Bad Kissingen
Redaktionsfasten

Fastenaktion: Sinnliche Beichte

Redakteurin Carmen Schmitt will trotz ihres Fastenversprechens nicht ihre Gastgeberqualitäten einbüßen und hat in der vergangenen Fastenwoche ein Extrawurst-Versprechen bekommen.
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Foto: Carmen Schmitt
Foto: Carmen Schmitt
Was ist eine gesellige Runde ohne das Geräusch krachender Chips? Stimmt - da fehlt etwas. Sitzt man mit Freunden gemütlich beieinander, gleiten die Hände ganz automatisch in die Schüsselchen voller Knabberspaß. Weil ich eine pflichtbewusste Gastgeberin bin, konnte ich meinem Besuch am Wochenende einen solchen Mangel natürlich nicht zumuten. Doch ist das vereinbar mit meinem Fastenversprechen - bis Ostern kein Plastik? Vor dem Supermarktregal stellte sich blanke Ernüchterung ein.

Geriffelt, gestapelt, fettreduziert und sogar bio. Es gibt sie ohne künstliche Aromen, ohne künstliche Farbstoffe aber nicht ohne Kunststofffolie drum herum - auch wenn einige Kartoffelchips-Sorten noch so "natürlich" daher kommen. Ich war gefangen in einer Zwickmühle: Entweder meinen Vorsatz brechen oder meine Lieben vertrösten. Die Eigenproduktion als Alternative und die Option Sellerie- und Karottensticks habe ich im Vorfeld ausgeschlossen, weil keine Zeit und zu gesund für diesen zünftigen Kreis. Jetzt die Beichte: Das Wohl meiner Gäste hat gewonnen. Und ich gebe zu: Auch zwischen meinem Kiefer hat es ein- zweimal geknuspert.

Einen Erfolgsmoment gab es aber auch in der vergangenen Fastenwoche. Die Verkäuferin im Lebensmittelladen meines Vertrauens hat mir zugesichert, für mich eine "Extrawurst" zu organisieren: Nudeln abgepackt in einer Papiertüte. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob sie ihre Versprechen besser einhalten kann als ich.




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