Thundorf
Kommunalpolitik

Thundorf: Radwegumbau darf nichts kosten

Die Gemeinde Thundorf stimmt der Umlegung zu, schließt eine finanzielle Beteiligung aber aus. Die Pläne zum bevorstehenden Ausbau der Staatsstraße 2281 von Maßbach nach Rothhausen, erläuterte Bürgermeister Anton Bauernschubert (CSU) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.
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Der Radweg zwischen Maßbach und Rothhausen soll umgebaut werden. Foto: Philipp Bauernschubert
Der Radweg zwischen Maßbach und Rothhausen soll umgebaut werden. Foto: Philipp Bauernschubert
Der auf dem Damm am Ortsausgang von Maßbach erst vor wenigen Jahren in Betrieb genommene Radweg wird teilweise wieder abgebaut und aus Sicherheitsgründen südlich der Straße an die Böschung verlegt. Mit dem Ausbauplan wurde auch ein Grunderwerbsplan vorgelegt. Danach benötigt der Freistaat Bayern als Bauträger von der Gemeinde Thundorf eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern von verschiedenen Grundstücken im neuen Streckenverlauf.

Bevor der Gemeinderat seine Zustimmung erteilte, wurde von Gemeinderat Werner Wenzel (FW) die Kostenübernahme des veränderten Radweges angesprochen, was dann auch im Beschluss mit aufgenommen wurde. "Die Teilverlegung des Radweges in der bisherigen Form muss so wieder ausgeführt und hergestellt werden, und der Gemeinde Thundorf dürfen dabei keine Kosten entstehen."

Beratungsgegenstand in der Sitzung war die Genehmigung von Mehrkosten bei den Putz-, Stuck- und Malerarbeiten in der neuen Festhalle in Thundorf. Zum Angebotspreis von 19.563,91 Euro brutto hatte die Firma Denner aus Weichtungen den Auftrag für diese Arbeiten. In der Zwischenzeit ging die Schlussrechnung in Höhe von 24.313,40 Euro ein, was im Gemeinderat zu einer Diskussion führte, jedoch mehrheitlich Zustimmung fand.
Gemeinderat Christopher Wehner stellte im Auftrag der Bahnhofsgesellschaft Rothhausen den Antrag auf Übernahme der Material- und Lohnkosten zur Optimierung der Elektroinstallation im alten Bahnhofsgebäude, das als Treffpunkt für die Rothhäuser Jugend dient. Der Gemeinderat beschloss, die Material- und Lohnkosten auf 1100 Euro zu begrenzen. Voraussetzung ist jedoch, laut Antrag von Werner Wenzel, dass noch mindestens ein weiteres Angebot von der Verwaltung eingeholt wird.

Zwei Anträge vorgelegt

In der Gemeinderatsitzung lagen dem Gremium gleich zwei Anträge auf Kostenübernahme der katholischen Kirchenstiftung Rothhausen vor. In beiden Fällen ging es um die Außensanierung der Katholischen Kirche. Dazu legte die Kirchengemeinde eine Schlussrechnung mit Kosten für die Gemeinde in Höhe von 12.040,37 Euro vor. Nach einer lebhaften Diskussion stimmte der Gemeinderat der Mehrkostenübernahme zu.

Im zweiten Antrag ging es um eine anteilige Kostenübernahme für den Handlauf am Kirchenvorplatz. Hier hatte der Gemeinderat im Juli 2013 beschlossen, die Kosten in Höhe von 1395,87 Euro zu übernehmen. Diese Zustimmung wurde damals allerdings unter der Voraussetzung getroffen, dass die katholische Kirchenstiftung "St. Ägidius" zukünftig den Winterdienst, die Kehrarbeiten, die Bepflanzung, die Pflege und den Unterhalt der gesamten Fläche übernimmt. Die Kirchenstiftung übernimmt jetzt die Bepflanzung, sieht sich aber außerstande, den Winterdienst zu übernehmen. Dies käme nur eingeschränkt in Frage, das heißt, zu Gottesdienstzeiten den barrierefreien Zugang zur Kirche freizuhalten. Unter dieser Voraussetzung werden die Kosten für den Handlauf von der Gemeinde übernommen. Eine entsprechende Vereinbarung soll abgeschlossen werden.

Ein "Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept" wurde von den Mitgliedsgemeinden der Allianz Schweinfurter Oberland bereits unter großer Bürgerbeteiligung und unter Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken erstellt, dazu kommt ein Kernwirtschaftswegekonzept. Für die Erstellung dieses Konzeptes entfallen für die Gemeinde Thundorf Kosten in Höhe von anteilig 1249,70 Euro. Der Konzepterstellung stimmte der Gemeinderat zu.

Ein weiterer Punkt betraf die Erstellung eines interkommunalen Energiekonzeptes Die Vorteile bei der Zusammenarbeit der Allianzgemeinden im Bereich Energie sind laut Bürgermeister Kosteneinsparungen bei gemeinsamer Konzepterstellung, das Profilieren von Wissens- und Erfahrungsaustausch, Handlungs- und Wettbewerbsfähigkeit, sowie regionale Wertschöpfung. Gemeinderat Edwin Braun meinte dazu: "Was nützt uns das Konzept, wenn wir es nachher aus finanziellen Gründen nicht umsetzen können?" Mit acht zu vier Stimmen beschloss der Gemeinderat, sich an der Erstellung des Energiekonzeptes zu beteiligen.

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