zehnt- oder Schulzenhaus, das sich später zum Ackerbürgerhaus entwickelte. Geöffnet ist es am Sonntag, 9. September, von 11 Uhr bis 19 Uhr. Als Aktionen sind um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr Kurse in Sütterlinschrift und Vorführungen der Herstellung von Lehmstampfplatten geplant.
Bezug zum Kreis Kissingen hat zudem ein formal in Gemünden angesiedeltes Projekt, die sogenannte Strecke 46. Dabei geht es um eine vergessene Autobahn zwischen Spessart und Rhön, ein rund 70 Kilometer langes ehemaliges Autobahnteilstück von Eckarts bei Bad Brückenau bis Würzburg. Der Bau dieses Vorläufers der A 7 begann in den 1930er Jahren, am 4. Oktober erfolgte allerdings der Baustopp an dieser Strecke.
Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals unter www.tag-des-offenen-denkmals.de und zum Kissinger Beitrag ab 20. August unter www.badkissingen.de far
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