Gemünden am Main
Theater

Start mit Schwank und Kabarett

Von Kohlhiesels Töchter bis zu Don Camillo: Das Programm der Scherenburgfestspiele 2017 ist abwechslungsreich und unterhaltsam.
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Geschichten vom "Sams" standen im vergangenen Jahr auf dem Programm der Scherenburgfestspiele.  Foto: Kristian Lozina
Geschichten vom "Sams" standen im vergangenen Jahr auf dem Programm der Scherenburgfestspiele. Foto: Kristian Lozina
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Eine glänzende Festspielsaison 2017 verspricht die Führung der Scherenburgfestspiele. Dazu werden außer den drei Freilichttheaterstücken noch drei Kabarett- und Comedy-Abende beitragen - Django Asül, Heißmann & Rassau und Rolf Miller - sowie in bewährter Manier das Big-Band-Konzert der Sing- und Musikschule Gemünden.
Über den Start in die Saison 2017 und etliche Neuerungen informierte Geschäftsführerin Friederike Möbus. Die erste Änderung betrifft die Stückeauswahl. Statt des Musicals "My Fair Lady", das Intendant Peter Cahn vorschwebte, setzt er als zweites Abendstück in der Saison ab 5. Juli 2017 den Schwank "Kohlhiesels Töchter". Die Komödie, bekannt durch die Verfilmung von 1962 mit Lieselotte Pulver und Dietmar Schönherr, wird zwar kein Musical werden, aber in Verbindung mit der Musikschule dennoch eine musikalische Note erhalten. So können sich die Scherenburgtheaterfreunde beispielsweise auf den einstigen Gassenhauer "Jedes Töpfchen find' sein Deckelchen" freuen.


Ronja Räubertochter für Familien

Wie angekündigt bleiben als erstes Abendstück "Don Camillo und seine Herde" und als Familienstück eine Neuinszenierung von "Ronja Räubertochter". Der künstlerische Leiter Peter Cahn wird in einem Abendtheater selbst die Regie führen. Für das andere holt er sich Marco Wohlwend als Regisseur. Der 47-jährige Schweizer hat Gemünden-Erfahrung, denn 2015 setzte er hier "Ladykillers" in Szene. Hauptsächlich ist Wohlwend auf den Bühnen und in Film und Fernsehen als Schauspieler zu sehen. Er stammt aus Sankt Moritz, zog 1978 nach Frankfurt am Main und besuchte anschließend die Schauspielschule in Hamburg.
Erstmals die Verantwortung als Regisseurin übernimmt Julia Kiefer mit dem Lindgren-Klassiker "Ronja Räubertochter". Für die Kölnerin wird 2017 die dritte Scherenburg-Spielzeit in Folge sein. Bisher war die 32-Jährige als Regieassistentin und Schauspielerin eingesetzt.


Los geht's am 5. Juli

Die Spielzeit 2017 beginnt am Mittwoch, 5. Juli, und endet am Sonntag, 13. August. Zusätzlich hat Intendant Cahn noch drei Gastspiele auf der Burg vermittelt: Django Asül am Montag, 24. Juli; Heißmann & Rassau am Montag, 7. August; Rolf Miller am Montag 14. August.
Auch hierfür gibt es bereits Karten. 585 Plätze bietet die überdachte Tribüne auf der Burg. Wie immer werden die Rollen mit Profi- und den hiesigen guten Laienschauspielern besetzt. Die Rollenverteilung laufe zurzeit, so Friederike Möbus. Die 26-Jährige aus Coburg hat im Februar dieses Jahres die Nachfolge der Geschäftsführerin Inge Albert angetreten. Die frühere Gemündener Kulturamtsleiterin wiederum hatte das Amt seit 1998 von Anbeginn ehrenamtlich ausgeführt und die Festspiele 1990 zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Hans Michelbach begründet.


Wechsel in der Führung

In der jetzigen Hauptversammlung gab Albert auch den stellvertretenden Vorsitz ab. Den Posten übernahm Manuela Rubenbauer. In der Vorstandschaft gibt es außerdem einen weiteren Wechsel: Helga Waidmann, Schatzmeisterin und ebenfalls von Anfang an dabei, schied wie angekündigt aus. Zum Nachfolger wurde Wolfgang Schulz gewählt
Das Festspielbüro (Scherenbergstraße 2, neben dem Rathaus) ist jeden Montag von 9 bis 12.30 Uhr geöffnet. Außerhalb der Geschäftszeiten ist ein Anrufbeantworter eingeschaltet: 09351/54 24. E-Mail: mail@ scherenburgfestspiele.de. Weitere Infos gibt es im Internet auch auf der Homepage unter www.scherenburgfestspiele.de. lies
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