Bad Kissingen
Wohltätigkeit

Ein Kalender und viele Gewinner

Der Zontaclub Bad Kissingen-Schweinfurt unterstützt lokale Hilfsangebote. Beim Adventskalender gibt es Sachpreise im Wert von mehr als 8000 Euro.
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Der Adventskalender von Zonta sieht heuer so aus.  Foto: Anja Lampert/ Zonta Club Bad Kissingen-Schweinfurt
Der Adventskalender von Zonta sieht heuer so aus. Foto: Anja Lampert/ Zonta Club Bad Kissingen-Schweinfurt

Es ist der vierte Adventskalender, den der Zonta-Club Bad Kissingen-Schweinfurt auf den Markt bringt. "Mit wachsendem Erfolg", wie Angelica Richter 2016 bei der Vorstellung des neuen Kalenders betonte. Heuer ziert ihn kein adventliches Motiv sondern das Titelbild zum 100-jährigen Bestehen von Zonta international.

Dank zahlreicher Sponsoren warten hinter jedem Türchen Sachpreise im Wert von über 8000 Euro, die gewonnen werden können. Jeder Kalender hat eine Losnummer, stimmt diese mit der für den Tag gezogenen Losnummer überein, so bekommt man den Gewinn, der hinter dem Türchen erscheint.

Unterstützung für Projekte

Aber nicht nur die Besitzer eines solchen Kalenders gewinnen, alljährlich unterstützen die Zonties mit dem Erlös aus dem Verkauf auch lokale Hilfsprojekte. In diesem Jahr die psychosoziale Beratungsstelle der Bayerischen Krebsberatungsgesellschaft am Leopoldina Krankenhaus. Deren Leiterin Doris Göb stellte vor, wofür das Geld gebraucht wird. Neben Einzel-, Paar-, und Familiengesprächen sei es wichtig auch Stabilisierungsangebote in Gruppen anzubieten. Dabei gehe es nicht um reine Gesprächsgruppen. Ausgebildete Referenten bieten Klangschalenmeditation, Entspannungsübungen, Yoga oder auch eine Malgruppe an. Die Patienten bekämen so das Handwerkszeug psychisch mit ihrer Krankheit umzugehen und hätten die Chance sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Das wirke nachhaltig, "denn Krebs ist für die Menschen ein Lebensthema, das auch nach erfolgreicher Behandlung nicht abgeschlossen ist", erklärte Göb.

Projekt für Geflüchtete

Zum Zweiten wird die psychosoziale Beratung "SoulFemme" des St. Josef Krankenhauses im Ankerzentrum unterstützt. Miriam Christof, Leiterin Marketing und Unternehmenskommunikation der Würzburger Erlöserschwestern, die das Projekt finanzieren, stellte es vor. Geflüchtete hätten nicht nur das Trauma der Flucht, sondern vor allem auch die Unsicherheit hier zu verarbeiten, was sie zum Teil schwer belaste. Speziell geschulte Geflüchtete bieten in den Projekten SoulTalk und SoulFemme als psychosoziale Berater niederschwellige, präventive Beratung für neu angekommene Geflüchtete in deren Muttersprache an.

Dank Gemeinsamkeiten wie Sprache, Fluchthintergrund und Kultur sei es für sie leichter, Zugang zu den Ankommenden zu finden. Sie seien Vertrauenspersonen und oft auch Rollenvorbilder. "Unsere Ankerzentren sind organisatorisch gut gemacht, Menschlichkeit aber sieht anders aus", meinte Christof, deshalb freue sie sich besonders, dass Zonta ein erster und langjähriger lokale Unterstützer dieser Arbeit sei.

Christiane Walter, Präsidentin der Union deutscher Zontaclubs und Area Director für die Clubs in Bayern und Thüringen, betonte, Zonta wolle Frauen "durch Hilfestellung und Fürsprache" stärken. Ziel sei es, die Stellung der Frau zu verbessern. Dabei unterstützen die Zonties neben den lokalen auch immer internationale Projekte, nicht selten in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, wie aktuell in einem Projekt, das Kinderehen verhindern will. Diese länderübergreifende Initiative zum Schutz von Mädchen beispielsweise sponsert Zonta international derzeit mit zwei Millionen US Dollar. Ursula Lux

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