Bad Kissingen
Neuwahlen

Neuer Vorsitzender für die Tafel

Nachdem die bisherige Vorsitzende Marina Wiesend nicht mehr kandidieren wollte, fand sich nun mit Wolfgang Speyer ein Nachfolger.
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Marina Wiesend übergab ihr Amt an Wolfgang Speyer.  Foto: Klaus Werner
Marina Wiesend übergab ihr Amt an Wolfgang Speyer. Foto: Klaus Werner
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Aller guten Dinge sind Drei, sagt der Volksmund und hat meistens recht damit. Auch für die Tafel Bad Kissingen trifft dies zu, denn beim dritten Anlauf wurde mit Wolfgang Speyer ein neuer Vorsitzender gewählt.

Eine zweite außerordentliche Mitgliederversammlung war notwendig, damit die Tafel Bad Kissingen das 14. Jahr ihres Bestehens mit einem neuen 1. Vorsitzenden das Jahr noch gut abschließen kann. Marina Wiesend, die bereits in der ordentlichen Mitgliederversammlung ihren Posten als 1. Vorsitzende zur Verfügung gestellt hatte, begrüßte im Mehrgenerationenhaus als "kommissarische Vorsitzende" die 32 Mitglieder zum einzigen Tagesordnungspunkt: Neuwahl der/des 1. Vorsitzenden. Bevor es jedoch soweit war, berichtete sie von zwei Erlebnissen, die das hohe Ansehen des Tafel-Gedankens belegen. Einerseits zeigte der Weihnachtsbrunch im Kurgarten-Café mit vielen Überraschungen, dass "Bad Kissingen sich großzügig zeigt, wenn die Tafel wegen Spenden anruft", andererseits eine Interviewanfrage hiesiger Medien, in der es um die Spendenbereitschaft in der Region geht und die "Kissinger Tafel als angesehener Verein davon profitiert". Dieses Ansehen komme nicht von ungefähr, "sondern ist ein Verdienst von euch allen, weil ihr den Tafel-Gedanken positiv nach außen vertretet".

Oberbürgermeister Kay Blankenburg war als Gründungsmitglied anwesend und bestätigte in seinem Grußwort die hohe Wertschätzung für den Verein und die Tafel-Idee: "Hinter der Tafel stehen Menschen, die man kennt und denen man vertraut." Er bedankte sich bei Marina Wiesend für ihr Engagement in den letzten zwölf Jahren als Kassiererin und Vorsitzende und bekräftigte, dass das Tafel-Ehrenamt "keine Charity-Veranstaltung ist, sondern harte Arbeit".

Nachdem bei der ordentlichen Mitgliederversammlung alle Positionen des Vorstandes besetzt worden waren, stand nur das Amt der/des 1. Vorsitzenden zur Wahl. Vorgeschlagen wurde Wolfgang Speyer, der per Akklamation mit überzeugender Mehrheit gewählt wurde. Der 65-Jährige Kissinger übernimmt das Amt für die nächsten zwei Jahre.

In seinen an- und abschließenden Worten bat Speyer die ideellen und tatkräftigen Helfer um Unterstützung, damit die Tafel ihren guten Ruf bewahre. Er bat um Offenheit, denn nur so könne er offene und ehrliche Antworten geben, wobei ihm klar sei, dass er einen funktionierenden Verein übernehme, "bei dem man das Rad nicht neu erfinden muss".

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