Bad Kissingen
Statistik

Arbeitsmarkt in der Stadt ist weiblich

Der Blick in die Statistik fördert für Bad Kissingen allerhand Besonderheiten zu Tage
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Gut beschäftigt: Der Arbeitsmarkt in der Stadt Bad Kissingen hat sich so positiv entwickelt, wie im Landkreis auch, er ist aber viel von der Verteilung der Stellen her viel weiblicher.  Foto: Siegfried Farkas
Gut beschäftigt: Der Arbeitsmarkt in der Stadt Bad Kissingen hat sich so positiv entwickelt, wie im Landkreis auch, er ist aber viel von der Verteilung der Stellen her viel weiblicher. Foto: Siegfried Farkas
Das Bayerische Landesamt für Statistik hatte mit seiner Datensammlung Statistik Kommunal zuletzt ein wenig Pause gemacht. Nun aber liegt wieder eine aktualisierte Sammlung mit Informationen über Bevölkerungsstruktur, Wirtschaft, Bautätigkeit, Gemeindefinanzen, Tierhaltung und andere Themen vor. Dass die Kurstadt rein statistisch nach wie vor eine Stadt der Alten ist, wäre dabei nicht unbedingt als sensationelle Neuigkeit zu bewerten. Aber schon der Blick auf den Arbeitsmarkt liefert bemerkenswerte Erkenntnisse. Denn der ist in der Kurstadt weiblich.
Die allgemeine Entwicklung am Arbeitsmarkt war nach Angaben der Statistiker in den vergangenen Jahren in der Großen Kreisstadt ähnlich positiv wie im Landkreis oder in der Region überhaupt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist nach den Angaben seit 2011 stets gestiegen. 10 203 Beschäftigte am Arbeitsort registrierte das Statistische Landesamt für 2011. So viele besetzte Stellen gab es also damals in der Stadt.
Danach stieg der Wert ziemlich gleichmäßig Jahr für Jahr an. 2016, jenes Jahr, für das die jüngsten Zahlen vorliegen, betrug der Wert dann 10 908. Den höchsten Anteil, nämlich fast 60 Prozent, haben daran die öffentlichen und privaten Dienstleister. Rechnet man noch die Unternehmensdienstleister hinzu, liegt der Anteil sogar noch ein Stück höher. Das produzierende Gewerbe dagegen kommt in der Kurstadt nicht einmal auf ein Viertel. Schon für den Landkreis sind die Schwerpunkte jedoch ein Stück weit verschoben. Im Bäderkreis liegt der Anteil des produzierenden Gewerbes insgesamt bei 30 Prozent. In der Stadt Schweinfurt beträgt der Anteil dieses Bereichs der Wirtschaft traditionell rund 50 Prozent.
Stärker ausgeprägt als in anderen Städten dieser Größenordnung sind in der Großen Kreisstadt Bad Kissingen auch die Branchen Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Ihre Bedeutung am Stellenmarkt hat zwar leicht abgenommen, sie bieten aber immer noch rund ein Viertel der Jobs in der Stadt.


Arbeitsplätze für die Region

6910 der 2016 insgesamt statistisch erfassten 10 908 sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Kurstadt entfielen auf Frauen. Die männlichen Beschäftigten am Arbeitsort kamen lediglich auf 3998 Stellen. Zum Vergleich: Im gesamten Landkreis Bad Kissingen halten sich die Anteile der männlichen und weiblichen Beschäftigten ungefähr die Waage. Im immer noch industriell geprägten Schweinfurt liegt der Männeranteil bei 60 Prozent.
Dass die Stadt Bad Kissingen auch Arbeitsplätze für Menschen aus der Umgebung bietet, belegt die Statistik ebenfalls deutlich. Die Zahl der Beschäftigten am Wohnort wird für 2016 mit 7503 angegeben. Wenn alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in der Stadt wohnen, auch hier arbeiten würden, blieben also immer noch 3400 Stellen für Auswärtige übrig. Der Bäderlandkreis dagegen bietet insgesamt weniger Arbeitsplätze (33 337 im Jahr 2016) als er sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (40 124) hat. Tiefere Einblicke als die monatlichen Zahlen der Arbeitsagentur Schweinfurt erlaubt Statistik Kommunal auch im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit in der Stadt Bad Kissingen. 600 Arbeitslose stehen demnach in der Stadt für 2016 zu Buche. 2010 waren es nach Angaben der Statistiker noch 715 Personen. far
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