Thundorf
Brauchtum

Vermittlungsbörse soll helfen, in Thundorf einen alten Brauch am Leben zu erhalten

Weil die Ortskerne aussterben, gibt es immer weniger Anwohner, die beim Legen des Blumenteppichs an Fronleichnam helfen können.
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Unser Archivbild aus dem Jahr 1971 zeigt Thundorfer beim Legen des Blumenteppichs. Repro: Philipp Bauernschubert
Unser Archivbild aus dem Jahr 1971 zeigt Thundorfer beim Legen des Blumenteppichs. Repro: Philipp Bauernschubert
Das Fronleichnamsfest ist in Thundorf ein besonderer katholischer Feiertag. Seit 1948, also seit 70 Jahren, ist es Brauch, dass ein rund zwei Kilometer langer Blumenteppich entlang des Prozessionswegs gelegt und geschmückt wird. Allerdings wird es immer schwerer, genügend Helfer zu finden. Denn auch in Thundorf macht sich die demografische Entwicklung bemerkbar: Immer mehr Häuser im Ortskern stehen leer, und so gibt es in manchen Abschnitten des Prozessionsweges einfach zu senig Anwohner, die in den frühen Morgenstunden beim Legen des Teppichs helfen.

Die Dorfgemeinschaft Thundorf möchte mit einer Art "Vermittlungsbörse" Abhilfe schaffen. So kann bis spätestens 25. Mai bei Sigrid Hotaling (09724/1318) gemeldet werden, auf welchem Straßenabschnitt Helfer benötigt werden. Andererseits können sich Bürgerinnen und Bürger bei Hotaling melden, die nicht am Prozessionsweg wohnen, aber gerne bereit sind, bei der Aktion mitzuhelfen. Konkret werden zum Beispiel drei bis vier Helfer gesucht für den Teilbereich der Maßbacher Straße von der Festhalle bis zur Einmündung der Esther-von-Rosenbach-Straße.


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