Münnerstadt
Beindruckend

Zufriedenheit bei Münnerstadts Neujahrskonzert

Das Neujahrskonzert des Münnerstädter Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums begeisterte die Zuhörer. Die Veranstaltung zeigte, wie an der Schule Musik gelebt wird.
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Ein gleichwie beeindruckendes und begeisterndes Neujahrskonzert ging in Münnerstadts Gymnasium über die Bühne. Foto: Hartmut Hessel
Ein gleichwie beeindruckendes und begeisterndes Neujahrskonzert ging in Münnerstadts Gymnasium über die Bühne. Foto: Hartmut Hessel
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Anerkennung und Dank sind Attribute der Wertschätzung. Geben und Nehmen in einer Beziehung auf Zeit können zu einer Win-Win Situation werden. In der musischen Arbeit des Münnerstädter Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums ist das auf jeden Fall so, und das jährliche Neujahrskonzert zeigt das sehr anschaulich. Blumen und sehr individuelle kleine Präsente von begeisterten Schülerinnen gab es für die Musiklehrerinnen Claudia Dunkelberg, Barbara Lukat und Franziska Hemmert, Küsschen für die Solisten nach den ausgezeichneten Vorträgen einzelner Solisten.

"Es sind die Sternstunden im wöchentlichen Stundenplan": Konkret meinte Claudia Dunkelberg ihren Oberstufenchor, der, wie jedes Jahr üblich, die Abiturientinnen und die Abiturienten mit der Neujahrsaufführung verabschiedet. Doch selbst bei dem Mittel-Unterstufenchor spüren die Zuhörer, wohl in der Mehrzahl Anverwandte der Akteure, die sympathische Beziehung zwischen den Sängerinnen und ihrer Chorleiterin. Überhaupt die Jungs - sie bereiten lieber die Bühne vor, schaffen Licht, wenn es zu dunkel wird, und das ist jetzt eine begründete Vermutung, "legen lieber auf" mit viel Technik drum herum. Ausnahmen finden sich jedoch im Orchester (4), im Unterstufenchor (1) und im Oberstufenchor (5). Da wirkt das musikalische Gesamtbild schon etwas schief, wenn ein männliches Multitalent wie Jonathan mit stimmlicher wie instrumentaler Präsents auftrumpfen darf.

Von "Satisfaction" bis "Star of Bethlehem"

Getragen wird so ein Konzertabend von den Möglichkeiten, die die Musikpädagoginnen herausformen. Sängerinnen und Sänger sowie die Instrumentalisten sind bereits alle im 21.Jahrhundert geboren und ziemlich frei von musikalischen Berührungsängsten. Es mutet dann auch nur als Programmansage unwirklich an, dass "die härteste Rockband der Welt", wie sich die Rolling Stones einst nannten, mit ihrem ultimativen "Satisfaction" Eingang in das spätweihnachtliche Neujahrskonzert gefunden haben. Der "Star of Bethlehem" - gleich folgend - hat dem gut aufgelegten Orchester unter der Leitung von Barbara Lukat das wohlige Licht gesetzt.

Die Konzertreihe des Schönborn-Gymnasiums im Januar zeichnet sich besonders dadurch aus, dass das Weihnachtsgefühl noch nicht ganz verschwunden ist, der Druck auf ein gutes neues Jahr musikalisch in Angriff genommen wird und vor allem die Aktualität genügend Raum erhält mit Musikstücken, welche die Schüler mitnimmt. So waren die drei Stücke der Friday-Blues-Crew (Übungseinheit immer freitags) getragen von Sehnsüchten. Oberstufenschüler haben da eine besondere - ein gutes Abitur.

Musikalisch 15 Punkte

Musikalisch wären das schon mal 15 Punkte beim Neujahrskonzert. Die hat sich auch Claudia Dunkelberg verdient, die den Mann und die jungen Frauen mit ihrem Cello begleitete. Keiner hatte sich am Mikro festgehalten, alle das mucksmäuschenstille Auditorium mit ihren Stimmen gefordert. Die Kerzen drumherum wurden dazu gedacht.

Die Violine ist ein Traditionsinstrument am Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium. Diese Tradition wird zurzeit auch von Matthias Klink geprägt. Der Violine-Lehrer aus Münnerstadt spielte mit und konnte bestimmt mit Vergnügen den Leistungen des Kammerorchesters der Schule ein Ohr gönnen. Denn einen Satz aus den "Brandenburgischen Konzerten" Johann Sebastian Bachs gemeinschaftlich zu spielen, bedarf schon einer besonderen Übungsbegeisterung. Das hat sehr gut geklappt und dem wurde mit dem Bach'schen "Doppelkonzert" noch ein Satz draufgesetzt, vorneweg mit den Solistinnen Jana und Friederike.

Würdigung vom Schulleiter

Dankbar zeigte sich Schulleiter Joachim Schwigon bei seinem "letzten Neujahrskonzert". "Sie sehen wie bei uns Musik gelebt wird", mit diesen Worten würdigte er die Mitwirkenden des Abends in der voll besetzten Aula. Er durfte auch noch mal "mitarbeiten" und unterstützte die Männerreihe beim Oberstufenchor.



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