Nüdlingen
Beschluss

Museumsgasthaus soll erhalten werden

Trotz des enormen Schadens im "Stern" in Nüdlingen will die Gemeinde das denkmalgeschützte Gebäude erhalten und sanieren.
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Der Gemeinderat Nüdlingen ließ sich von Bürgermeister Harald HOfmann den Wasserschaden im Museumsgasthaus Stern zeigen. Die Trocknungskosten betragen 20 000 Euro. Die Sanierung ca 60 000 Euro, wie in der anschließenden Sitzung deutlich wurde. Ewald Kiesel
Der Gemeinderat Nüdlingen ließ sich von Bürgermeister Harald HOfmann den Wasserschaden im Museumsgasthaus Stern zeigen. Die Trocknungskosten betragen 20 000 Euro. Die Sanierung ca 60 000 Euro, wie in der anschließenden Sitzung deutlich wurde. Ewald Kiesel
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Dem Museumsgasthaus "Zum Stern" sieht man von Außen nicht an was der Leitungswasserschaden im Innern angerichtet hat. Bürgermeister Harald Hofmann lud die Gemeinderäte vor der jüngsten Sitzung zu einer Ortsbesichtigung ein, um die Situation nach dem eingetretenen Wasserschaden vor Ort zu begutachten. Der beauftragte Architekt Andreas Halboth (Münnerstadt) erläuterte die notwendigen Schritte hinsichtlich einer Denkmal verträglichen Sanierung und erläuterte den Aufbau der Decke.

Der Lehm der Feldböden habe sich mit Wasser voll gesaugt und führte zur Schimmelbildung. Deshalb mussten die Feldböden zwischen den Balken bis unter den Fußboden des Obergeschosses entfernt werden. Die Trocknungskosten haben ca. 20 000 Euro verursacht. Fußboden und Wandverkleidung sollen weitest gehend erhalten bleiben. Halboth schätzte die Gasthaussanierung auf ca. 60 000 Euro. Das Obergeschoss soll zu einem späteren Zeitpunkt saniert werden.

Verbesserungsvorschläge

Mieter in der Museumsgaststätte ist der Nüdlinger Heimatverein. Dessen Vorsitzender Werner Herterich hatte für die Renovierung des Gebäudes im Ortskern einige Anregungen, wie zum Beispiel die Erneuerung der Fenster, die Versetzung einer Deckenstützung vor der Theke, den Einbau einer Grundwärmeheizung und die Umgestaltung des Eingangsbereichs. Der Gemeinderat beschloss, das Gebäude nicht mehr als Wohngebäude zu nutzen und die Gaststätte zu erhalten.

Bereits 100 000 Euro im Haushalt

Zunächst soll der Wasserschaden mit der Versicherung abgeschlossen werden. Der Heimatverein wird sich mit dem Architekten absprechen in wie weit aus Denkmalschutzgründen eine Veränderung möglich ist. Im Haushaltsplan seien 100 000 Euro (ohne Versicherungsleistung) dafür eingeplant.

Freizeitanlage geplant

Im Dachgeschoss des Rathauses sollen aus Teeküche und Abstellraum, neue Büroräume entstehen. Der Gemeinderat stimmte der Nutzungsänderung zu. Der Errichtung einer Freizeitanlage an der Kläranlage stimmte der Gemeinderat ebenfalls zu. Dafür sind Kosten in Höhe von 38 000 Euro zu erwarten.

Dem Bauvorhaben zur Errichtung eines Carports und drei Hundezwinger in der Nüdlinger Straße in Haard wurde zugestimmt. Steffen Alberth beantragte die Ausweisung eines Bebauungsplanes für seine Grundstücke Fl.Nr. 1050/51 mit 7388 qm im Gemeindeteil Haard. Der Flächennutzungsplan sieht jedoch für die genannte Fläche keine Wohnbebauung vor. Der Bürgermeister verwies auf die drei gemeindlichen Baugrundstücke am "Häuslerweg" hin, die zum Verkauf stehen. Der Gemeinderat will sich mit der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes beschäftigen, sobald die Trasse für die Ortsumgehung feststeht. Manfred Schäfer regte bei der Bürgerversammlung an, die Stromkästen im Hinblick auf die 1250-Jahr-Feier der Gemeinde künstlerisch zu bemalen. Grundsätzlich war der Gemeinderat damit einverstanden. Ein noch zu besetzendes Gremium soll jedoch über Farbe und den jeweiligen Standort entscheiden.

Zuschüsse für Sportvereine gewährt

Der TSV Nüdlingen beantragte für die Sanierung im Eingangsbereich und den Wirtschaftsraum des Sportheims für die Investition von 6259 Euro einen Zuschuss von der Gemeinde. Nach längerer Diskussion bewilligte der Gemeinderat einen Zuschuss von 1250 Euro. Die SpVgg Haard legte den Rasen auf dem Hauptsportplatz im vergangenen Jahr neu an. Die Kosten betrugen 7068 Euro. Die Mehrheit des Gemeinderat bewilligte einen Zuschuss von 1900 Euro.

Einstimmig stimmte der Gemeinderat der Zweckvereinbarung zum Datenschutz mit dem Landratsamt in Höhe von ca. 3400 Euro und der Einrichtung einer Kompetenzzentrale für Digitalisierung für Breitband und Mobilfunk für 850 Euro zu.

Aus den Bürgerversammlungen

Eine Zusammenfassung der Anregungen bei den Bürgerversammlungen in Nüdlingen und Haard liegt dem Gemeinderat vor. Sie werden bei einer weiteren Sitzung besprochen. Bürgermeister Hofmann war erfreut über die gute Beteiligung der Bürger bei den Versammlungen und die regen Diskussionen.

Am Parkplatz Schlossberghalle und im Gewerbegebiet sollen Ladesäulen für E-Autos mit 50 KW installiert werden. Die Gemeinde will die Zuschuss-Möglichkeit prüfen und in der nächsten Sitzung darüber entscheiden. Unter dem Punkt "Verschiedenes" kritisierte Bürgermeister Harald Hofmann die Veröffentlichung eines Info-Briefes der Gemeinderatsfraktion "Bürgerblock" in der falsche Informationen aufgestellt wurden, die sich nicht mit den Gemeinderatsprotokollen decken. Er forderte von der Fraktion eine Richtigstellung.

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