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Poppenlauer
Natur

Wer hat einen Hirschkäfer gesehen?

Das Biosphärenreservat sucht aktuelle Fotos von Hirschkäfer-Funden.
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Hirschkäfer sollen nachgewiesen werden.  Foto: Archiv: W. Schelbert
Hirschkäfer sollen nachgewiesen werden. Foto: Archiv: W. Schelbert
Manch einer erinnert sich vielleicht, wie er als Kind mal einen Hirschkäfer fand und beobachtete, wie das Tierchen die riesigen schaufelartigen Mundwerkzeuge hin und her bewegte. Der größte Käfer Europas ist jedoch so selten geworden, dass er in Deutschland als stark gefährdet gilt. Sind Hirschkäfer auch im Biosphärenreservat Rhön selten?

In der Verwaltungsstelle will man das nun herausfinden und ruft die Bürger dazu auf, Hirschkäfer zu melden.Der Gigant des Käferreichs wird bis zu sieben Zentimeter lang (die Männchen), wobei die Schaufeln oft die Hälfte der Körperlänge ausmachen. Die Weibchen sind mit bis zu vier Zentimetern kleiner. Hauptflugzeit ist von Ende Mai bis Ende Juli.

Die Männchen können ihr Geweih nicht zur Nahrungsaufnahme verwenden. Sie saugen und lecken Pflanzensäfte und sind dabei auf die Weibchen angewiesen. Diese vergrößern mit ihren kleineren Mandibeln Wunden an Eichen so großflächig, dass für die Männchen der Saft herausrinnt, sagt Oskar Jungklaus (Poppenlauer) von der Bad Kissinger Kreisgruppe des Bund Naturschutz.


Scheren sind ungefährlich

"Meist findet man draußen in der Flur tote Männchen, das heißt ein Geweih oder Flügeldecken. Die Weibchen dagegen trifft man lebend an." Schließlich haben die Männchen ja auch eine relativ gefährliche Aufgabe, wie Jungklaus darlegt: Sie müssen beim Weibchen Wache stehen, wenn die natürlichen Feinde Eichelhäher und Specht auftauchen.

Der männliche Hornschröter ist laut Jungklaus, trotz der riesigen Scheren, ungefährlich. "Man kann ihn in die Hand nehmen, er zwickt nicht. Die Weibchen sind bissiger."

Wer also heuer schon einen Hirschkäfer fand, kann seine Beobachtungen und einen Foto-Beleg an die Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats schicken. Infos gibt es im Internet unter biosphaerenreservat-rhoen.de; Tel. 0931/3801 672; E-Mail: meldungen.brrhoen@web.de oder an www.Hirschkaefer-suche.de. Isolde Krapf

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