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Heckmühle
Umwelt

Naturbegeisterte junge Frau bekommt Forschungspreis

Philippa Breyer hat für ihre Masterarbeit den Forschungspreis einer Öko-Beratungsfirma aus der Schweiz bekommen. Ihre Naturverbundenheit bringt sie von zu Hause mit.
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Philippa Breyer mit einer Probe aus dem Feuerbach Fotos: Gerd Schaar
Philippa Breyer mit einer Probe aus dem Feuerbach Fotos: Gerd Schaar
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Philippa Breyer deutet auf das Gewässer, das durch das Anwesen von Gerhard Bornkessel fließt: "Schon von Kindesbeinen an bin ich unserem Feuerbach in Heckmühle nahe." Dort wuchs Breyer auf und interessierte sich stets für die Wasserqualität und die kleinen Bachbewohner, deren Anzahl Rückschlüsse auf das Wohlbefinden des Gewässers zulässt.
"Köcherfliegenlarven, Eintagsfliegen, Wasserschnecken, Steinfliegen und weitere Kleinlebewesen im Bach sind die Indikatoren", erklärt die Preisträgerin. Breyer lobt den heimischen Feuerbach, der bei Heckmühle in die Schondra fließt: "Das ist beste Qualität."
Für ihre Masterarbeit an der Universität Koblenz-Landau untersuchte sie den "Einfluss der Gewässerstrukturgüte von Fließgewässern auf die ökologische Qualität". Das Planungsbüro Hintermann und Weber mit Sitz in der Schweiz hat die Arbeit mit seinem Forschungspreis
prämiert.
Drei Jahre für den Bachelorstudiengang und danach zwei weitere Jahre für den Master hat Breyer für die Bio-Geowissenschaften und den Naturschutz investiert. Jetzt arbeitet sie für eine Zweigstelle des Frankfurter Senckenberg-Instituts in Gelnhausen an einem Forschungsauftrag zur Gewässerrenaturierung. "Ein interessanter Halbtagsjob im Öko-Büro. Lieber würde ich aber in meinem angestammten Landkreis Bad Kissingen arbeiten, wo ich schon als junger Mensch die Natur schätzen und lieben lernte", sagt Breyer. Damit legt sie ihre Heimatverbundenheit an den Tag.
Denn jahrelang habe sie in ihrer Freizeit mit dem früheren Kreisvorsitzenden des Bund Naturschutz, Ulf Zeidler, beim Amphibienschutz geholfen - zum Beispiel an den Waizenbacher Teichen oder an der Schondra. "Die Bedeutung der aktuellen EU-Wasserrahmen-Richtlinie gewinnt einen zunehmenden Stellenwert", blickt Breyer auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren zurück. Was von Außenstehenden vor etlichen Jahren noch belächelt worden sei, sei heute ein Stück ernst zu nehmende Lebensgrundlage geworden, wenn es um die intakte Natur und sauberes Trinkwasser geht.
Eine wichtige Erkenntnis aus Breyers Forschung zeigt, dass die Verbesserung der lokalen Güte für das gesamte Gewässer allein nicht mehr ausreicht. "Es muss großräumiger geplant werden", zieht die Forscherin ihr Fazit aus den Untersuchungen des Kleintiervorkommens. Breyer arbeitete so ähnlich wie die Schweizer, weshalb diese auf sie aufmerksam wurden.

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