Fladungen

Auszeichnung für Birkhuhn-Projekt

Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) überreicht an der Sennhütte das Qualitätssiegel der UN-Dekade Biologische Vielfalt für das "Birkwild-Projekt in der Rhön". Auch Landrat Thomas Habermann erhält Naturerbe-Medaille.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (Zweite von rechts) und die Bayerische Jagdkönigin Bettina Schmidt (rechts) übergaben an Schutzgebietsbetreuer Torsten Kirchner (links) und Berufsjäger Christian Lintow das Qualitätssiegel der UN-Dekade Biologische Vielfalt für das "Birkwild-Projekt in der Rhön."  Foto: Marion Eckert
Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (Zweite von rechts) und die Bayerische Jagdkönigin Bettina Schmidt (rechts) übergaben an Schutzgebietsbetreuer Torsten Kirchner (links) und Berufsjäger Christian Lintow das Qualitätssiegel der UN-Dekade Biologische Vielfalt für das "Birkwild-Projekt in der Rhön." Foto: Marion Eckert
+1 Bild
Ein großer Empfang wurde der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) an der Sennhütte oberhalb von Fladungen bereitet. Sie war eigens aus München in die Rhön gekommen, um der Wildland-Stiftung Bayern das Qualitätssiegel der UN-Dekade Biologische Vielfalt für das "Birkwild-Projekt in der Rhön" zu überreichen. Die Gelegenheit wurde zudem vom Präsident des Baye ri schen Jagdverbandes Jürgen Vocke genutzt, um Landrat Thomas Habermann (CSU) und Birkwild-Hegeringleiter Christoph Helm mit der "Medaille Naturerbe Bayern in Gold" auszuzeichnen.


Viele Beteiligte

In seiner Begrüßung dankte Landrat Habermann an erster Stelle allen, die sich im Naturschutz im Biosphärenreservat Rhön engagieren, um durch ihre Beiträge dazu beitragen, die einmalige biologische Vielfalt der Region zu bewahren. Jäger und Naturschutzverbände, Bürgermeister und Gemeinden, Jagdpächter und der Birkwild-Hegering und viele weitere Gruppierungen, wie auch eine Vielzahl an Einzelpersonen seien beteiligt, wenn es darum gehe, die seit Jahrhunderten durch extensive Landwirtschaft gewachsene Kulturlandschaft zu erhalten. "Wir haben dieses Erbe unseren Vorvätern zu verdanken, haben es angenommen und müssen es bewahren", sagte Habermann.

Doch ohne eine breite Akzeptanz der Bevölkerung sei dies nicht möglich. "Naturschutz ohne Bevölkerung geht nicht. Wir haben die Verbände und Einheimischen auf unserer Seite", zeigte Habermann auf.
Ein Großteil der praktischen Verantwortung vor Ort trage Schutzgebietsbetreuer Thorsten Kirchner, der gemeinsam mit dem Berufsjäger der Wildland-Stiftung Christian Lintow die Auszeichnung aus den Händen der Ministerin und der Bayeri schen Jagdkönigin Bettina Schmidt entgegennahm. Die Auszeichnung gebühre den vielen Akteuren und dem Projektträger, die mit dem Netzwerk zusammenarbeiten, um das Birkwild nachhaltig zu schützen, erklärte Kirchner. Er wünschte sich, dass diese gute Zusammenarbeit noch lange erfolgreich weiterlaufe.

Die bayerische Umweltministerin griff des Landrats Bemerkung auf, dass Naturschutz ohne die Menschen vor Ort nicht möglich sei. Die herausragenden Leistungen und großen Anstrengungen, die von den Verantwortlichen in der Rhön erbracht werden, gehören entsprechend gewürdigt und ausgezeichnet. "Es ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Balance zwischen Menschen und Natur erleben, Natur bewahren und regionale Wirtschaftskreisläufe stärken." Scharf bezog sich auf das Rhönschaf und nannte es "Naturschutz, der richtig gut schmeckt". Die Rhön bezeichnete sie als "eine der schönsten Kulturlandschaften in Bayern". Sie selbst sei mittlerweile Jungjägerin und habe großes Interesse am Birkwildschutz.


Auszeichnung für ganze Region

Die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt sei eine Auszeichnung für die ganze Region, denn Landschaft machte nicht an Ländergrenzen halt. Scharf verwies auf die Kooperation mit den Bundesländern Hessen und Thüringen, die weiterhin so gepflegt werden müssen. Das Birkwild, als Leitart des Naturschutzgebiet "Lange Rhön" im Biosphärenreservat Bayerische Rhön, sei das letzte außeralpine Vorkommen. Der Erhalt sei nicht ganz einfach, da diese Tierart hohe Ansprüche an den Lebensraum in Bezug auf Deckung und Nahrung stelle. Die Maßnahmen zum Schutz und Erhalt des Birkwildes tragen gleichzeitig dazu bei, die Vielfalt anderer Tier- und Pflanzenarten zu sichern, wie Wachtelkönig, Raubwürger, Orchideen oder Arnika. Das Birkwildprojekt sei ein schönes Beispiel, wie Natur und Landschaft so erhalten werde, dass sie an die Kinder, Enkel und nachfolgende Generationen in der ganze Schönheit übergeben werden könne.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren