Bad Kissingen
Proklamation

Die neue Quellenkönigin

Die 20-jährige Studentin Victoria Brath wird in dieser Saison in die Rolle der Bad Kissinger Quellenkönigin schlüpfen.
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Victoria Brath  Foto: Peter Rauch
Victoria Brath Foto: Peter Rauch
Wer wird Rosenkönigin, wer wird Quellenkönigin? Jahr für Jahr beschäftigt diese Frage im Frühjahr zahlreiche Kissinger, stehen diese beiden in der Riege der "historischen Persönlichkeiten" doch ganz oben.
Während die Rosenkönigin in einer aufwendigen Prozedur letztendlich "durch das Volk" mittels überreichter Rosen während des Rosenballs gewählt wird, verhält es sich bei der Quellenkönigin ganz anders: Hubertus Wehner, langjähriger Organisator des Rakoczyfestes und als Beisitzer des Fördervereins des Rakoczy-Festes "guckte" bislang immer eine Rosenkönigin aus und stellte sie als neue "Quelle" dem Förderverein vor. "Ich habe gute Ohren, gute Augen und dementsprechend eigentlich immer eine gute Wahl getroffen", so Hubertus Wehner, der aus seiner Wahl der Quellenkönigin immer ein gutgehütetes Geheimnis machte.
Seit 30 Jahren läuft das nun so, nur dass sich heuer erstmals eine Kandidatin ganz offiziell bei ihm beworben hat. "So richtig altmodisch mit Bewerbungsmappe, Lebenslauf und Fotos" erklärt Victoria Brath, die diesjährige Quellenkönigin. Nach einem Gespräch mit Hubertus Wehner sei klar gewesen, dass sie die "Quelle 2016" wird, denn schließlich passe alles.
Victoria Brath ist 1995 in Bad Kissingen geboren, hier zur Schule gegangen, wo sie auch 2013 ihr Abitur machte. Heute studiert die junge Dame in Würzburg fürs Lehramt an Gymnasien Mathematik und Sport. "Und das Kleid der Quelle, wie wird es in diesem Jahr", das ist meist die zweite Frage nach dem "wer". Soviel verrät die angehende Quellenkönigin Victoria Brath schon einmal: "ein Hochzeitskleid wird es nicht werden, irgend etwas schönes Blaues", passend zu den rehbraunen Augen der jungen, hübschen Quellenkönigin.
Noch bevor die breite Öffentlichkeit in Bad Kissingen erfährt, wer in diesem Jahr als Quellenkönigin fungiert, erfahren dies die Vereinsmitglieder des Fördervereins. Das ist seit Vereinsgründung so üblich und der Förderverein besteht heuer exakt zehn Jahre. So hat Hubertus Wehner heuer ein Doppel-, wenn nicht gar ein Dreifachjubiläum. Victoria Brath ist die nunmehr 30. Quellenkönigin die er kürt, als Gründungsmitglied des Vereins ist er seit zehn Jahren aktiv in der Vorstandschaft tätig und vor fünf Jahren hat er die Organisation des Rakoczyfestes in jüngere Hände übergeben. "Dies war auch die letzte Quellenkönigin, die ich ausgesucht habe" ließ er im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung verlauten "da müsst ihr euch in Zukunft etwas Neues überlegen".


Neuwahlen beim Förderverein

Bei den im zweijährigen Turnus anstehenden Neuwahlen ließ er sich auch als Beisitzer nicht mehr aufstellen, um aber dem Verein nicht gänzlich verloren zu gehen, wurde er einstimmig mit Werner Vogel zu einem der Kassenprüfer gewählt. Überhaupt war es eine schnelle und gut organisierte Wahl, zumal mit dem Ausscheiden von Schatzmeisterin Christa Reuß nur ein Posten in der Hauptvorstandschaft neu besetzt werden musste. Peter Krug und Fritz Lang bleiben weiterhin an der Vereinsspitze, neue Schatzmeisterin ist Karin Matthes, Heike Ulsamer bleibt Schriftführerin. Auch bei den Beisitzern ändert sich nach dem Ausscheiden von Hubertus Wehner wenig. Anna Krug und Ludwig Büchner hatten diesen Posten bereits jahrelang inne, neu sind Bruno Heinen und Rolf Matthes. Der Rakoczy-Förderverein mit seinen derzeit 236 Mitgliedern hat sich "Aufklärung und Informationsvermittlung dieses Stadtfestes" auf die Fahnen geschrieben.Mit dazu gehört natürlich auch die Anschaffung von Uniformen und Kostümen für die Historischen Persönlichkeiten, sowie die Durchführung von Sonderveranstaltungen zur Finanzierung. So flossen in den zehn Jahren des Vereinsbestehens rund
75 000 in Bad Kissingens größtes Stadtfest. Derzeit sind Restaurierungsarbeiten im fünfstelligen Eurobereich am Wassersprengwagen nötig. Dieses historische Fahrzeug erstand der Verein vor wenigen Jahren, um damit der Nachwelt zu zeigen, wie einst "Kurwärter und Kurgärtner" die Kuranlagen und die Wege gepflegt und im sommer mit Wasser besprengt haben.
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