Münnerstadt
Stadtrat

Stadt modernisiert Gerätehaus

In rekordverdächtiger Zeit hat der Stadtrat eine Vielzahl von Tagesordnungspunkten abgehandelt und dabei mehrere Zuschussanträge bewilligt.
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Das Feuerwehrgerätehaus in Seubrigshausen befindet sich mitten in einer Baustelle. Nun soll es auch ein wenig modernisiert und umgebaut werden. Thomas Malz
Das Feuerwehrgerätehaus in Seubrigshausen befindet sich mitten in einer Baustelle. Nun soll es auch ein wenig modernisiert und umgebaut werden. Thomas Malz

Zwölf Tagesordnungspunkte mit etlichen Unterpunkten im öffentlichen Teil - dazu eine nichtöffentliche Sitzung: Bürgermeister Helmut Blank (CSU) hatte bereits um eine Stunde früher als üblich in den Sitzungssaal geladen, damit der Stadtrat überhaupt eine Chance hat, die Tagesordnung zu bewältigen. Zumindest der öffentliche Teil war aber nach nicht einmal anderthalb Stunden abgehandelt. Das lag zum einen daran, dass das Stadtoberhaupt teilweise auf das Vorlesen der Sachverhalte verzichtete und nur noch die Beschlussvorschläge bekanntgab, zum anderen sahen die Stadträte - von wenigen Ausnahmen abgesehen - auch kaum Diskussionsbedarf.

So waren die Jahresabschlüsse der Jahre 2014 bis 2016 für die Wasserversorgung sowie für das Hallenbad reine Formsache. Katrin Johannes-Richter vom Steuerbüro Richter gab die entsprechenden Erläuterungen. Beim Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Seubrigshausen auf Modernisierung und Umbauten am Feuerwehrhaus gab es weitgehend Zustimmung. Dort sollen unter anderem Fenster modernisiert werden, eine Tür eingebaut und das Gebäude nach Abschluss der Arbeiten am Kirchplatz komplett neu gestrichen werden. Der ebenfalls gewünschte Neubau einer Toilettenanlage sei so nicht durchführbar, sagte Bürgermeister Helmut Blank nach Rücksprache mit dem Planer. Die Kosten der anderen Vorhaben belaufen sich auf etwa 30 000 Euro. Rosina Eckert (Forum aktiv) bemängelte, dass man das Gerätehaus gleich von vornherein mit in die Planung hätte aufnehmen sollen. Dann hätte es vielleicht t noch Zuschüsse gegeben, argumentierte sie. Das verneinten der Bürgermeister und Ortsreferent Burkard Schodorf (CSU). "Ausschließlich öffentliche Plätze werden gefördert", betonte das Stadtoberhaupt. Rosina Eckert stimmte schließlich als einzige Stadträtin dagegen.

Einhellige Zustimmung gab es für den geplanten Umbau eines Abstellraumes zu einem Musikraum (Einzelintegrationszimmer) im Kindergarten Brünn. 23 000 Euro sind dafür veranschlagt. Unter anderem Jugendreferent Klaus Schebler (Neue Wege) begrüßte das Vorhaben außerordentlich. Rosina Eckert wollte wissen, wie der Bedarf an solchen Zimmern in den anderen Kindergärten sei. Dazu sei nichts bekannt, sagte der Bürgermeister. Dies wollte Rosina Eckert ins Protokoll aufgenommen haben.

Reine Formsache war der Antrag der DJK Wacker Burghausen auf anteilige Bezuschussung der Sportheimsanierung. In solchen Fällen übernimmt die Stadt zehn Prozent der Materialkosten. So wurde es auch einstimmig beschlossen.

Der Stadtrat ist mehrheitlich einem Vorschlag der SPD-Fraktion bezüglich eines künftigen Erscheinungsbildes der Stadt gefolgt. Danach bleibt es beim amtlichen Schriftverkehr bei der bisherigen Lösung (Stadtwappen). Bei der Bewerbung mit touristischem Informationsmaterial soll ein Logo mit den drei Türmen der Stadt und der dem Schriftzug "Stadt Land Leben" Verwendung finden.

Klaus Schebler und Georg Heymann (CSU) wollten lieber die drei Türme mit begleitendem Grün - ein weiterer Vorschlag der Werbeagentur Grafik Design Schikora. Letztendlich sprach sich der Stadtrat aber mehrheitlich für die Variante ohne Grün aus.

Kurz und bündig fiel die Information des Bürgermeisters zur beabsichtigten Verpachtung des Schlosscafés aus: "Es hat sich bis heute niemand gemeldet", gab er bekannt. Der geschäftsleitende Beamte Stefan Bierdimpfl bat die Stadträte darum, fraktionsintern vorzuberaten, wie in der Angelegenheit weiter verfahren werden soll.

Schließlich einigten sich die Kommunalpolitiker noch auf einen Namen für die neue Straße im neuen Baugebiet in Großwenkheim. Vor allem sollten verhindert werden, dass es zu Verwechslungen mit bereits bestehenden Straßen in anderen Stadtteilen kommt. Schließlich folgte der Stadtrat dem Vorschlag von Georg Heymann, der "Am Wambachshügel" favorisiert hatte.

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