Bad Kissingen
Fastenaktion

Redaktionsfasten: Zweihundertfach süßes Nein

Sechs Redakteure der Saale Zeitung sagen dem inneren Schweinehund den Kampf an. Sie nutzen die Fastenzeit, um auf bestimmte Dinge zu verzichten. Ab sofort lest ihr bei uns jeden Tag, wie sie sich schlagen. Reporter Benedikt Borst lässt ab sofort den Naschschrank geschlossen.
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Reporter Benedikt Borst wagt sich an einen Fastenklassiker: 40 Tage ohne Süßigkeiten. Foto: Gerd Ludwig
Reporter Benedikt Borst wagt sich an einen Fastenklassiker: 40 Tage ohne Süßigkeiten. Foto: Gerd Ludwig
Ich habe mich für den Fasten-Klassiker entschieden: 40 Tage lang nicht naschen. Seit gestern ist Schluss mit Schokolade und sonstigen Süßigkeiten. Das bedeutet konkret: Zum Frühstück kommen keine Cornflakes mehr in die Schüssel, sondern Müsli, tagsüber fällt der beiläufige Griff in den Naschschrank flach, beim Bäcker heißt es Laugengebäck statt süße Teilchen.
Beim Lesen auf der Couch wird es richtig hart, weil viel nebenbei verputzt wird. Ich fürchte, hier am ehesten schwach zu werden. Etwas Süßes passt einfach zu gut zu einem wohligen Feierabend.

Es ist nicht so, dass Schokolade fester Bestandteil meines alltäglichen Speiseplans wäre. Ich esse gern, versuche aber, mich gesund und ausgewogen zu ernähren. Ich faste deshalb auch nicht, um ein paar Kilos abzunehmen. Ich möchte mich um mehr Disziplin bemühen. Abstrakt ausgedrückt, geht es um Konsequenz statt Laissez-Faire am Esstisch. Normalerweise erliege ich den kleinen Versuchungen ohne schlechtes Gewissen. Ich strenge mich nicht einmal allzu sehr an, Nein zu ihnen zu sagen. Dafür schmecken sie zu gut. Ab sofort ist ein entschiedene Absage allerdings Pflicht. Bei fünf Versuchungen täglich sind das insgesamt 200 Neins. Das wird hart.

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