Klosterkreuzberg
Bergwacht

Aus für die Winterausbildung in der Rhön

Wegen Schneemangel daheim: Die Bergwacht Rhön/Spessart muss zum Training in andere Regionen ausweichen.
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227 Einsätze hatte die Bergwacht im vergangenen Jahr.  Foto: Hanns Friedrich
227 Einsätze hatte die Bergwacht im vergangenen Jahr. Foto: Hanns Friedrich
Die schneearmen Winter haben dazu geführt, dass eine effektive Winterausbildung der Bergwacht in der Rhön nicht mehr machbar ist. Sie findet deshalb im Hochland, unter anderem im Fichtelgebirge, statt. Dies war nur eines der Themen, mit denen sich die Verantwortlichen bei der Jahresversammlung der Bergwacht Rhön-Spessart auf dem Kreuzberg beschäftigten.
Als sehr gut bezeichnete Regionalleiter Steffen Koberstein die Zusammenarbeit mit dem Landesverband. Von dort war Susanna Merkl, die neue stellvertretende Vorsitzende, gekommen. Mit ihr unternahmen die Bergwachtler denn auch am Tag danach eine Rhön- und Spessarttour, von der sie begeistert war.

Rückblickend auf 2017 sagte der Regionalleiter, dass es ein Jahr ohne große Vorfälle war. Seit einem Jahr ist Koberstein im Amt des Regionalleiters und hat dabei die Erfahrung gemacht, dass diese Aufgabe nur im Team zu bewältigen ist. Einiges habe man angestoßen und neu organisiert, insgesamt zeigte er sich aber sehr zufrieden: "Wir sind in der Region sehr gut aufgestellt und sollten unsere Arbeit auch so fortführen."

Weiter stellte Koberstein das gute Miteinander mit den Integrierten Leitstellen Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg heraus. Zur Arbeit im Landesausschuss meinte der Regionalleiter, dass die zunächst "etwas holprig" gewesen sei, nun aber gehe es nach vorne.


Beim Thema Notfallmedizin dankte er Notarzt Dr. Waldemar Hohm und Oliver Scheuplein für die Unterstützung. Neu im Verbund der Bergwacht sei Miltenberg mit 15 Mitgliedern. Oberbach bekam ein neues Fahrzeug, eine Drohne wird im Spessart eingesetzt. Wichtig sei nach wie vor die Ausbildung am Hubschrauber. Lob hatte der Regionalleiter für die Bereitschaft Oberelsbach, die eine aktive Jugendgruppe hat. Sie wird von Matthias Peiffer begleitet.

In seinem Bericht erwähnte der zweite stellvertretende Regionalleiter, Michael Szuskiewicz, verschiedene Sitzungen auf Bezirks- und Landesebene, sowie Bereitschaftsleitersitzungen in Waldberg und Hösbach. Stellvertretender Regionalleiter Daniel Haßmüller sprach von 127 Mitgliedern, darunter 13 Frauen, 55 Anwärtern (acht Frauen) und acht Jungmitgliedern.
227 Einsätze waren zu verzeichnen. 21 Mal mussten Skifahrer, zwölf Mal Radler und 13 Mal Wanderer versorgt werden. Hinzu kamen sechs Snowboarder.

Übungen fanden in Wildflecken, Schmalwasser, Hardheim und Hösbach, sowie am Klettersteig in Miltenberg statt. Frank Dildey, Leiter Ressort Ausbildung, sprach von der aufwändigen Basisausbildung mit drei Ausbildern. Man war im Simulationszentrum Tölz. Hier sei die Ausbildungsmöglichkeit ideal.

Manfred Kaiser, Ressort Umweltschutz, erwähnte das Einsatzgebiet Lange Rhön, das von der Bereitschaft Fladungen betreut wird. 101 Stunden wurden für die Lupinenmahd verwendet. Bei der Birkwildzählung war man dabei und ließ ein Biotop mit Wasser füllen, da es ausgetrocknet war.

Martin Raab berichtete von der Skiwacht, die mit fünf Mann ausgestattet ist. Aufgrund der schneearmen Winter wird sie auf drei Mann reduziert, bleibt aber in der Rhön. Flexibler Dienst ist hier gefragt, weshalb Raab den Arbeitgebern ein Dankeschön sagte. Die Behindertenfreizeit sprach er an, die in Siegsdorf stattfindet. "Wer den Virus Siegsdorf hat, wird ihn nicht mehr los!"

Ein weiteres Thema war die Krisenintervention (KIT) und die gute Zusammenarbeit mit der Psychosozialen Notfallseelsorge in Miltenberg. 180 Stunden investierte man in die Weiterbildung und 460 Stunden in den Hotlinedienst.

Zufrieden kann die Bergwacht Rhön/Spessart mit den Finanzen sein, wie Geschäftsführer Matthias Peiffer erläuterte. Ein besonderer Dank ging an die Sparkassenstiftung Bad Neustadt, die eine Wärmebildkamera mitfinanzierte.
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