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Thundorf
Wir gratulieren

Wilhelmine und Gustav Braun feiern Goldene

Als am 17. Juni 1963 der 34-jährige Gustav Braun das Gasthaus "Gemütliches Eckerl" eröffnete, merkte er sehr bald, dass dieses Unternehmen ohne Frau schier unmöglich ist. Auf der Suche nach einer geeigneten Partnerin und Wirtin kam ihm ein Kolpingausflug 1964 nach Wien zugute, an dem auch Mitglieder aus Münnerstadt teilnahmen. Der erste Kontakt zu Wilhelmine Rodenberger war geknüpft.
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Auf 50 Ehejahre können Wilhelmine und Gustav Braun am 3. Januar zurückblicken. Foto: Phillip Bauernschubert
Auf 50 Ehejahre können Wilhelmine und Gustav Braun am 3. Januar zurückblicken. Foto: Phillip Bauernschubert
Das eigentliche Kennenlernen fand dann in Gustavs Kneipe am 31. Oktober 1964 statt. Sehr schnell lernten sich beide nun kennen, und der blaue VW pendelte immer öfter zwischen Mürscht und Thundorf hin und her. Nach vierzehn Monaten, am 3. Januar 1966, gaben sich schließlich Gustav und die in Bingen am Rhein geborene Wilhelmine vor dem Standesamt das Jawort. Tags darauf fuhr der "Schmieds - Heiner" aus Maßbach das Paar mit seinem Kleinbus, mit den Angehörigen und einer Delegation der Kolpingsfamilie samt Banner, nach Würzburg, wo in der Kirche "St. Adalbero" die kirchliche Trauung von Pfarrer Oskar Pflüger vollzogen wurde. Beide erinnern sich noch sehr genau an das Schneetreiben auf der Hin- und dem Glatteis auf der Rückfahrt.
Von nun an, ging das frischgebackene Paar daran, die Gastwirtschaft auszubauen. Bereits 1967 wurde ein Tanzsaal angebaut und 1970 das Wohnhaus aufgestockt. Dies war die Zeit in der das "Gemütliche Eckerl" seine Glanzzeit erlebte.


Tanz in Thundorf

Zwei Jahre gab es an den Wochenenden gut besuchte Tanzveranstaltungen. "Thundorf war eine Anlaufstelle für die Jugend und die tanzfreudigen Erwachsenen." Wenn es auch mitunter eine stressige Zeit war, so sagt Helmi heute: "Ich war sehr gerne Wirtin, leider lässt es meine Gesundheit heute nicht mehr so zu, wie ich das möchte."
Später dann, als die Tanzveranstaltungen weniger wurden, konzentrierten sich die Wirtsleute auf Privat- und Vereinsfeiern, für die der geräumige Saal gerne genutzt wurde. Die letzte große Veranstaltung fand zur Kirchweih 1968 statt.
Unabhängig voneinander befragt, was sie an ihrem Partner schätzen meint Gustav: "Dass auf Helmi sowohl beim arbeiten, als auch als Wirtin immer Verlass war." Helmi antwortet: "Gustav ist so geblieben wie er immer war, mit Schwächen und Fehlern, aber auch mit seinen guten Seiten." Die Frage, ob sie alles richtig gemacht haben, beantwortet Helmi: "Ja mit Gottes Hilfe und dem nötigen Vertrauen." Und Gustav meint: "Im Leben kann man nicht alles richtig machen, aber ich habe versucht, mich in der Dorfgemeinschaft und den Vereinen mit einzubringen."


Im Vereinsleben aktiv

Das Vereinsleben vor Ort war für beide gleichermaßen ein Hobby. Beide waren sehr engagiert in der Kolpingsfamilie und im Schlossgeisterfasching, Helmi war zudem in der Kirche für den Altarschmuck und als Ortsbäuerin bei den Landfrauen verantwortlich. Gustav wirkte bei den Eigenheimern, beim TSV und beim CSU-Ortsverband mit. Beide sind ein wenig traurig darüber, dass etablierte Vereine im Ort vor der Auflösung stehen. Ihr Einsatz galt auch der Organisation von Hilfstransporten nach Polen und Rumänien. Auch die Gemeindekasse der damaligen selbstständigen Gemeinde Thundorf führte der Gustav 17 Jahre lang.
Wenn das Jubelpaar nun dankbar seinen 50. Hochzeitstag feiert, gratulieren die drei Kinder und sieben Enkelkinder, auf die "Mutter Helmi", wie sie manchmal gerufen wird, sehr stolz ist. Ihr erster Gedanke, als sie damals am 4. Januar 1966 aus der Kirche auszogen war: "Meine Kinder müssen lachen und jeder einen Beruf erlernen", und das haben sie auch geschafft.






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