Weltenbummler, Abenteurer, Erlebnisurlauber und Geländewagenfans sind die Zielgruppe der Offroad-Messe "Abenteuer & Allrad" in Bad Kissingen (15. bis 18. Juni 2017). Mehr als 250 internationale Aussteller sind am Start. Mehr als 50.000 Besucher werden an den vier Tagen erwartet.

Lange galt die Abenteuer & Allrad als Europas größte Fachmesse ihrer Art. Seit 2016 beansprucht die Firma pro-log für ihr Event sogar so etwas wie den Weltmeister-Titel. Denn vergleichbare Off-Road-Veranstaltungen gibt es auf dem Globus nicht, wie das Veranstaltungsteam recherchierte.

250 Aussteller aus aller Herren Länder werden auf 110.000 Quadratmetern also auch heuer wieder mit den Innovationen der Allrad-Szene aufwarten. 2017 findet die Messe bereits zum 19. Mal statt. Das pro-log-Team hat freilich Routine. Dennoch wurde es 14 Tage vor Ausstellungsbeginn dann doch plötzlich hektisch, schildert Pressesprecher Thomas Schmitt die jüngsten ereignisreichen Tage.


Die neusten Trends der Off-Road-Szene

Plötzlich entstehe dann oft um Kleinigkeiten eine große Aufregung. Schmitt muss schmunzeln: "Zum Glück wissen wir aus Erfahrung, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst."

Wenn die ersten Allrad-Fans dann am Fronleichnamstag an der Kasse ihre Tickets lösen, steht auf dem Gelände sicher schon alles bereit. Neben kleinen und großen Off-Road-Fahrzeugen, finden Besucher Quads, die neusten Crossbuggys und ATVs. Immer mehr im Kommen sind die kleinen Reisemobile, die mittleren Caravans und großen Expeditionsfahrzeuge - Aufbauten aller Größe und Raffinessen natürlich inbegriffen.

"Wir haben festgestellt, dass sowohl bei den Besuchern als auch bei den Ausstellern der Umweltgedanke eine immer größere Rolle spielt", sagte Thomas Schmitt. Alles werde individueller und umweltbewusster. So gebe es sogar bei den Offroad-Fahrzeugen heuer einen Stand, der die Elektromobilität in dem Bereich beleuchtet.

Gleichzeitig werde das Thema "unabhängig Urlaub machen" wichtiger. Während früher ein Wohnwagen gekauft wurde, und dieser ewig lange fuhr, ist heute die Nachfrage nach Reisemobilen ungebrochen, sagt Schmitt. "Unabhängig sein, ist topmodern." Diesem Lebensgefühl entsprechend kommt auch das dazu gehörige Equipment und Zubehör auf den Markt. Man kommt heutzutage im Reisemobil zum Beispiel weitgehend ohne Strom aus, wenn ein Solarpanel dem Dach ist, erklärt der Pressesprecher einen neuen Trend.


Dass die Reisemobil-Branche boomt, kann auch auf der großen Camp Area unten an der Saale beobachtet werden. 2016 zählten die Veranstalter rund 2500 Fahrzeuge - laut Schmitt mehr als je zuvor. Inzwischen kommt das Areal bei Arnshausen langsam an die Grenzen, sagt Schmitt: "Wir sind bereits dabei, uns nach Alternativen umzusehen." Doch gut Ding will Weile haben. 2017 bleibt erst mal alles beim Alten. Sehen, staunen, kaufen wollen die einen. Mitmachen, etwas erleben und das Abenteuer spüren wollen die anderen.

Und so ist die Fachmesse auch ein Betätigungsfeld für Aktive. Auf den verschiedenen Gelände-Parcours können Besucher sich mal selbst hinters Steuer eines Off-Road-Boliden setzen oder mal mit einem anderen Rallye-Fahrzeug über die Buckelpiste brettern.


Freiträumer unter sich

"Faszination. Abenteuer. Reise" ist die Vortragsreihe überschrieben, bei der Globetrotter Mario Goldstein dabei ist. Er durchquerte Kanada sowie Alaska und war sieben Jahre lang auf einem Katamaran in den Weltmeeren unterwegs. 2017 will er bei der Fachmesse den Messebesuchern einen Querschnitt seiner "Freiträumerei" geben.

Weltenwanderer Gregor Sieböck folgte eines Morgens seiner Sehnsucht und startete im heimischen Bad Ischl mit dem Ziel, das weit entfernte Japan zu erreichen.


Vom "Abenteuer Transafrika" berichten Thomas Rahn und Sabine Hoppe. Es ist erstaunlich, zu hören und auf den Bildern zu sehen, wie die Beiden mit einem zum Expeditionsmobil umgebauten Mercedes-Benz LA 911 B nicht nur die Welt umrundet, sondern auch den afrikanischen Kontinent durchquert haben. Isolde Krapf