Nüdlingen
Versammlung

Nicht so ganz zufrieden

Die Raiffeisenbank Nüdlingen-Hausen-Kleinbrach stellte das Betriebsergebnis vor. Zahlreiche Mitglieder konnten für 50-jährige Treue geehrt werden. Im Aufsichtsrat rückt Bastian Gmelin für Lothar Jörger nach.
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Christiane Bötsch (von links) sowie Jürgen Wagenpfahl und Wolfgang Menninger (2. von rechts) ehrten für 50 Jahre Mitgliedschaft Adolf Hammelmann, Franz Schäfer, Herbert Hehn, und Alois Troppmann.
Christiane Bötsch (von links) sowie Jürgen Wagenpfahl und Wolfgang Menninger (2. von rechts) ehrten für 50 Jahre Mitgliedschaft Adolf Hammelmann, Franz Schäfer, Herbert Hehn, und Alois Troppmann.
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Bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Nüdlingen-Hausen-Kleinbrach im Pfarrsaal wurde den 87 Anwesenden und vier Gästen deutlich, dass Führung und Aufsichtsrat der Bank mit dem Betriebsergebnis für 2018 nicht ganz zufrieden sind. "Die Bilanzsumme hat einen Wert von 97 683 168 Euro erreicht", sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Menninger in seinem Bericht über das vergangene Geschäftsjahr. Angesichts der Niedrigzinsphase setzte die Geschäftsleitung vermehrt auf ein außerbilanzielles Geschäft, erläuterte Menninger. Das Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern, Bausparkasse Schwäbisch Hall, Allianz-Versicherung, Union Investmentgesellschaft und DZ Privatbank gewinne immer mehr an Bedeutung.

Das gesamte betreute Kundenvolumen, so Vorstand Wolfgang Menninger, betrage 194 Millionen Euro. Aber noch bedeutender sei die Ertragslage. Hier sei man im Jahr 2018 nicht ganz zufrieden gewesen.

Auf der Aktivseite wurde ein Bestand von 5 356 773 Euro an liquiden Mitteln ausgewiesen. Menninger wies darauf hin, dass es derzeit sehr schwer sei, attraktive Anlagemöglichkeiten zu finden. Befristete Gelder bei Kreditinstituten machten 653 544 773 Euro aus.

Das Buchkreditvolumen (die bilanzwirksamen Kundenkredite) betrage zum 31.12.2018 50 581 976 Euro. Dazu kämen noch die Avalkredite, deren Gesamtbestand 13,4 Millionen Euro betrage. Es ergebe sich ein Nettokreditvolumen von 63,8 Millionen Euro, was ein überdurchschnittlicher Wert sei. Das Kreditgeschäft bleibe ein Schwerpunkt der Geschäftspolitik. Die Wertpapiere, die bei Bedarf als weitere Liquiditätsreserve zur Verfügung stehen, machten 37 760 488 Euro aus. Das Anlagevermögen der Bank liege zum 31.12.2018 bei 1 074896.

Verbindlichkeiten gegenüber Banken waren mit einem Wert von 6 913 012 Euro ausgewiesen. Als größten Posten auf der Passivseite nannte Menninger die Kundeneinlagen. Die Spareinlagen hatten ein Volumen von 32 853 817 Euro, die Sichteinlagen machten den Betrag von 40 362 551 Euro aus und die Termineinlagen stiegen im Geschäftsjahr auf 6 115 377 Euro an. An Eigenkapital stünden insgesamt 10 707 469 Euro zur Verfügung.

Die bilanziellen Eigenmittel beliefen sich auf 10,90 Prozent der Bilanzsumme. Damit liege die Raiba weiterhin über dem Durchschnitt aller bayerischen Genossenschaftsbanken. Im Eigenkapital seien auch die Geschäftsguthaben über 1 024 165 Euro enthalten. Vorstandsvorsitzender Menninger schlug vor, auf die Geschäftsguthaben eine Dividende von 3,5 Prozent zu zahlen.

Größter Kostenblock: Personal

Der Zinsüberschuss belaufe sich auf 2 000 065 Euro. Die Personalaufwendungen als größter Kostenblock beziffere Menninger mit 1 489 913 Euro. An Sachkosten wird der Betrag von 651 914 Euro ausgewiesen. Als sonstige betriebliche Aufwendungen wurden 92 823 Euro genannt.

Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit sei 210 148 Euro. Die Steuerlast betrage 27 526 Euro. Aus dem Bilanzgewinn von 142 622 Euro soll eine Dividende von 3,5 Prozent gezahlt werden. Der Rest des Bilanzgewinns soll der gesetzlichen und der anderen Ergebnisrücklage zugeführt werden. Auf Vorschlag des Vorstands, den die Versammlung einstimmig billigte, wurde dies einstimmig beschlossen.

Wolfgang Menninger dankte den hochmotivierten Mitarbeitern, seinem Vorstandskollegen Bernd Reuter (bis 31.12.2018), dem nachgerückten Vorstandsmitglied Jürgen Wagenpfahl sowie den Mitgliedern des Aufsichtsrates.

Seinen Überwachungsaufgaben sei der Aufsichtsrat ordnungsgemäß nachgekommen, betonte Christiane Bötsch als Vorsitzende des Aufsichtsrats. Die Ertragslage sei durch Wertberichtigungen rückläufig, die Vermögenslage sei angemessen.

Christiane Bötsch wurde einstimmig in den Aufsichtsrat wiedergewählt.

Ihr Kollege Lothar Jörger verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Einstimmig gewählt wurde dann Bastian Gmelin. Mit vielen ehrenden Worten wurde Lothar Jörger für seine 18-jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat verabschiedet.

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