Bad Kissingen
Verkehr

Garitzer Kreisel: Westring ein Jahr voll gesperrt

Während der Arbeiten am Garitzer Kreisel wird die B 286 im Bereich des Westrings auf einem Kilometer Länge für ein Jahr gesperrt.
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Der Westring wird im Bereich der Garitzer Kreuzung während der Arbeiten am Kreisel für ein Jahr gesperrt.
Der Westring wird im Bereich der Garitzer Kreuzung während der Arbeiten am Kreisel für ein Jahr gesperrt.
Annähernd ein Jahr Bauzeit plant das Staatliche Bauamt Schweinfurt für den Umbau der Garitzer Kreuzung zum Kreisverkehr inklusive Geh- und Radwegen ein. In dieser Zeit wird der Westring zwischen der Abfahrt ins Garitzer Gewerbegebiet (Riedgraben) und der Zufahrt zum Parkwohnstift (Kreuzung Lessing-/Raiffeisenstraße) vollständig für den Verkehr geschlossen. "Die B 286 ist während der ganzen Bautätigkeit gesperrt", erklärte Matthias Wacker. Der zuständige Planer vom Staatlichen Bauamt hat am Mittwoch im Bauausschuss den aktuellen Planungsstand vorgestellt. Die Arbeiten sollen im Oktober starten und bis Herbst 2018 dauern.


Weg nach Garitz ist frei

Wacker ging insbesondere darauf ein, wie der Verkehr während der Vollsperrung geleitet wird. "Wir hatten hierzu eine große Verkehrsbesprechung", berichtete er. Beispielsweise Busbetreiber und Polizei haben sich in die Planung eingebracht.

Eine wichtige Nachricht hatte er gleich zu Beginn: "Die Verbindung zwischen der Innenstadt und Garitz ist immer offen", sagte er. Der Kreisel wird halbseitig mit einer Ampelregelung so gebaut, dass Autofahrer von der Schönbornstraße aus immer die Garitzer Straße erreichen können und umgekehrt. Autofahrer, die aus Richtung Südbrücke die Schönbornstraße anfahren wollen, werden durch das Gewerbegebiet geleitet, und zwar über den Riedgraben hinter der OMV-Tankstelle entlang in Richtung Neulandstraße. Die Verbindung ist bislang nur für Fußgänger offen. Laut Wacker bietet der Fußweg genug Platz, um den Autoverkehr darüber zu leiten.


Abkürzung durch Kurgebiet

Wer aus Richtung Südbrücke oder von Euerdorf in die Innenstadt fahren will, für den wird es durch die Umleitung sogar etwas einfacher: "Die Schranke an der Bismarckstraße wird abgebaut", sagte Wacker. Autofahrer können dann auf kürzestem Weg direkt am Luitpoldpark entlang ins Zentrum fahren. Das war bisher nicht möglich. Die Bismarckstraße liegt im Kurgebiet und ist eigentlich für den Durchgangsverkehr gesperrt. Stadteinwärts soll die Straße nur für Autos geöffnet werden, stadtauswärts soll das auch für Lastwagen gestattet sein.

Wie reagieren die Anlieger darauf? Es ist zu vermuten, dass einige Kurhalter von der einhergehenden Verkehrsbelastung nicht begeistert sind. Von der Seniorenresidenz Rosenhof und den Heiligenfeld-Kliniken war gestern keine Stellungnahme zu erhalten. Spielbankdirektorin Heidrun Vorndran steht der Überlegung offen gegenüber. "Es ist wichtig, dass der Kreisel gebaut wird", findet sie. Es sei entscheidend, dass die Beschilderung entsprechend angepasst wird, so dass Gäste den Weg zum Casino während der Sperrung problemlos finden.

Vorndran ist zuversichtlich, dass bis zum Baustart an der Garitzer Kreuzung die Arbeiten am Luitpoldbad abgeschlossen sind. Damit würde sich die Parkplatzsituation an der Spielbank und somit auch in der Bismarckstraße wieder entspannen. Ansonsten erwartet sie für ihr Haus kaum Beeinträchtigungen durch eine höhere Verkehrsbelastung. Im Gegenteil: "Für Gäste aus dem Schweinfurter oder Hammelburger Raum wäre die Anfahrt praktischer", sagt Vorndran.


Autobahnverkehr über Euerdorf

Wer aus Albertshausen und Poppenroth über den Westring das Gewerbegebiet ansteuern will, wird gleich am Ortseingang Garitz über die Seehofstraße geleitet. Von dort aus geht es auch über die Schönbornstraße in die Innenstadt. Alternativ ist in Richtung Zentrum eine Route über den Staffels über die Dr.-Georg-Heim-Straße möglich. Die Umleitungsstrecken über Seehofstraße, Neulandstraße und Dr.-Georg-Heim-Straße sind allerdings für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Schwerlast- und überregionaler Verkehr, der von Albertshausen und Poppenroth nach Bad Kissingen rollt, wird über den Klaushof umgeleitet.

Die Umleitungspläne betreffen sogar die A 7. "An der Anschlussstelle Oberthulba wird die Zufahrt nach Bad Kissingen aus beiden Richtungen gestrichen", berichtete Wacker. Der Verkehr soll über die Abfahrt Hammelburg in die Kurstadt gelenkt werden.


Großveranstaltungen betroffen

Die Stadträte erhoben keine großen Einwände gegen das Umleitungskonzept, sondern stellten Wacker vor allem Verständnisfragen zur Streckenführung. Wolfgang Speyer (SPD) wollte zudem wissen, ob der Westring auch zwingend während des nächsten Rakoczyfestes gesperrt sei. "Alles, was in dem Jahr läuft, läuft in der Baustelle", antwortete der Ingenieur. Das gilt gleichermaßen auch für andere Großveranstaltungen wie die Abenteuer- und Allrad-Offroad-Messe und die Gesundheitstage.
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