Bad Kissingen
Hospiz

Neue Hospizbegleiterinnen für Stadt und Landkreis Bad Kissingen

Die neu ausgebildeten Frauen begleiten ab sofort Schwerstkranke und Sterbende wie ihre Angehörigen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und zu Hause.
Artikel drucken Artikel einbetten
Michaela Kaiser (Kursleiterin und Koordinatorin) mit (von links) Sonja Jacques, Ilse Pätzold, Rosi Bollwein, Irmgard Wade, Pfarrerin Christel Mebert (Vorsitzende), Svenja Hollmeyer, Stefanie Heer, Simone Schubert und Rita Hillenbrand (Koordinatorin).Sabrina Kaiser
Michaela Kaiser (Kursleiterin und Koordinatorin) mit (von links) Sonja Jacques, Ilse Pätzold, Rosi Bollwein, Irmgard Wade, Pfarrerin Christel Mebert (Vorsitzende), Svenja Hollmeyer, Stefanie Heer, Simone Schubert und Rita Hillenbrand (Koordinatorin).Sabrina Kaiser

Acht Frauen haben jetzt ihre Ausbildung zur Hospizbegleiterin beendet. Der Kurs, de sechs Monate dauert, war vom Hospizverein Bad Kissingen organisiert worden und vermittelte theoretisches Fachwissen zu Themen wie Palliativmedizin, Trauer, Gesprächsführung, Wahrnehmung des eigenen Umgangs mit dem Sterben, Verlust und Trauer.

Wertvolle Erfahrungen sammelten die Teilnehmer bei einem Praktikum in einem Pflegeheim. Aber nicht nur die Vermittlung faktischen Wissens war den Referenten und der Kursleiterin wichtig, sondern ebenso das Bewusstsein bei den Teilnehmern dafür zu schärfen, dass bei der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen es außerordentlich wichtig ist, sich selbst zurückzunehmen, um den Wünschen und Vorstellungen des Anderen Raum und Zeit zu geben.

Offen sein für die Bedürfnisse und Wünsche des Kranken, seine Ängste und Sorgen ernst zu nehmen und ihn wertzuschätzen, sind Handlungsmaßstab und Orientierung des Begleiters, heißt es in einer Pressemeldung des Hospizvereins. Die Hospizidee basiere auf einer Ethik, die die Würde des Menschen unabhängig von seiner Konfession und Ideologie in den Mittelpunkt stellt. Außerdem gehe es darum, das Sterben als Teil des Lebens zu akzeptieren. Dabei dürfe der Hospizbegleiter seine eigene Grenzen nicht aus dem Blick verlieren. In Supervisionen und Einzelgesprächen konnten die Kursteilnehmer mit erfahrenen Psychologinnen und Seelsorgern darüber sprechen.

Die neuen ausgebildeten Hospizhelferinnen begleiten nun Schwerstkranke und Sterbende und ihre Angehörigen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen sowie zu Hause in der Stadt und dem Landkreis Bad Kissingen. Dabei werden sie von professionellen Koordinatorinnen unterstützt und beraten.

In diesem Jahr findet ein weiterer Kurs statt. Weitere Informationen darüber sind im Hospizbüro erhältlich.

Fragen zum Ambulanten Hospizdienst Bad Kissingen oder zur Arbeit des Vereins gibt es im Büro des Hospizvereins, Kapellenpfad 3, Tel.: 0971/78 58 856, und (mobil): 0151/22 584 920). Ansprechpartnerinnen sind die Koordinatorinnen Michaela Kaiser und Rita Hillenbrand.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren