Bad Kissingen
Heiligenfeld

Gerüchte um Gründung einer Liste

Mündet der Streit zwischen Heiligenfeld GmbH und Stadt in die Gründung einer Liste zur Stadtratswahl? Politiker halten das für möglich. Joachim Galuska widerspricht.
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Formiert sich aus dem Streit zwischen Heiligenfeld GmbH und Rathaus eine eigene Liste für die Stadtratswahl? Lokalpolitiker halten das für möglich, doch Geschäftsführer Joachim Galuska widerspricht.  Siegfried Farkas
Formiert sich aus dem Streit zwischen Heiligenfeld GmbH und Rathaus eine eigene Liste für die Stadtratswahl? Lokalpolitiker halten das für möglich, doch Geschäftsführer Joachim Galuska widerspricht. Siegfried Farkas

Was die Heiligenfeld GmbH plant und tut, beschäftigt die Kommunalpolitik in Bad Kissingen dieser Tage regelmäßig. Hauptsächlich liegt das an den Auseinandersetzungen zwischen dem Unternehmen und der Stadt, die in den vergangenen Tagen und Wochen öffentlich wurden. Aktuell treibt einige Parteien in der Kurstadt aber auch ein Gerücht über politische Ambitionen aus dem Kreis der Heiligenfelder um.

Es gebe Überlegungen, besagt dieses Gerücht, aus dem Streit der Heiligenfelder mit der Stadt heraus könnte sich eine eigene Stadtratsliste formieren. Dr. Joachim Galuska, Gründer und Geschäftsführer der Heiligenfeld GmbH, widerspricht jedoch. So etwas sei im Augenblick nicht konkret, sagte er dazu am Freitag auf Anfrage.

Bei einem Treffen am Donnerstagabend, das in der Kissinger Parteienlandschaft vorher von manchen als Sondierung im Hinblick auf eine mögliche Beteiligung an der Stadtratswahl gewertet wurde, sei das Wort Stadtratsliste nicht ein einziges Mal in den Mund genommen worden, erklärte Galuska. Es habe sich eine Gruppe gebildet, die sich Gedanken mache, wie man die Zukunft von Bad Kissingen lebendiger gestalten könne. Dazu werde es zu gegebener Zeit auch eine Aktion geben.

Ganz allgemein, ergänzte Galuska in Bezug auf die vermuteten politischen Ambitionen, könne man aber über solche Dinge nachdenken. Man könne schon sagen, "dass wir der Meinung sind", Bad Kissingen brauche eine andere politische Kultur, keinen Neid und keine Missgunst und keine Behandlung von oben herab. Da gehe es auch nicht allein um ein Heiligenfelder Problem, es handle sich um ein allgemeines Problem der Umgangsformen. Und in diesem Zusammenhang sei er eben dabei, mit Menschen zu sprechen, die sich ebenfalls Gedanken machen.

190 Unterstützerunterschriften wären nötig

Die Zulassung neuer Wahlvorschläge ist nach dem bayerischen Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz an Voraussetzungen geknüpft. Entscheidendes Kriterium ist eine gewisse Zahl von Unterstützern. In einer Stadt der Größenordnung Bad Kissingens müssen 190 Unterstützerunterschriften von Wahlberechtigten zusammenkommen. In die Unterstützungslisten darf sich allerdings nur eintragen, wer spätestens am letzten Tag der Eintragungsfrist wahlberechtigt ist. Ausgeschlossen sind Menschen, die sich selbst bewerben oder eine andere Unterstützungsliste unterzeichnet haben. far

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