Münnerstadt
Sicherheit

Umstrittener Baum am Jörgentor in Münnerstadt ist gefällt worden

Nach einer weiteren Prüfung musste nun auch der dritte Baum am Jörgentor in Münnerstadt weichen. Die Verantwortlichen haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht.
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Letzter Versuch: Markus Thomas und Martin Renninger von der Firma Pro-Baum besichtigen den umstrittenen Baum.  Fotos: Thomas Malz
Letzter Versuch: Markus Thomas und Martin Renninger von der Firma Pro-Baum besichtigen den umstrittenen Baum. Fotos: Thomas Malz
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Nun ist sie also doch gefallen, die dritte Eiche am Jörgentor. Kurzfristig sah es so aus, als wenn eine Kronensicherung ausreichen könnte. Nach einer weiteren Besichtigung stand dann aber fest: "Aus Gründen der Verkehrssicherheit muss der Baum gefällt werden", sagte Reiner Straub vom Münnerstädter Bauamt vor Ort.

Bäume begutachtet

Eigentlich war alles klar. Anwohner hatten die Stadt Münnerstadt darauf aufmerksam gemacht, dass von drei der nahe dem Jörgentor stehenden Bäume eine Gefahr ausgehen könnte. Untersuchungen durch eine Fachfirma und eine Besichtigung durch Franz-Peter Ullmann von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Bad Kissingen kamen zu dem Schluss, dass drei Eichen gefällt werden müssen.

Bei der jüngsten Stadtratssitzung am Montag gab es dann bei der Bürgerfragestunde heftige Kritik an der geplanten Aktion, worauf Bürgermeister Helmut Blank zusicherte, die Bäume noch einmal prüfen zu lassen.
Das hat Franz-Peter Ullmann am Dienstag getan. "Einer der drei Bäume könnte unter Umständen noch gerettet werden", sagte er danach. Allerdings müssten die Mitarbeiter von Pro-Baum am Donnerstag sich die Krone noch einmal aus der Nähe ansehen.

Das haben diese gestern getan. Wenn er die Verkehrssicherheitspflicht hätte, würde er den Baum nicht stehen lassen, sagte Markus Thomas danach, was er telefonisch auch Franz-Peter Ullmann mitteilte. Und die Fotos, die Martin Renninger von Pro-Baum in luftiger Höhe gemacht hatte, sprachen Bände. "Dann müsst ihr ihn eben fällen", hieß die Antwort Ullmanns. Gegenüber unserer Zeitung betonte er, dass er sich solche Entscheidungen nicht leicht mache, im Zweifel noch einen Gutachter hinzuziehe. Lobend äußerte er sich über die Mitarbeiter der Stadt, die ihn in solchen Fällen immer fragen. "Gegenüber anderen Gemeinden ist Münnerstadt vorbildlich."
Bürgermeister Helmut Blank (CSU) hat gestern angewiesen, dass aus den Stämmen der gefällten Bäume eine Sitzgruppe gefertigt wird, die in der Nähe ihres alten Standortes aufgestellt werden soll.
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