Oerlenbach
Planung

Neue Bauplätze in Eltingshausen

Die Gemeinde Oerlenbach möchte mit einem gemeindlichen Wohnbaugebiet die örtliche Nachfrage an Baugrundstücken decken.
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Bis zum Bebauungsplan "Thüringer Straße" erstreckt sich das geplante Baugebiet in Eltingshausen. Foto: Anna Wentrock
Bis zum Bebauungsplan "Thüringer Straße" erstreckt sich das geplante Baugebiet in Eltingshausen. Foto: Anna Wentrock

Im Gemeindebereich Oerlenbach herrscht seit geraumer Zeit dringender Bedarf an Wohnbauflächen. Kurz- oder mittelfristig nutzbare Potenziale für eine Innenentwicklung, Nachverdichtung oder die Wiedernutzbarmachung von Flächen stehen in der Gemeinde nicht zur Verfügung.

Deshalb plant die Gemeinde im Gemeindeteil Eltingshausen die Ausweisung eines neuen Wohnbaugebietes. Hierfür muss jedoch erst ein Bebauungsplan aufgestellt werden, der Thema in der jüngsten Sitzung des Oerlenbacher Gemeinderates war. Die künftige Baufläche erstreckt sich kleinflächig bis in den räumlich festgesetzten Geltungsbereich des angrenzenden Bebauungsplanes "Thüringer Straße", weshalb für diesen im Zusammenhang mit der geplanten Bebauungsplanaufstellung gleichzeitig die 2. Änderung erforderlich ist.

Der Standort befindet sich am südöstlichen Ortsrand, im unmittelbaren Anschluss an das Baugebiet "Thüringer Straße", bei dessen Erschließung bereits zwei Straßenstiche für eine Baulanderweiterung vorgehalten und auch baulich vorbereitet wurden. Vorgesehen ist die Entwicklung eines Wohngebietes mit hoher Aufenthaltsqualität.

Das geplante Baugebiet grenzt an den bisherigen Siedlungsrand, ist ca. 3,25 Hektar groß und wird bisher landwirtschaftlich genutzt. Für den Standort eines Regenrückhaltebeckens wird zusätzlich ein etwa 40 Meter südlich gelegenes gemeindliches Wiesengrundstück mit einer Fläche von ca. 0,32 Hektar einbezogen.

Die Bauleitplanung erfolgt im beschleunigten Verfahren, Umweltbericht und -prüfung sind daher nicht nötig, und auch Eingriffe, die auf Grund der Aufstellung des Bebauungsplans zu erwarten sind, gelten als bereits erfolgt oder zulässig. Mit der Ausarbeitung der Bebauungsplanunterlagen und der Durchführung des Bauleitplanverfahrens wurde das Planungsbüro für Bauwesen, Bautechnik-Kirchner (Oerlenbach) beauftragt.

Der beantragte Abbruch von drei Nebengebäuden und der Teilabbruch eines landwirtschaftlichen Nebengebäudes in der Gemarkung Ebenhausen wurden vom Gemeinderat genehmigt. Für die Errichtung eines Wohnhauses mit Doppelgarage in Eltingshausen wurden die Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes hinsichtlich der Dachform, der Dachneigung, der Geschossigkeit und der Traufhöhe in Aussicht gestellt.

Nur noch wenige weiße Flecken

Die Gemeinde Oerlenbach hat am 15. Mai dieses Jahres das sogenannte Markterkundungsverfahren im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (BbR) eingeleitet. Dieses Markterkundungsverfahren hat bewirkt, dass die Deutsche Telekom sich bereiterklärt, einen eigenwirtschaftlichen Ausbau in Ebenhausen und für einen Kabelverzweiger in Eltingshausen vorzunehmen.

Im Zuge dessen werden die einzelnen Kabelverzweiger in Ebenhausen mit Glasfaserkabel von Poppenhausen kommend angeschlossen. Dadurch können, neben TKN, auch durch die Deutsche Telekom größtenteils Übertragungsraten von mehr als 30 Mbit/s angeboten werden. Lediglich in einzelnen Bereichen sind über die Deutsche Telekom nur 20 bis 25 Mbit möglich.

Als "weiße Flecken" verbleiben nur der Altenfelderhof, das Regenrückhaltebecken in Oerlenbach und das Umspannwerk in Eltingshausen (zwei bis 16 Mbit). Aufgrund der Initiative der Telekom beschloss der Gemeinderat, das aktuelle Breitbandförderverfahren einzustellen.

Nach Inspektionen der Straßenbeleuchtungsanlage hat das Bayernwerk in der Jahnstraße in Ebenhausen den Austausch von drei schadhaften Brennstellen empfohlen. Der Gemeinderat stimmte dem Angebot in Höhe von 7168 Euro zu. Wie bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag 2017 wird den Mitgliedern der Wahlvorstände für den Wahltag ein Erfrischungsgeld von je 35 Euro für den Vorsitzenden und je 25 Euro für die übrigen Mitglieder gewährt. red

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