Bad Kissingen

Nebel trübte Blick auf Feuerwerk

Von den Silvesterraketen war diesmal am Himmel über Bad Kissingen nicht viel zu sehen. Gefeiert wurde trotzdem.
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Hochfliegende Raketen färbten den Nebel bunt, doch vom Feuerwerk war wenig zu sehen. Fotos: Peter Rauch
Hochfliegende Raketen färbten den Nebel bunt, doch vom Feuerwerk war wenig zu sehen. Fotos: Peter Rauch
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"30, 40 und teilweise 50 Meter Höhe erreichen unsere Silvesterraketen" so stand es auf vielen Verpackungen und "je höher desto besser" dachten sich auch etliche Käufer und wurden zum Teil bitter enttäuscht: Zwar erreichten die bunt schillernden und in allen Farben leuchtenden Kugeln ihre angegebene Flughöhe - aber, je höher sie flogen, desto weniger sah man von ihnen. Zumindest in und um Bad Kissingen hing exakt um Mitternacht dichter Nebel über der Stadt.
Ein Blick von den umliegenden Bergen auf den Kissinger Talkessel ließ nur weiße Suppe erkennen, wo sonst Straßenbeleuchtung und sogar das Farbenspiel der Verkehrsampeln aus weiter Ferne sichtbar waren, war diesmal alles Grau in Grau gehüllt.
"Glück" hatte, wer bei der Böllerei nicht so tief in die Tasche gegriffen hatte, nicht die am höchsten steigenden Leuchtraketen gekauft hatte, sondern sich mehr auf ein "Bodenfeuerwerk" verlassen hatte. Je niedriger die Leuchtkörper flogen, desto besser waren sie an diesem Silvestertag 2015 zu sehen.
Einen schönen Mix aus Boden- und Hochfeuerwerk bot auch in diesem Jahr wieder die KissSalis-Therme. Wobei auch hier die höchsten Raketen buchstäblich im Nebel verpufften und ihn nur für Sekunden Rot, Grün oder Blau einfärbten, so dass die "AAA's und OOOh's" diesmal etwas verhaltener waren. Inzwischen kommen nicht nur Badegäste an diesem Abend zur Silvesterparty in die Therme, sondern das gut viertelstündige Feuerwerk lockt immer mehr Garitzer und natürlich auch Kissinger vor die Türen von KissSalis wo unsere Fotos entstanden.


Polizei musste ausrücken

Mehrere Einsätze hatten die Polizeibeamten der Polizeiinspektion Bad Kissingen in der Silvesternacht.
Etwa um 21 Uhr teilte ein Anrufer aus Nüdlingen mit, dass eine Gruppe Jugendlicher mit Feuerwerkskörpern unterwegs sei. Bei der Kontrolle eines 17-Jährigen wurden dann tatsächlich Böller gefunden, deren Besitz nur Personen über 18 Jahren erlaubt ist.
Außerdem wurden die Beamten zu mehreren Alarmen durch Einbruchmelde- bzw. Brandmeldeanlagen gerufen, sowie zu einer verdächtigen Wahrnehmung in der Kurhausstraße von Bad Kissingen. Dort hantierte um 21 Uhr eine fremde Person an einer Hauseingangstüre, wie ein Anrufer der Polizei mitteilte. Es stellte sich aber heraus, dass es der Besitzer des Anwesens selbst war, der seine eigene Türe aufbrach, weil er sich offenbar ausgesperrt hatte.
Um kurz nach Mitternacht musste eine 15-Jährige erheblich betrunken ins Krankenhaus eingeliefert werden, die zuvor mit anderen Jugendlichen in einem Bad Bockleter Ortsteil Silvester gefeiert hatte. Gegen 1 Uhr wurde der Polizei eine betrunkene Frau gemeldet, die in einem Bad Kissinger Stadtteil mitten auf der Straße sitze und anscheinend orientierungslos sei. Die amtsbekannte Dame wurde nach Hause gebracht und Angehörigen übergeben.
Um etwa 2 Uhr wurde in der Pfalzstraße in Bad Kissingen bei einer leichten Rangelei ein Fahrzeug beschädigt. Ein Quad wurde versehentlich gegen ein anderes Auto geschoben. Es entstand leichter Sachschaden. Die Polizei wurde zur Klärung des Sachverhalts hinzugezogen.


Ruhiger Verlauf in der Region

Aus Sicht der Integrierte Leitstelle Schweinfurt ist die Silvesternacht in der Region Main-Rhön ruhig verlaufen. 185 Notrufe wurden bearbeitet, teilte das Rote Kreuz mit. Fünf Kleinbrände konnten von den Ortsfeuerwehren schnell gelöscht werden. Für den Rettungsdienst war das Einsatzaufkommen ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Circa 60 Einsätze des Rettungsdienstes standen im Zusammenhang mit den Silvesterfeiern. Die Leitstelle Schweinfurt war in der Silvesternacht mit der doppelten Personalstärke besetzt.

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