Bad Kissingen
Strassenbau

B 286 neu ist vordringlich

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 ist beschlossen.Demnach bleibt auch die Ortsumgehung Nüdlingen im vordringlichen Bedarf.
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Die B 286 neu (im Bild die alte Trasse bei Arnshausen) bleibt im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030. Foto: Siegfried Farkas
Die B 286 neu (im Bild die alte Trasse bei Arnshausen) bleibt im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030. Foto: Siegfried Farkas
Der Bundestag hat in Berlin den Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen. B 286 neu und Ortsumgehung Nüdlingen bleiben demnach im vordringlichen Bedarf. Die Parlamentarier haben die bereits im Frühjahr im Entwurf so vorgenommene Einordnung der beiden Projekte aus dem Bad Kissinger Umkreis bestätigt.
In den Informationen des Verkehrsministeriums zum Bundesverkehrswegeplan wird zur Begründung der Einstufung im Falle der B 286 neu in den vordringlichen Bedarf auf die Notwendigkeit aus Sicht des Landes verwiesen.
Das Projekt habe demnach "hohe städtebauliche Bedeutung". Es leiste "einen Beitrag zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit".
Durch die B 286 neu seien nicht nur Schweinfurt und die A 71 von Bad Kissingen aus besser erreichbar, der Neubau beseitige auch erhebliche Mängel in der Linienführung, die als Unfallhäufungsstrecke erfasst sei.


Auflassung der alten Trasse

Darüber hinaus wird hoher Durchgangsverkehr in Arnshausen und Oerlenbach angeführt. Ein Neubau verbessere auch den Grundwasserschutz, wenn die bestehende Trasse durch die Schutzzone II des Wasserschutzgebiets Arnshausen aufgelassen werde. Schadstoffbelastungen für Anwohner in Ortsdurchfahrten würden beseitigt und die Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld verbessert.
Bei den Gesamtprojektkosten ist in dem Papier von 25,4 Millionen Euro ohne Planungskosten die Rede. Diese Angabe ist bezogen auf den Preisstand von 2014. Die ebenfalls untersuchten Alternativen seien verworfen worden.


Städtebauliche Bedeutung

Im Falle des Projekts B 287 Ortsumgehung von Nüdlingen werden die Bruttokosten ohne Planungskosten ebenfalls auf Basis des Preisstands 2014 mit 11,1 Millionen Euro angegeben. Als Begründung für die Einstufung in den vordringlichen Bedarf wird hier auf ein "vergleichsweise hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis" und auf hohe städtebauliche Bedeutung hingewiesen.


Entlastung der Ortsdurchfahrt

Was die Notwendigkeit der Einordnung in den vordringlichen Bedarf angeht, verweist das Papier unter anderem auf die Einschätzung des Landes, dass die bestehende B 287 dem Anspruch, dem weiträumigen Verkehr zu dienen und die Ortsdurchfahrt vom hohen Schwerverkehr zu entlasten nicht gerecht werde. Die Belastung sei überdurchschnittlich hoch.
72 Prozent des Verkehrs in der Ortsdurchfahrt könnten auf die Umgehung verlagert werden. Dazu kämen erhebliche Mängel in der bestehenden Linienführung und die Chance, die Verkehrssicherheit durch den Neubau erheblich zu verbessern.
Grundsätzlich seien zwar eine Nord- und eine Südumfahrung denkbar. Die Südvariante habe aber Nachteile und scheide aus. Siegfried Farkas
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