Oerlenbach
Förderung

Weiter geht's mit der Öko-Modellregion

Förderzeitraum für das Obere Werntal um drei Jahre verlängert
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Sie halten zusammen und stehen hinter ihrer Öko-Modellregion: Die Bürgermeister und Gemeindevertreter der Allianz Oberes Werntal bei der Übergabe des Förderbescheids in Greßthal. Mit im Bild Oerlenbachs Zweiter Bürgermeister Gerhard Fischer. Foto: Silvia Eidel
Sie halten zusammen und stehen hinter ihrer Öko-Modellregion: Die Bürgermeister und Gemeindevertreter der Allianz Oberes Werntal bei der Übergabe des Förderbescheids in Greßthal. Mit im Bild Oerlenbachs Zweiter Bürgermeister Gerhard Fischer. Foto: Silvia Eidel
Für weitere drei Jahre kann die Öko-Modellregion Oberes Werntal mit staatlicher Unterstützung rechnen. Damit bleibt mehr Zeit, die Bevölkerung für Bio-Lebensmittel und regionale Kreisläufe zu sensibilisieren, Wertschöpfungsketten und Kooperationen mit Verarbeitern aufzubauen und am Einsatz von bioregionalen Waren in der Gemeinschaftsverpflegung zu arbeiten. Diese Aufgaben zählen zum Maßnahmenkatalog, den sich die Interkommunale Allianz Oberes Werntal vor zwei Jahren bei der Bewerbung um eine von zwölf bayerischen Öko-Modellregionen auferlegt hat.


Bis Oktober 2020

Seit November 2015 organisiert und koordiniert Projektmanagerin Anna-Katharina Paar die Arbeit. Nach einer intensiven Prüfung durch eine Fachjury in Freising kam jetzt für eine Verlängerung grünes Licht aus dem bayerischen Landwirtschaftsministerium.

Bis Ende Oktober 2020 fördert das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) 75 Prozent der Personalkosten für das Projektmanagement. Den Rest sowie die Sachkosten teilen sich die zehn Allianzgemeinden im Oberen Werntal.


Strenge Prüfung

Den Förderbescheid überreichte bei einer Arbeitsgruppensitzung der Allianz im Greßthaler Rathaus ALE-Mitarbeiter Johannes Krüger. 172 000 Euro beträgt die Zuwendung. Er unterstrich, dass nicht alle der sieben neuen bayerischen Öko-Modellregionen eine Verlängerung erhalten hätten, was für die strenge Prüfung spreche. Angesichts steigender Nachfrage nach Bio-Produkten könnten durch die Öko-Modellregion Impulse für den ländlichen Raum gegeben werden. Das betreffe den Verbraucher, da regionale Kreisläufe gestärkt würden. Aber auch konventionell und ökologisch arbeitende Landwirte sowie Erzeuger und Verarbeiter würden vernetzt.
Für die Öko-Modellregion seien die bereits vorhandenen Strukturen der Allianz ein großer Vorteil, ergänzte Allianzmanagerin Eva Braksiek.

Dass im Oberen Werntal überdurchschnittlich viele Landwirte ökologisch wirtschaften, unterstrich Projektmanagerin Anna-Katharina Paar mit Zahlen. Seit 2014 stieg hier die Zahl der Biobetriebe von 36 auf 42. Das sind 9,5 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe und 16,7 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche. Im bayerischen Durchschnitt liegt die Bio-Fläche bei etwa acht Prozent, in der gesamten Bundesrepublik bei 9,1 Prozent.
Im gleichen Zeitraum hörten 28 Landwirte im Oberen Werntal auf, in ganz Deutschland werden aktuell jeden Tag 13 Höfe aufgegeben. Was wiederum bedeute, so Paar, dass  sich der Endverbraucher immer weiter von der Landwirtschaft entferne. Die Öko-Modellregion zeige mit ihrer Arbeit Perspektiven durch den Ökolandbau auf.
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