Rannungen
Zahlen

Schulhof und Wasserversorgung größte Brocken des Rannunger Haushalts

Der Haushalt fürs 2018 war Thema in der Sitzung des Gemeinderates. Der Gesamthaushalt soll in einer der nächsten Sitzungen verabschiedet werden.
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Größter Brocken im Rannunger Vermögenshaushalt wird die Sanierung des Schulhofs. Eine halbe Million Euro sind schon für dieses Jahr eingeplant, weitere 725.000 Euro im kommenden Jahr. Dazu kommen 110.000 Euro Planungskosten. Unser Panoramafoto zeigt links das Schulhaus sowie rechts das  Rathaus.    Foto:  Dieter Britz
Größter Brocken im Rannunger Vermögenshaushalt wird die Sanierung des Schulhofs. Eine halbe Million Euro sind schon für dieses Jahr eingeplant, weitere 725.000 Euro im kommenden Jahr. Dazu kommen 110.000 Euro Planungskosten. Unser Panoramafoto zeigt links das Schulhaus sowie rechts das Rathaus. Foto: Dieter Britz
"Wegen einer Umstellung des Computerprogramms sind wir etwas spät dran" erklärte Kämmerer Michael Weigand. Er versprach, dass der Haushalt nächstes Jahr wieder früher kommt. Der Verwaltungshaushalt (für die laufenden Einnahmen und Ausgaben) ist fertig, während der Vermögenshaushalt - hier geht es vor allem um die Investitionen - bisher nur grob steht. Er umfasst 1,745 Millionen Euro an Einnahmen und Ausgaben. Die Zahlen können sich allerdings noch verändern. Der Gesamthaushalt wird in einer der nächsten Sitzungen verabschiedet.

Für Investitionen sind 1,647 Millionen Euro eingeplant. Weitaus größter Brocken mit einer halben Million Euro ist die Sanierung des Schulhofs, die im Jahr 2019 weitere 725.000 Euro kosten soll. Außerdem sind an Planungskosten dafür 110.000 Euro vorgesehen. Für den Schulhof stehen 433.000 Euro Zuschuss (60 Prozent der Nettobaukosten) auf der Einnahmenseite im Haushalt. Diese Mittel aus dem ELER-Programm der EU (europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) werden allerdings 2018 oder 2019 noch nicht fließen. Die Erzdiözese gibt einen Zuschuss von 200.000 Euro, die wohl 2020 überwiesen werden.


Wasserversorgung zweitgrößte Investition

Zweitgrößte Investition mit 492.000 Euro sind die Tiefbaumaßnahmen für die Wasserversorgung. Der Erwerb von Grundstücken für die Wasserversorgung soll weitere 51.000 Euro kosten, dazu kommen Planungskosten in Höhe von 30.000 Euro. 15.000 Euro sind für das Auswechseln von Hydranten und Schiebern angesetzt. Auch Abwasser kostet Geld. Insgesamt sind 48.000 Euro für allgemeine Sanierung, Einrichtung einer Messstation und Aufstellung eines Sanierungskonzeptes eingeplant. Für den Erwerb von Grundstücken für die geplante Tagespflegestation stehen 30.000 Euro im Entwurf des Vermögenshaushaltes. Die Sanierung der Leichenhalle soll 20.000 Euro kosten, dazu kommen 5000 Euro für die Gestaltung des Vorplatzes. 10.000 Euro sind die Beschaffung von Arbeitsgeräten und Maschinen für den Bauhof veranschlagt. 40.000 Euro für die Anschaffung eines Schleppers für den Bauhof stehen ebenfalls im Vermögenshaushalt; ob sie gebraucht werden, hängt davon ab, wie lange der Schlepper noch durchhält. Für ihr Ökokonto will die Gemeinde Grundstücke im Wert von 25.000 Euro kaufen (die Flächen dieses Ökokontos stehen bei späteren Eingriffen in Natur und Landschaft als Kompensationsflächen zur Verfügung). Eingeplant wurden auf Initiative von Werner Keller auch 10.000 Euro, um den Wasserturm, das Wahrzeichen der Gemeinde, neu zu streichen und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Das würde sich in sechseinhalb Jahren durch Stromeinsparungen amortisieren, so Bürgermeister Zehner.

Zur Finanzierung des Vermögenshaushaltes sind 126.500 Euro Investitionspauschale vom Freistaat eingeplant. 927.000 Euro Jahresüberschuss aus 2017 sollen in den Haushalt 2018 fließen. Die genaue Zahl steht allerdings erst fest, wenn die Jahresrechnung für 2017 fertig ist, betonte Michael Weigand. Eingeplant ist eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt in Höhe von 307.000 Euro.
Der Haushalt soll demnächst verabschiedet werden. Bis dahin können die Gemeinderäte noch weitere Vorschläge einbringen.


Zuschuss für Caritas

Mit knapper Mehrheit (sechs zu fünf Stimmen) genehmigte der Gemeinderat einen freiwilligen Zuschuss in Höhe von 500 Euro an die Caritas für die Sozialstation in Bad Kissingen. Ursprünglich waren nur 250 Euro vorgesehen, Bürgermeister Fridolin Zehner hatte die 500 Euro ins Gespräch gebracht.

Die Telekom will ihr Breitbandangebot in Rannungen verbessern und legt vom Wasserturm aus ein Glasfaserkabel durchs Dorf. Damit kann dann bis in 600 Meter Abstand vom Kabel eine Geschwindigkeit von 200 Megabit erreicht werden.

Bürgermeister Zehner teilte auch mit, dass am 26. Juni ab 18.30 Uhr eine Sondersitzung des Gemeinderates stattfindet, bei der ein Konzept für eine Tagespflege in Planungen vorgestellt werden soll.


Nachbarschaftsstreit: Keine Linie für Parkplatz

Schließlich ging es auch um einen Nachbarschaftsstreit in einer Rannunger Gasse. Hier geht es um das umstrittene Parken auf einem Gehweg. Experten der Polizeiinspektion Bad Kissingen
hatten vorgeschlagen, das Problem zu lösen, indem mit einer weißen Linie die Parkplatzbreite vor einem Anwesen festgelegt wird, so dass vor allem vom gegenüberliegenden Anwesen eine bessere Ausfahrt möglich sei. Die verbleibende Gehwegbreite sei auch dann noch ausreichend, heißt es in den Sitzungsunterlagen. Die Verwaltung schlug dem Gemeinderat vor, dem Vorschlag der Polizei zu folgen. Die Meinungen in der Diskussion reichten von "man könnte auf diese Art Feuer aus dem Nachbarschaftsstreit rausnehmen" über "wir können keinen Privatparkplätze schaffen" bis "die
Verkehrsregeln gelten für alle." Vier Gemeinderäte stimmten für die Verwaltungsvorlage, sieben dagegen. Die von der Polizei vorgeschlagene Linie wird es also nicht geben.


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