Thundorf
Versammlung

Thundorf: Trennen sich die Wege?

Bei den Vorstandsmitgliedern der Dorfgemeinschaft (DG) Thundorf hat sich beim Thema Festhalle viel Frust aufgebaut. Sie fühlen sich im Stich gelassen.
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Als neue Aktivität hat sich die Dorfgemeinschaft Thundorf vorgenommen, die Vorbereitungen zur Fronleichnamsprozession zu unterstützen. Foto: Archiv Philipp Bauernschubert
Als neue Aktivität hat sich die Dorfgemeinschaft Thundorf vorgenommen, die Vorbereitungen zur Fronleichnamsprozession zu unterstützen. Foto: Archiv Philipp Bauernschubert
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Der Verein Dorfgemeinschaft (DG) Thundorf hat weiterhin wenig Verständnis für die Nutzungseinschränkungen für die von ihr betreute Festhalle. Es geht um vom Landratsamt verhängte Verbot von Privatfeiern in der Zeit von 22 bis 6 Uhr. Das Landratsamt weist die Vorwürfe dagegen zurück, weil es durch private Veranstaltungen trotz Auflagen zu nächtlichen Ruhestörungen gekommen sei.

Auch in der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde dieses Thema heiß diskutiert. Es steht im Raum, ob der Verein den Mietvertrag mit der Gemeinde aufkündigen soll; die Ehrenamtlichen sind frustriert wegen der Schwierigkeiten und Probleme, die die Hallenvermietung bisher mit sich brachte.

Der Vorstand wehrt sich auch gegen den Vorwurf, wonach dieser nichts unternommen habe, den Konflikt mit den Nachbarn zu entschärfen. Hier verwies der Vorstand auf erhöhte Auflagen für die Mieter, die drastische Reduzierung der privaten Feiern oder die Verlagerung der Parkplätze, um nur einige Maßnahmen zu nennen. Da auch zehn andere Ortsvereine Mitglied in der "Dorfgemeinschaft" sind, gaben einige Vereinsvertreter zu bedenken, ob die Dorfgemeinschaft nach einem Ausstieg aus dem Mietvertrag noch attraktiv genug für ihre Mitglieder bleibt. Der Verein könne zwar seinen Satzungsauftrag weiter erfüllen, es sei aber zu befürchten, dass angegliederte Vereine dann ihren Austritt aus der DG beschließen würden. Eine endgültige Entscheidung soll in einer Vorstandssitzung fallen, hieß es.

Die Dorfgemeinschaft beabsichtigt, zusammen mit dem Stammtisch "Brauchtum und Geschichte"an alle historischen Gebäude Tafeln mit den geschichtlichen Daten anzubringen, wie es bisher schon am Gemeindebrauhaus und der evangelischen Kirche zu sehen ist. Bürgermeister Egon Klöffel erinnerte daran, dass für die katholische Kirche und dem Ritterkeller Schilder gefertigt sind, die von den Hausbrauern beschriftet und angebracht werden. Weitere Vorschläge aus der Versammlung waren das Rathaus, der Kindergarten und das Forsthaus.

Als neue Aktivität hat sich die Dorfgemeinschaft vorgenommen, die Vorbereitungen zur Fronleichnamsprozession zu unterstützen. Da sich in einigen Straßenzügen Lücken bildeten, die nicht mehr mit dem traditionellen Blumenteppich geschmückt wurden, übernimmt die Dorfgemeinschaft den Straßenabschnitt vom Anwesen Boni bis zum Fronleichnamkapellchen an der Maßbacher Straße. Nach Absprache mit der Regierung von Unterfranken kann die DG für den Schmuck in der Rhön abgemähte Lupinen verwenden. Diese werden am Dienstag, 18. Juni, in der Rhön geholt. Abfahrt ist um 9 Uhr.

Vorsitzende Sigrid Hotaling gab einen Bericht über die Aktivitäten des Vereins. Sie verwies auf den Oldieabend, den Fränkischen Nachmittag mit den "Rucksackmusikanten", die Beteiligung an der Fronleichnamsprozession, die Grenzwanderung mit den Siebenern und die Ausstellung "Die Frau im Dorf".

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