Bad Kissingen
Sanierung

Edelstahl und Folie statt Fliesen im Terrassenfreibad

Der Bauausschuss des Bad Kissinger Stadtrats hat sich für eine neue Variante bei der Sanierung der Becken im Terrassenschwimmbad entschieden.
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Edelstahl und Folie sollen bei der Sanierung des Freibads zum Einsatz kommen und die Fliesen ersetzen. Foto: Archiv S. Farkas
Edelstahl und Folie sollen bei der Sanierung des Freibads zum Einsatz kommen und die Fliesen ersetzen. Foto: Archiv S. Farkas
VON Siegfried Farkas

Bad Kissingen — Die Frage, was bei der Sanierung der Becken im Terrassenschwimmbad besser sei, Fliesen oder Edelstahl, wendet der Kissinger Stadtrat schon eine Weile hin und her. Früher hat er vor allem mit Blick auf die geringeren Investitionskosten geantwortet: Fliesen. Seit Mittwoch gibt es eine neue Antwort: Edelstahl und Folie.
Der städtische Bauausschuss ließ sich vom Vertreter eines Kulmbacher Fachbüros Empfehlungen für die Sanierung der Becken unterbreiten und hob dann den alten Beschluss für Fliesen auf.
Der Empfehlung des Fachmannes, sich wegen der Vorteile bei Unterhalt und Lebensdauer bei allen Becken komplett für Edelstahl zu entscheiden, folgten die Räte zwar nicht. Bei diesem Vorschlag käme nach den Angaben der städtischen Bauverwaltung die Investition 800 000 Euro teurer als bei der Fliesenvariante. Allerdings beherzigt das Gremium die Warnung des Mannes. Fliesen seien für Schwimmbecken im Außenbereich nicht mehr Stand der Technik, hatte er gesagt.

Etwa 135 000 Euro teurer

Einstimmig beschlossen ist damit jetzt, das Attraktionsbecken, das Nichtschwimmerbecken und das Kinderplanschbecken komplett in Edelstahl ausführen zu lassen. Folie sei dort wegen der runden Beckenformen nicht möglich.
Beim Schwimmerbecken und beim Turmbecken sollen die so genannten Beckenköpfe in Edelstahl ausgeführt werden. Weiter unten kommt dort Folie zum Einsatz, die je nach Zustand der Fliesen einfach über der Keramik angebracht werden soll. Die Kosten für diese Variante betragen laut städtischer Aufstellung 3,11 Millionen Euro. Das sind etwa 135 000 Euro mehr als bei der reinen Fliesenvariante.

Bauarbeiten verschoben

Den Start der Bauarbeiten schiebt die Entscheidung um ein Jahr hinaus, weil neu geplant und ausgeschrieben werden muss. Begonnen werden kann demnach im September 2016. Danach sollen die Becken schrittweise Jahr für Jahr in Angriff genommen werden. Komplett abgeschlossen sein könnte das Projekt dann im Mai/Juni 2019.

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