Bad Kissingen
Bauausschuss

Rangliste für die Straßen-Sanierung

Das städtische Tiefbauamt Bad Kissingen stellte eine Prioritätenliste vor. Ziel ist es, mit Ver- und Entsorgungsunternehmen zusammenzuarbeiten, um Kosten zu sparen.
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Die Erhardstraße soll möglichst heuer noch an die Reihe kommen. Foto: Mäuser
Die Erhardstraße soll möglichst heuer noch an die Reihe kommen. Foto: Mäuser
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132 Kilometer Straßen hat das städtische Tiefbauamt zu betreuen, und der Zustand dieser Straßen ist zum Teil dramatisch schlecht. Der Leiter des Tiefbauamtes, Thomas Hornung, machte auch in der Bauausschusssitzung am Mittwoch keinen Hehl daraus, dass das zunehmende Alter der städtischen Infrastruktur zu einem immer größeren Finanzbedarf führt.

Das heißt, gebrochene oder verstopfte Kanäle müssen kurzfristig repariert werden, die Zunahme der Zahl der Schlaglöcher auf den Fahrbahnen verlangt einen immer größeren Reparaturaufwand.

Hornung wies darauf hin, dass viele Straßen von Ver- und Entsorgungsleitungen (Gas, Wasser, Kanal, Strom) unterquert werden. Erneuere jeder Ver- und Entsorgungsträger sein Leitungssystem nach eigenem Gutdünken in unterschiedlichen Zeiträumen, müssten Straßen immer wieder aufgerissen und danach geflickt werden. Zudem entstünden jedem Ver- und Entsorgungsträger höhere Kosten, weil er alleine für die Erdarbeiten und die Wiederherstellung der Straße zuständig ist.

Deshalb ist es laut Hornung nach wie vor Ziel der Stadt, möglichst viele Maßnahmen gemeinsam zu erledigen. Das ergebe Synergieeffekte und minimiere die Kosten für alle Beteiligten, auch die Bürger.


Abstimmung tut not

Nach Abstimmung zwischen Stadt sowie den Ver- und Entsorgungsträgern sei deshalb für die kommenden Jahre eine Reihe gemeinsamer Maßnahmen festgelegt worden. Gleichzeitig wurde schon einmal terminiert, wann die einzelnen Abschnitte frühestens begonnen werden.

So sind möglichst schon ab diesem Jahr die Erhardstraße, der Maria-Ward-Weg im ehemaligen Kasernengelände und die Straße Im Krautgarten in Garitz an der Reihe. Diese Straßen bieten sich an, weil in der Erhardstraße ohnehin Kanal, Gas- und Wasserleitungen zu sanieren sind. Im Krautgarten ist vor allem die Fahrbahn in schlechten Zustand, aber auch hier werden gleichzeitig Ver- und Entsorgungsleitungen saniert. Der Maria.-Ward-Weg muss ohnedies geöffnet werden, um einen Stichkanal zu verlegen.

Ab kommendem Jahr könnten die Dr. Georg-Heim-Straße in Garitz, die Burgstraße in Reiterswiesen und die Salinenstraße an die Reihe kommen. Auch in der Steinstraße gibt es Bedarf, hier ist der Baubeginn laut Hornung allerdings noch offen.

Da der Bürger von diesen In frastrukturprojekten - auch finanziell - unmittelbar betroffen ist, versprach Hornung eine eingehende und rechtzeitige Information der Bürger. So soll es Veranstaltungen geben, auf denen die Anlieger auch erfahren, welche Beiträge auf sie zukommen.

Stadtrat Bernd Czelustek (SPD) bat das Tiefbauamt, eine langfristige Straßenbau-Planung zu erstellen, damit der Bürger rechtzeitig weiß, wann er zur Kasse gebeten wird. Bürgermeister Thomas Leiner (CSU) ging auf die Dr.-Georg-Heim-Straße ein. Bevor hier die Bauarbeiten beginnen, sei zu eruieren, ob diese Straße nicht als Zufahrt für eine Baustelle Fürstenhof benötigt wird.
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