Thundorf
Adventlich

Viel Sehenswertes bei Thundorfs Dorfweihnacht

Zahlreiche Attraktionen zum Hören und zum Sehen zogen wieder tausende Besucher zur schon traditionellen Dorfweihnacht nach Thundorf.
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Aussteller und Besucher bevölkerten die Festhalle. Foto: Philipp Bauernschubert
Aussteller und Besucher bevölkerten die Festhalle. Foto: Philipp Bauernschubert
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Ihr zehnjähriges Jubiläum feierte die 11. "Thundorfer Dorfweihnacht" am Wochenende vor dem 1. Advent. Neben den vielen Ausstellern und der großen Schar von Besuchern aus nah und fern, war es der Weihnachtsmarkt der besonderen Art, geprägt vom Auftritt verschiedener Chöre.

Gesänge und Texte aus Taizé

Wie jedes Jahr wurden die beiden Tage eingeleitet durch den einheimischen Chor Mirjam,unter der Leitung von Richard Mützel, der jedoch nicht alleine auftrat, sondern den Chor ConAlegria aus Weidach bei Coburg eingeladen hatte. Beide Chöre überraschten mit meditativen Gesängen sowie Texten aus Taizé und stimmten die vielen Besucher auf das bevorstehende "Friedensfest" und auf die Dorfweihnacht ein. "Taizé - mit Gesängen beten", ist bekannt durch die erste und einmalige ökumenische und internationale Brüdergemeinschaft der Kirchengeschichte. Große Anziehungskraft üben die Taizégesänge, die einen innerlich zur Ruhe kommen lassen, auf viele Menschen aus.

Nach dem Chorkonzert folgte die offizielle Eröffnung der Dorfweihnacht durch die Zweite Bürgermeisterin Judith Dekant vor dem Rathaus. Mit Liedbeiträgen des Kinderhauses "Unterm Regenbogen" wurde die Eröffnung umrahmt. Im und außerhalb des Ortes waren zu diesem Zeitpunkt die Parkplätze schon rar, Thundorf war total zugeparkt.

Den Schlusspunkt am Samstag setzte vor dem Musikheim der Posaunenchor aus Oberlauringen, unter der Leitung von Reinhold Förster, mit Liedern zur Einstimmung auf die stade Advents- und Weihnachtszeit.

Nikolaus und Engel verteilen Süßigkeiten

Viel spekuliert, aber plötzlich tauchte er aus der Versenkung auf, der Nikolaus (Max Geier) mit seinen Engeln (Leni Büchner und Sabrina Hoch): Sie verteilten an die Kleinsten 300 Päckchen mit Süßigkeiten und Plätzchen, dazu sang der Kinderchor "Gottesgüte" aus Oberlauringen Lieder zur Vorweihnachtszeit. Kaum war dieser Programmpunkt beendet, ging es in der evangelischen Kirche mit dem Chor "Fortschritt" aus Niederwerrn, unter der Leitung von Herbert Bierlmeier, weiter. Den Gesangverein gibt es seit 1913. Es handelt sich um einen kleinen, aber feinen gemischten Chor, wie sie sich selbst vorstellten. Aufgelockert wurden die Liedbeiträge durch selbst geschriebene und auch vorgetragene Gedichte von Patrizia Müller aus Geldersheim. Anstelle des Eintritts erbat der Chor eine Spende für die Kinderkrebsstation "Regenbogen Würzburg". Schon 32 Jahre machen wir das so und es kamen bisher über 50.000 Euro zusammen, sagte Bierlmeier. Um 17.30 Uhr beschlossen die Alphornfreunde am Schaumbergplatz musikalisch die 11. Thundorfer Dorfweihnacht.

Einen Engel für Ronja

Aber nicht nur die musikalischen Auftritte sorgten für Adventsstimmung, auch die Vielfalt der circa 60 Aussteller in den zum Teil historischen Gebäuden zogen tausende von Besuchern - Rekordbesuch am Samstag - in ihren Bann. In den meisten Fällen sind es schon Stammkunden, die sich das Jahr zuvor bereits ihren Platz gebucht und gesichert haben. Groß war die Freude bei der am Downsyndrom" leidenden Ronja Kaufmann über einen Engel, den ihr die Autorin und Ausstellerin Margot Schubert aus München geschenkt hat. Beide lernten sich 2014 zufällig bei der Thundorfer Dorfweihnacht kennen und seither treffen sich beide jährlich bei diesem Event.

Großes Lob

Zum ersten Male als Besucher bei der Dorfweihnacht war das Ehepaar Thomas und Mirijam Keller aus der Schweiz. Ihre Eindrücke. Durch jahrelange Freundschaft mit Familie Bauernschubert haben sie schon einige Male das Pfarrfest mit der Schloss- und Seebeleuchtung besucht. "Dieses Jahr entschieden wir uns für die Dorfweihnacht." Sie hätten schon etliche Weihnachtsmärkte in Wien, Deutschland und der Schweiz besucht. Noch nie wären sie so beeindruckt und begeistert wie hier in Thundorf gewesen. Es würden hier viel handwerkliches Geschick und liebevoll gestaltete Dinge geboten.Trotz der vielen Besucher fühle man sich gleich von Anfang an in die Dorffamilie und Gemeinschaft aufgenommen. Die verstreuten Stände an historischen Orten hätten einen ganz besonderen Charme. Die Konzerte von Chor und Posaunenchor würden aus einem schnöden Weihnachtsmarkt eine berührende Dorfweihnacht machen. "Die lange Anfahrt von über 420 Kilometern hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt, und wir wurden hier in Thundorf reich beschenkt dafür. Vielen Dank an alle Mitwirkenden, die diese Dorfweihnacht organisieren."

In das gleiche Horn stießen Gäste bei der Familie Kaufmann aus dem Harz (300 Kilometer entfernt). Diese waren ebenso begeistert und sagten: "Man sieht, dass hier alles mit besonders viel Liebe gemacht ist. Das war ein besonders schönes Wochenende."

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