Aschach bei Bad Kissingen
Stille Zeit

Es weihnachtet im Schloss Aschach

Das Bad Bockleter Christkind hat die fränkische Schlossweihnacht eröffnet.
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Fränkische Schlossweihnacht in AschachFoto: Sigismund von Dobschütz
Fränkische Schlossweihnacht in AschachFoto: Sigismund von Dobschütz
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von unserem Mitarbeiter 
Sigismund von dobschütz

Aschach — Noch besser und schöner als ihre Premiere im vergangenen Jahr ist heuer die zweite fränkische Schlossweihnacht auf Schloss Aschach, die am Freitagabend im Beisein zahlreicher Prominenz von Christkind Franziska Zink (Bad Bocklet) und Nikolaus Peter Wehner (Katzenbach) eröffnet wurde. Um ein Drittel auf diesmal über 30 Buden ist die Zahl der Aussteller und Gastronomen gestiegen. "Wir sind überwältigt", freuten sich die Veranstalter Klaus Frischat und Jürgen Wehner über die große Besucherzahl schon am Eröffnungsabend.
Nicht nur die Angebotsvielfalt sei größer geworden, auch anderes habe man im Vergleich zum Vorjahr verbessern können, hob Frischat hervor. So sei die Eingangs- und Kassensituation optimiert worden. "2013 standen ja die Menschen manchmal bis auf die Straße." Zudem sei das Gelände durch Rampen jetzt barrierefrei. Die im vergangenen Jahr noch unterschätzte Gastronomie-Nachfrage glauben die Veranstalter heuer mit vermehrtem Angebot befriedigen zu können. Es ist räumlich entzerrt auf drei "Gastro-Inseln" im Eingangsbereich, an der Schule und an der Museumsscheune aufgebaut. Neu ist die große Kaffee-Lounge vor dem Museums-Shop.
Ebenfalls neu als Besucher-Attraktion ist der Krippenweg mit lebensgroßen Holzfiguren zwischen Schule und Museumsscheune, von einem Handwerker aus Stangenroth für Frischat gefertigt. Frischat: "Ich habe so etwas im Ausland gesehen und dachte mir, das passt nach Aschach." Zum ersten Mal sind auch die Alpakas aus der Rhön dabei, die sich ein paar Schafe zur Gesellschaft mitgebracht haben. Daran dürften vor allem die Kinder ihre Freude haben. Zum nächsten Wochenende wird noch ein Kinderkarussell im weihnachtlich geschmückten Schlosspark aufgebaut, verriet Frischat eine zusätzliche Überraschung für die Kleinen.
Aber auch das bewährte Angebot aus Kunsthandwerk und Weihnachtsschmuck kann sich wieder sehen lassen. Da gibt es nicht nur Standardware, sondern Kunstvolles und vor Ort Handgefertigtes. Besonders auffallend präsentiert sich wieder der Wollbacher Schmied Georg Oswald vor der Museumsscheune. Aber auch Hobby-Drechsler Thomas Schreiner, sonst als Rettungsassistent beim Roten Kreuz Bad Kissingen im Einsatz, ist zum zweiten Mal dabei. "Es macht mir einfach Spaß."
Spaß haben auch alle anderen Aussteller und Helfer wie das Team der Freiwilligen Feuerwehr aus Stangenroth, die ihre Gäste gastronomisch versorgen. Alle Gastronomen sind diesmal in kleinen Holzbuden oder Zelten untergebracht. Frischat: "Die hässlichen Bierwagen haben wir vom Gelände verbannt."
Die Eröffnungsgäste aus Gemeinde, Landkreis und Bezirkstag waren voll des Lobes über die fränkische Schlossweihnacht und versuchten sich in ihren in Superlativen zu übertreffen. Während Bezirkstagsvizepräsident Armin Grein (FW) den Aschacher Weihnachtsmarkt als den schönsten in Bayern bezeichnete, konterte Landrat Thomas Bold (CSU), es sei wohl der schönste der Welt. Bold musste allerdings eingestehen, nicht alle Märkte der Welt zu kennen. Veranstalter Klaus Frischat braucht keine Rekorde: "Wenn wieder 10 000 Besucher kommen, sind wir zufrieden."
Ein zusätzlicher Anreiz zum Besuch des Weihnachtsmarktes dürfte das vom neuen Förderverein der Freunde der Aschacher Schlossmuseen veranstaltete Preisrätsel sein. Mit richtiger Lösung kann man interessante Preise gewinnen wie eine Reise nach Berlin, ein Gänse-Essen oder Eintrittskarten zum Michl-Müller-Gastspiel. "Wir wollen damit auf unsere Museen aufmerksam machen", nutzte Bürgermeister Wolfgang Back die Eröffnung der Schlossweihnacht, um zum Museumsbesuch ebenso wie zur Vereinsmitgliedschaft aufzurufen.
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