Rannungen
Fortschritt

Sanierung von Rannungens Mehrzweckhalle nimmt Fahrt auf

Die Sanierung der Mehrzweckhalle geht in die Phasen der Entwurfsplanung und Kostenberechnung bis zur Objektbetreuung. Rannungens Gemeinderat beauftragte damit ein Schweinfurter Planungsbüro.
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Die Planung der Renovierung der Mehrzweckhalle geht in die heiße Phase. Der  Gemeinderat vergab Leistungen in Höhe von rund 221.000 Euro. Die Planung wird  über ein Jahr dauern. Foto: Dieter Britz
Die Planung der Renovierung der Mehrzweckhalle geht in die heiße Phase. Der Gemeinderat vergab Leistungen in Höhe von rund 221.000 Euro. Die Planung wird über ein Jahr dauern. Foto: Dieter Britz

Die vieldiskutierte Sanierung der Mehrzweckhalle ist einen wichtigen Schritt weitergekommen. Der Gemeinderat beauftragte ein Schweinfurter Planungsbüro, die Planungen der Leistungsphasen drei (Entwurfsplanung und Kostenberechnung) bis neun (Objektbetreuung) zu übernehmen. Das Honorar beträgt mehr als 221.000 Euro. Die Beauftragung erfolgt allerdings stufenweise, und die Gemeinde kann die Planungen vorzeitig beenden.

In den Sitzungsunterlagen heißt es dazu wörtlich "sollte sich im Zuge der weiteren Planungen eine Situation ergeben, dass die Gemeinde das Projekt nicht stemmen kann, beziehungsweise andere Aspekte auftreten, die das Projekt gefährden, kann eine Beauftragung der weiteren Stufen entfallen." Die Gemeinde hat sich also abgesichert, dass sie die Notbremse ziehen kann, falls ihr das Geld ausgehen sollte. Die Leistungsphasen eins (Grundlagenermittlung) und zwei (Vorplanung mit Kostenschätzung) hatte das Architekturbüro Richter bereits erledigt. Da die Honorarkosten für die Leistungsphasen drei bis neun auf mehr als 221.000 Euro geschätzt wurden, war ein VgV-Verfahren (Vergabeverfahren für öffentliche Aufträge) nötig, mit dem der Gemeinderat im Juni letzten Jahres das Kitzinger Büro gk-Projektmanagement beauftragte.

Nächste Planungsstufen

Bürgermeister Zehner teilte in der Sitzung des Gemeinderates mit, dass nur zwei Architekturbüros Angebote abgaben. Ein Büro aus Meiningen sagte jedoch am Tag vor dem Verhandlungsgespräch krankheitsbedingt ab. Deshalb fand nur ein Gespräch mit dem Büro Pollach aus Schweinfurt statt. Dieses hat, so heißt es in den Sitzungsunterlagen, im Bereich Haßfurt und Ebern bereits diverse Schulen, Turn- und Mehrzweckhallen geplant. Das Büro gk-Management empfiehlt es als geeignet und leistungsfähig "und lässt für die Gemeinde Rannungen ein gutes Ergebnis in der Umsetzung der gestellten Bauaufgabe erwarten".

Der Gemeinderat beschloss schließlich einstimmig, das Büro Pollach stufenweise mit den Leistungsphasen drei bis neun zu beauftragen. Laut Bürgermeister Zehner braucht das Büro mindestens ein Jahr für die Planung.

Bäume oder keine Bäume

Auch das Dauerthema Schul- und Kirchplatz beschäftigte wieder einmal den Gemeinderat. "Der Schulhof ist doch sehr nackig", hatten der Bürgermeister, sein Stellvertreter Werner Keller und Architekt Johannes Hahn gemeinsam festgestellt. Fridolin Zehner teilte mit, dass von Seiten der Kirche daran gedacht werde, den Nussbaum zu entfernen. Johannes Hahn wies darauf hin, dass sowieso nur in einem Bereich Bäume möglich seien, ansonsten würden Rohre und Leitungen im Untergrund die Anpflanzung verhindern. Der Platz sei leer geplant gewesen, und man solle ihn leer lassen, argumentierte ein Gemeinderat. Er bekam zu hören, der Platz solle so gestaltet werden, dass auch bei den Leuten ankommt. Jetzt sei er ein kahler Platz und mehr nicht. Mit ein paar Bäumen könne man ihn aufwerten, "auf die paar Euro kommt es auch nicht mehr an". Wolfgang Röder stellte schließlich den Antrag, vier Platanen einzupflanzen. Mit fünf zu fünf Stimmen wurde er abgelehnt - über einen offenbar weitergehenden Antrag von Werner Keller war allerdings vorher nicht abgestimmt worden. Eine erneute Abstimmung musste aus rechtlichen Gründen in die nächste Sitzung verschoben werden.

8000 Euro weniger Kosten

Manchmal haben Rechenfehler ihr gutes. Die Entsorgung von etwa 1000 Tonnen Aushubmaterial aus dem Schulhof, die mit Schadstoff belastet sind und zur Zeit beim Friedhof lagern, kostet nicht wie zuerst angenommen 45.000 Euro, sondern nur etwa 37.000 Euro.

Der Jugendtreff auf dem Schul- und Kirchhof muss abgerissen werden, weil er dem Neubau des Platzes im Weg ist. Die etwa 25 Jugendlichen fürchten, dass die Gruppe auseinanderbricht, wenn über längere Zeit kein Treff Verfügung steht, so Bürgermeister Zehner. Der neue Jugendtreff stehe jedoch erst gegen Ende des Jahres zur Verfügung. Die Jugendlichen hätten sich um eine neue Bleibe im Ort bemüht, allerdings erfolglos. In Regensburg trieben sie einen ausrangierten Bus auf, der als Treff geeignet gewesen wäre. Doch als eine kleine Gruppe von ihnen dort ankam, war er trotz des Versprechens, mit dem Verkauf auf sie warten, schon weg.

Mehr Glück hatten sie mit einem gebrauchten Bürocontainer aus Bamberg. Der Gemeinderat erteilte einstimmig die Genehmigung, diesen Container, den sie mit eigenen Mitteln finanzieren, hinter der Mehrzweckhalle aufzustellen. Von dort sollen auch Strom und Wasser kommen.

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