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Nüdlingen: Höfler fordert Hofmann heraus

Christian Höfler tritt zum zweiten Mal für den Bürgerblock als Bürgermeisterkandidat an. Bislang ist er der einzige Herausforderer für Amtsinhaber Harald Hofmann. Die SPD wird dieses Mal keinen eigenen Kandidaten nominieren.
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Christian Höfler tritt für den Bürgerblock  erneut als Bürgermeisterkandidat an. Florian Wilm
Christian Höfler tritt für den Bürgerblock erneut als Bürgermeisterkandidat an. Florian Wilm

Christian Höfler tritt erneut als Kandidat für das Bürgermeisteramt an. Das teilte die Wählergemeinschaft Bürgerblock Nüdlingen gestern in einer Pressemitteilung mit. Höfler habe sich in einer Vorstandssitzung bereiterklärt, zu kandidieren. Der Vorstand stehe geschlossen hinter Höfler und werde ihn der Nominierungsversammlung empfehlen.

Der 47-Jährige engagiert sich seit knapp 12 Jahren als Gemeinderat. Aktuell ist er Fraktionssprecher und Vorsitzender des Bürgerblocks, Aufsichtsrat in der Nüdlinger Energie-Genossenschaft und Mitglied des Pfarrgemeinderates sowie er Kirchenverwaltung. Beruflich arbeitet Höfler als technischer Beamter beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Bad Kissingen. Er ist verheiratet und hat einen Sohn. Er trat bereits bei der Kommunalwahl 2014 als Bürgermeisterkandidat an und erreichte dabei rund ein Drittel der Stimmen. Nun möchte er das zweite Mal gegen Harald Hofmann (CSU) antreten, der 2014 zum ersten Mal ins Rathaus gewählt wurde.

Verkehrslösung für alle

Er hoffe auf einen fairen Wahlkampf. Der Bürgerblock stehe für die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen bereit. "Mein Entschluss, noch einmal zu kandidieren, steht eigentlich schon länger fest", sagt Höfler auf Nachfrage. Ihn bestärkt das gute Ergebnis bei der vergangenen Wahl, bei der CSU-Kandidat Hofmann mit 53 Prozent nur knapp um eine Stichwahl herumgekommen ist. Außerdem sei ein spürbarer Drang bei den Bürgern nach einem Wechsel im Rathaus zu bemerken. Höfler wirft Amtsinhaber Hofmann vor, dass Nüdlingen in der laufenden Wahlperiode kaum vorangekommen ist. "Viele Dinge werden scheinbar ausgesessen oder nicht konsequent genug vorangetrieben. Man konnte zwar einen Teil der wichtigen Themen auf den Tagesordnungen finden, an konsequenter Umsetzung und abgeschlossenen Projekten mangelt es jedoch", kritisiert er. Hofmann verwalte den Status Quo.

Höfler nennt als wichtige Ziele eine Ortskernrevitalisierung mit Erstellung eines Dorfentwicklungsplans, die Errichtung einer Seniorenwohnanlage, die Sicherung der ärztlichen Versorgung im Dorf, den Ausbau der kommunalen Energieversorgung, die Förderung der Jugendarbeit sowie den Neubau beziehungsweise die Generalsanierung der Nüdlinger Schule. Besonderes Anliegen ist auch die Ortsumgehung. Nüdlingen brauche eine Verkehrsentlastung, die alle Bürger mittragen können. Hier müsse auch die Kommunikation zwischen Verwaltung, Gemeinderat und Bürgern verbessert werden. "Bei den Entscheidungen zum Thema Umgehungsstraße sind tiefe Gräben im Dorf entstanden", sagt Höfler, und: "Das größte Versäumnis war, dass seitens der Gemeinde keine Bürgerworkshops stattgefunden haben und die Bürger mit dem Problem jedoch alleine gelassen werden."

Ein Termin, an dem der Bürgerblock seine Kandidaten für den Gemeinderat und Höfler für das Bürgermeisteramt offiziell nominiert, gibt es noch nicht. Laut Höfler wird die Versammlung Ende November oder Anfang Dezember stattfinden. Weitere interne Bewerber um den Posten als Bürgermeisterkandidaten gebe es nicht.

Duell ums Rathaus

Bei dem Rennen um den Chefsessel im Rathaus scheint es auf ein Duell zwischen Hofmann und Höfler hinauszulaufen. Hofmann hatte bereits zu Beginn des Jahres angekündigt, sich zur Wiederwahl zu stellen. Das bekräftigte er gestern auf Nachfrage noch einmal. Offiziell nominiert ist er noch nicht. Die Nominierungsversammlung der CSU ist für den 22. November geplant.

Die SPD wird hingegen keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen. "Wir haben keinen Kandidaten gefunden", erklärt Karen Pohle, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins. Am 27. November werde die Nüdlinger SPD aber ihre Kandidaten für die Gemeinderatsliste aufstellen.

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