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Schwärzelbach
Starkregen

Der Kanal fasste es nicht

Feuerwehr und THW kämpften gegen eine Überschwemmung im Neudorf.
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Die Feuerwehr versuchte nach Kräften, den Regen zu kanalisieren. Die Rohre unter der Straße waren überfordert. Foto: Petra Hartmann
Die Feuerwehr versuchte nach Kräften, den Regen zu kanalisieren. Die Rohre unter der Straße waren überfordert. Foto: Petra Hartmann
Wie schnell örtlich begrenzter Starkregen Haus und Hof gefährden kann, erlebten Bewohner der Karl-Hereth-Straße in Schwärzelbach. Ein Keller lief voll Wasser. 16 Feuerwehrleute und sechs Kameraden des Technischen Hilfswerkes verhinderten Schlimmeres.
Zwischen 14 und 14.30 Uhr kam es ganz dick. Schon bald schwoll das Wasser auf der abschüssigen Straße zu einem Strom an, der auch in angrenzende Grundstücke schwappte.
Aus den Feldern an den eher flachen Hängen drang immer mehr Wasser in Richtung Dorf. Die Feuerwehr wurde alarmiert. Für ein Haus kam trotz des raschen Anrückens die Hilfe zu spät. Der Keller lief voller Wasser. 16 Feuerwehrleute aus dem Ort kämpften fieberhaft, um das Wasser zum Schutz der anderen Häuser und Grundstücke mit Brettern in Richtung der Gullideckel zu kanalisieren. Das Technische Hilfswerk rückte mit sechs Mann von seiner Geräteausstellung beim Stadtfest an, um den Einsatz zu unterstützen. Besonders hilfreich waren etwa 1500 Sandsäcke, die vor Ort befüllt und mit einem Gabelstapler an die brenzligen Stellen gebracht wurden. Nach viereinhalb Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken, sagt Kommandant Alexander Heim. Am frühen Nachmittag seien in 20 Minuten bis zu 35 Liter auf den Quadratmeter gefallen. "Wir wollen rasch handeln", sichert Bürgermeister Jürgen Karle zu. Verantwortlich sei das große Einzugsgebiet für den Regenwasserkanal unter der Straße. Er solle größer dimensioniert werden, voraussichtlich 2017. Wolfgang Dünnebier

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