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Bio-Erlebnistage bei den Auerochsen auf der Hochrhön

Der Biohof Mittelmühle lud zu Bio-Erlebnistagen ein. Austausch stand dabei im Mittelpunkt. Wie kam die Familie Kronester auf die Idee mit der Auerochsen-Haltung?
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Robuste Tiere: Seit 2003 hält die Familie Kronester auf einer Weide in der Rhön Auerochsen (Archivbild).  Foto: Barbara Enders
Robuste Tiere: Seit 2003 hält die Familie Kronester auf einer Weide in der Rhön Auerochsen (Archivbild). Foto: Barbara Enders

Der Biohof Mittelmühle war am vergangenen Wochenende im Rahmen der 19. Bayerischen Bio-Erlebnistage gleichermaßen Treffpunkt für Fachleute und interessierte Laien. Dort konnte man sich aus erster Hand von der Familie Kronester über deren Auerochsen-Haltung auf der Hochrhön informieren.

Idee, selbst tätig zu werden

Wie sind die Kronesters darauf gekommen, sich diese Rasse zu halten? Wie Carmen Kronester erzählte, war sie durch ihren Mann Karlheinz, in der Zeit, in welcher er als Naturschutzbeauftragter in Schweinfurt tätig war, auf Auerochsen-Projekte in Deutschland aufmerksam geworden.Die Kronesters schauten sich daraufhin Herden an und bewunderten die naturnahe, artgerechte Haltung, die den Tieren ein Leben ähnlich wie in freier Wildbahn ermöglicht und zudem für eine hohe Qualität des Fleisches bürgt. So erwuchs schließlich die Idee, selbst tätig zu werden. Seit 2003 hält die Familie nun auf einem Areal auf der Hochrhön von etwa 25 Hektar eine Herde. Inzwischen weiden hier rund 50 Tiere des zertifizierten Bio-Betriebes. Sie kennen keinen Stall oder enge Boxen. "Die besondere Haltungsform gestattet den Tieren ein Leben ohne Stress in der vertrauten Gemeinschaft ihrer Herde", so Kronester. Den Besuchern des Hoffestes gab die Familie Kronester gerne Einblick in die Lebensweise und Haltung der Auerochsen. Auch Züchterkollegen waren extra nach Fladungen gereist, um Erfahrungen auszutauschen.

Es gab viele Informationen für Fachleute wie für die Laien. Auch der Anbauverband Biokreis war mit einem Stand über Ökolandbau vertreten. Das Hoffest ging einher mit einem kleinen Markt. Hier wurden von Direktvermarktern Erzeugnisse aus der Natur sowie Kunsthandwerk angeboten.

Eva Wienröder

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