Maßbach
Jubiläum

Zeitreise durch fünf Jahrzehnte

Der Musikverein Maßbach startet mit einem Neujahrskonzert in sein Festjahr. Der Verein wurde vor 50 Jahren gegründet.
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Der Musikverein Maßbach feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. Den Auftakt bildete das Neujahrskonzert mit Musikstücken aus fünf Jahrzehnten. Foto: Philiop Bauernschubert
Der Musikverein Maßbach feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. Den Auftakt bildete das Neujahrskonzert mit Musikstücken aus fünf Jahrzehnten. Foto: Philiop Bauernschubert
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Mit einem besonderen Neujahrskonzert eröffnete der Musikverein Maßbach sein Festjahr zum 50-jährigen Gründungsjubiläum. Es war eine musikalische Zeitreise mit vielen Highlights aus fünf Jahrzehnten mit denen die Kapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Karl-Heinz Helmerich das Publikum in der Lauertalhalle Maßbach begeisterte. Von "Glenn Miller bis zur Böhmischen Blasmusik" es wurde für alle Musik- und Stilrichtungen etwas geboten.

Eröffnet wurde das gut besuchte Konzert mit "Amazing Grace" (deutsch: Erstaunliche Gnade) aus dem Jahre 1980. Das Stück ist ein englischsprachiges, geistliches Lied, das zu den beliebtesten Kirchenliedern der Welt zählt. John Newton erzählt von seiner Bekehrung zum Christentum. Dem Eingangsstück folgte die Begrüßung des Vorsitzenden Volker Röder, der sich freute, dass eine ganze Reihe an Ehrengästen der Einladung gefolgt sind. Dazu zählten Bürgermeister Matthias Klement, die Bundestagsabgeordnete und Schirmherrin beim Jubiläumsfest Sabine Dittmar, der evangelische Pfarrer Stefan Bonawitz, Dominic Johannis, Bezirksjugendleiter der Nordbayerischen Bläserjugend, und eine Delegation des Patenvereins aus Heustreu. Sein ganz besonderer Gruß galt neben weiteren Ehrengästen vor allem den Musikerinnen und Musikern mit ihrem Dirigenten Karl-Heinz Helmerich. Was folgte war ein buntes und interessantes Programm, das mit den Stücken "Musikanten Marsch" und "Ein halbes Jahrhundert", einer Polka von Very Rickenbacher,fortgeführt wurde.

Mit einem Auszug aus der Vereinsgeschichte wurde vom Vorsitzenden eine Verbindung zum 50-jährigen Gründungsfest hergestellt, darüber wird sicherlich beim Kommersabend am 6. April ausführlich berichtet. Treffend für das Neujahrskonzert samt Jubiläum passt zusammengefasst ein Zitat aus 2009 vom ehemaligen Bürgermeister Johannes Wegner: "In all den Jahren seines Bestehens hat der Musikverein Maßbach durch vielfältige Auftritte und Veranstaltungen zur Bereicherung des kulturellen Lebens in unserer Gemeinde beigetragen. Lobenswert ist auch, dass es den Verantwortlichen über diese lange Zeit gelungen ist, den Musikverein auf einem hohen Standard zu halten".

Mit der Fuchsgrabenpolka und einer südböhmischen Polka ging es im Programm weiter. Mit berechtigtem Stolz auf seinen Nachwuchs wurden drei Nachwuchsmusikerinnen vorgestellt, die der Verein selbst ausgebildet hat: Maxima Klement, Amelie Schad und Casandra Fischer. Ausgebildet wurden sie von Lea Frank, Maria Mayer, Beate Hub und Karl-Heinz Helmerich.

Drei Überraschungen

In das abwechslungsreiche Programm hatten die Verantwortlichen drei Überraschungen eingebaut. Die erste war der Soloauftritt des aktiven Musikers Stefan Erhard, der auf dem Klavier

einen Ausflug in die Hochklassik unternahm. Zum einen der "Erste Satz der Sonatine aus dem Opus 55 von Friedrich Kuhlau" und zum anderen das Klavierstück mit dem Titel "Allegro" von Ludwig van Beethoven. Den Klarinettenmuckel" von Franz Bummerl arrangiert, spielte anschließend das Klarinetten Quartett Lea, Tanja, Leticia und Astrid.

Die Stammgäste des Neujahrskonzertes vom Musikverein kennen die "Passion 4 Saxxes", ein erfolgreiches Quartett von vier Schüler/innen des Celtic Gymnasiums Schweinfurt von ihren Auftritten aus den Vorjahren. Auch in diesem Jahr bereicherte und begeisterte die Gruppe das Neujahrskonzert und erhielt frenetischen Beifall von den Besuchern für ihre Beiträge.

Mit dem Auftritt von Tim Reinhard aus Massbach folgte die zweite Überraschung, der auf die Kapelle zukam und um einen Auftritt bat. Er sang sich sofort in die Herzen des Publikums mit "Angel" von Robbie Williams und "May Way" von Frank Sinatra. Die Verantwortlichen hörten ihn selbst Tags zuvor erstmals bei der Generalprobe und waren begeistert vom bisher unerkannten Talent, das der 19-Jährige auf die Bühne brachte. Nicht minder dann die dritte Überraschung. Die zwei jungen Musiker aus den eigenen Reihen, Lea Frank und Daniel Keller warteten mit einem "Russischen Zigeunerlied" und einem Medley von Bach, Beethoven und den Beatles auf.

Erfreulich, so berichtet der Vorsitzende, dass Lea das Musik Leistungsabzeichen D3 (Gold) als Beste abgelegt hat und Daniel Keller den C- Schein beziehungsweise die Ausbildung für den kirchlichen Organistendienst und als Chorleiter.

Mit den Musikstücken "Military Escort", dem "Deutschmeister Regimentsmarsch" und dem Zitat von Martin Luther: "Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht" endete das grandiose Jubiläums Konzert.

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