Lauter bei Bad Kissingen

Neue Köpfe bei der Feuerwehr Lauter

Der alte Kommandant Matthias Nürnberger hörte auf - sein Nachfolger ist sein Vize Daniel Lang.
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Als letzte Amtshandlung verabschiedete (Noch-) Kommandant Matthias Nürnberger Reinhard Metz nach über 40 Jahren in den Feuerwehrruhestand. Auf unserem Foto von links: Reinhard Metz und Matthias Nürnberger, dazwischen im Hintergrund der Nachfolger von Matthias Nürnberger, der neu gewählte Kommandant Daniel Lang.
Als letzte Amtshandlung verabschiedete (Noch-) Kommandant Matthias Nürnberger Reinhard Metz nach über 40 Jahren in den Feuerwehrruhestand. Auf unserem Foto von links: Reinhard Metz und Matthias Nürnberger, dazwischen im Hintergrund der Nachfolger von Matthias Nürnberger, der neu gewählte Kommandant Daniel Lang.
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Die Neuwahlen des gesamten Vorstands waren das beherrschende Thema der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lauter. Bereits im Vorfeld hatte Kommandant Matthias Nürnberger verkündet, dass er nun als neu gewähltes Gemeinderatsmitglied nach zwölfjähriger Amtszeit seinen Posten als Feuerwehrkommandant niederlegt. Ganz wird er aber weder Feuerwehr noch die Lauterer Feuerwehrführung nicht verlassen, als Vereinsringdelegierter wurde er vorgeschlagen und nach diesen Posten dann auch an. Als neuer Kommandant wurde sein bisheriger Vize, Daniel Lang, einstimmig von den Aktiven gewählt.

Neu in die Führungsriege wurde Steffen Wolf als 2. Kommandant gewählt und neu ist auch Susanne Wagner, die in Zukunft das Amt der Kassiererin bekleidet. Thomas Nürnberger und Egon Gessner fungieren weiterhin als Erster, bzw. Zweiter Vorsitzender und auch das Amt der Schriftführerin blieb mit Alexandra Roth in bewährten Händen.

Bevor Matthias Nürnberger sein Amt übergab, ging er noch kurz auf die drei Alarmeinsätze des zurückliegenden Jahres ein. So wurde die Wehr Ende Januar zu einem Wohnhausbrand nach Waldfenster alarmiert, sowie zu zwei technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen. Während die Unfallstelle am Lauterer Kreisel noch leicht zu finden war, sei es beim zweiten Unfall schon sehr schwierig gewesen, da die Unfallstelle "Frauenroth" nicht korrekt übermittelt wurde.

An weiteren Einsätzen erwähnte er zwei Absicherungen beim Faschings- bzw. Martinsumzug sowie eine Schulung und eine Räumungsübung im Kindergarten. Dies waren aber bei weitem nicht die einzigen Übungen: Angesetzt waren diverse Übungen für die insgesamt sechs Löschgruppen, die Jugendgruppe und die 14-köpfige Atemschutzgruppe, deren Leiter Richard Weigand er zudem verabschiedete.

Während Weigand als Gruppenführer weiterhin aktiv bleibt, wurde Reinhard Metz endgültig in die "Feuerwehrrente" verabschiedet. Metz, der seit 1972 bei der Feuerwehr war, wurde vor genau 40 Jahren zum Löschmeister befördert und hat vier Jahrzehnte lang nicht nur den Vorstand tatkräftig unterstützt, sondern war als Gruppenführer tätig. "Nicht zu vergessen auch sein Einsatz beim Neubau des Feuerwehrhauses, so war er zudem für die letzten 24 Jahre zuständig für den Blumenschmuck am Gerätehaus und hat sich auch immer um das Fischefüttern gekümmert", so der scheidende Kommandant.

Was genau das mit dem "Fischefüttern" auf sich hat, kam in dem Bericht von Kassier Alexander Geisel und Vorsitzendem Thomas Nürnberger zur Sprache: Die Freiwillige Feuerwehr Lauter pflegt und hegt den neben dem Gerätehaus liegenden Feuerlöschteich, in den auch Speisefische eingesetzt sind. Rund 1000 Euro Gewinn erbringt das jährliche Fischfest/Fischessen nach Abzug der Futterkosten für die Vereinskasse. Weit mehr Gewinn brachte das 2019 veranstaltete Gründungsfest zum 140-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Lauter. "Es hätte noch besser sein können, aber leider war der erste Tag wetterbedingt alles andere als gut", so einer der Jugendlichen, der das Stiftungsfest aus seiner Sicht erläuterte.

Aktuell hat die Lauterer Wehr 138 Mitglieder, davon sind 48 volljährige Mitglieder und zehn Jugendliche unter 18 Jahren. 3. Bürgermeister Egon Keßler stellte daraufhin fest, dass "in Lauter feuerwehrtechnisch alles in Ordnung sei, statt der geforderten 12 seien sogar 14 Atemschutzträger vorhanden und, die Feuerwehr sei ein wichtiger Kulturträger im Sinn der Dorfgemeinschaft". Ronald Geis, der als Kreisbrandinspektor die Grüße der Landkreisfeuerwehrführung überbrachte, dankte sowohl den ausgeschiedenen Kameraden, wie auch den Neugewählten, erinnerte aber gleichzeitig daran, dass etliche Feuerwehren im Landkreis wegen Mitgliedermangel und auch weil viele Aktive auswärts arbeiten würden, keine Tageseinsatzbereitschaft mehr leisten könnten.

Der neue Kommandant, Daniel Lang, betonte in seinem Schlussworten, dass man "der hohen Erwartung bei Einsätzen an 365 Tagen im Jahr gerecht werden wolle". Umfangreiche Ausrüstung und viele Übungen würden dazu verhelfen. Zudem werde jetzt angeboten, den Feuerwehrführerschein zu erlangen und auch über 65-jährige können nach Rücksprache mit der Gemeinde gewisse Aufgaben innerhalb der Wehr übernehmen.

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