Obersinn
Hobby

Der Nachwuchs versucht sein Anglerglück

44 Jugendliche aus Unterfranken absolvierten ein Ausbildungswochenende im Zeltlager.
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Mit Pokalen und Preisen wurden die Sieger ausgezeichnet. Auf dem Bild sind ferner (hinten, links) Fischereipräsident Thomas Hartmann, (zweiter von links knieend) stellvertretender Bezirksjugendvorsitzender Erwin Glawion, (hinten rechts) Bürgermeisterin Lioba Zieres, Bezirksjugendvorsitzender Uwe Hengst und Hartmann, Stellvertreter Kurt Fröhlich. Foto: Jürgen Gabel
Mit Pokalen und Preisen wurden die Sieger ausgezeichnet. Auf dem Bild sind ferner (hinten, links) Fischereipräsident Thomas Hartmann, (zweiter von links knieend) stellvertretender Bezirksjugendvorsitzender Erwin Glawion, (hinten rechts) Bürgermeisterin Lioba Zieres, Bezirksjugendvorsitzender Uwe Hengst und Hartmann, Stellvertreter Kurt Fröhlich. Foto: Jürgen Gabel
Die Gemeinde Obersinn stand ganz im Zeichen des Angelsports. Überall wurde über Ruten, Rollen, Vorfächer, Knoten- und Fischkunde gefachsimpelt: Die Jugendleitung des Sportanglervereins Obersinn richtete das dreitägige Ausbildungszeltlager des Fischereiverbandes Unterfranken aus.
Der Fischerjugend in Unterfranken gehören circa 500 Jugendliche aus rund 50 Vereinen an, betonte Bezirksjugendvorsitzende Uwe Hengst (Bad Kissingen). 44 Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren sowie 25 Betreuer aus zehn Vereinen hatten eine Zeltstadt mit Wohn-, Versorgungs-, Geräte- und Gemeinschaftszelten unterhalb des Anglerheims "Zur Schuppe" aufgebaut. Die Obersinner vertraten mit sechs Anglern als einziger Verein den Landkreis Main-Spessart.


Zum 30. Male

Das 30. Ausbildungszeltlager ist kein Erholungsurlaub: Wissenstest, Fischen im Still- und Fließgewässer, Knotenbinden, Fische verwerten und Casting mussten nach einer Punktwertung absolviert werden. Für den kleinen Obersinner Sportanglerverein mit Jugendwart Rüdiger Müller und Vorsitzendem Frank Vetter war die Großveranstaltung ebenfalls eine Herausforderung. So mussten die Wettkampfstätten hergerichtet und die Teilnehmer verpflegt werden.
Am Freitagabend begann nach der Einweisung in die Bestimmungen des Königsfischens mit dem Wissenstest die erste Aufgabe für die zwei Altersklassen. Der Samstagmorgen blieb dem Fischen vorbehalten. An ausgelosten Startplätzen fanden sich die Jugendlichen am Main bei Langenprozelten ein, um am Fließgewässer ihr Anglerglück zu versuchen. Doch leider war der Erfolg bescheiden: Nur fünf Rotaugen und ein Flussbarsch gingen an die Haken.
Stattdessen zappelten 665 aus dem Schwarzen Meer eingeschleppte Grundeln im Kescher, erklärte Müller, Obersinner Jugendleiter und Sportbeirat bei der unterfränkischen Fischerjugend. Inzwischen haben Raubfische wie Zander, Aal und Barsch die Grundeln als neue Nahrungsquelle entdeckt und dezimieren die Bestände. Entschieden besseres Glück war den Nachwuchsanglern am Sonntagmorgen am vereinseigenen Angelsee in Burgsinn beschieden, wo sie 40,8 Kilogramm Edelfisch aus dem Wasser zogen.
Während am See der schwerste gefangene Fisch gewertet wird, kamen beim Wettbewerb am Main die fünf schwersten Fische in die Wertung. Zusätzlich gab es eine Mädchen- und eine Grundelwertung. Am Burgsinner See durfte bis zu einem Kilo gemischtes Futter zum Anfüttern verwendet werden. Sechs Aufseher überwachten die Einhaltung des Reglements.
Der zwölfjährige Deniz aus Obernau verzeichnete mit einem 2,67 Kilo schweren Spiegelkarpfen eine respektable Beute. Aber auch Erics (14 Jahre/Obersinn) 2,3 Kilo schwerer Spiegelkarpfen konnte sich sehen lassen. Kurz vor Angelschluss hatte die 16-jährige Obersinnerin Antonia Glück: Sie zog als einzige Beute einen 2,78 Kilo schweren Schuppenkarpfen aus dem See.
Mächtig kämpfen musste der 14-jährige Moritz (Obernau) mit einem 13,2 Kilo schweren Graskarpfen. Am Ende zog die Aufsicht Bilanz: Von den 44 Startern der beiden Gruppen hatten 29 mit Glück und Können einen Fang gemacht. Die Jugendlichen verwerteten alle Fische zu Filets.


Knoten binden

Am Nachmittag musste die Gruppe der 14- bis 18-Jährigen im Anglerheim Knoten binden: Vorfachschlaufe, Bloodknoten, zwei verschiedene Clinch- und einen verdeckten Hakenknoten. Mit Sauberkeit, Festigkeit und Länge der Montage sammelten die Jungfischer Punkte. Später ging es zum "Casting" auf den Sportplatz. Weiträumig und genau muss die Angelrute auf die Zielscheibe ausgeworfen werden. Damit soll der Umgang mit der Angel erlernt werden. Eric aus Obersinn holte sich souverän die 100-Prozent-Quote.


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