Reichenbach bei Münnerstadt

Reichenbacher Marcel Holzheimer zum Priester geweiht

Ein Festgottesdienst in der Würzburger Augustinerkirche mit Bischof Franz Jung bildete den Rahmen für die Priesterweihe des Reichenbachers. Die Berufung zum Priester sei ein Gnadengeschenk Gottes.
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Würzburgs Bischof Franz Jung (links) weihte den Augustinerbruder Marcel Holzheimer (rechts) zum Priester. Foto: Carsten Meister
Würzburgs Bischof Franz Jung (links) weihte den Augustinerbruder Marcel Holzheimer (rechts) zum Priester. Foto: Carsten Meister

Bei einem feierlichen Gottesdienst in der Würzburger Augustinerkirche hat Bischof Franz Jung am vergangenen Samstag Augustinerbruder Marcel Holzheimer zum Priester geweiht. Holzheimer wurde 1987 in Schweinfurt geboren und stammt aus Reichenbach.

Zur Feier kamen neben Holzheimers Familie, Freunden und Bekannten auch Augustiner aus allen Konventen der Ordensprovinz, teilt der Orden mit. Eingestimmt wurde die Gemeinde vom Chor der Augustinerkirche und einem kleinen Orchester unter der Leitung von Hans-Bernhard Ruß mit einem gefühlvollen Danklied von John Rutter auf Gottes Gnade und Liebe, wie sie in der Schöpfung und in den Menschen wirksam ist.

Nachdem Holzheimer als Weihekandidat aufgerufen worden war und sein "Ich bin bereit!" gesprochen hatte, erinnerte Bischof Jung zu Beginn des Gottesdienstes an den Festtag des Apostels Andreas. Er wünschte dem Weihekandidaten, dass er - wie der Apostel Andreas - nach der Begegnung mit Jesus den Menschen die Erkenntnis, dass Jesus der Messias, der Gesalbte Gottes, sei, weitersagen und sie zur eigenen Begegnung mit Christus führen könne.

In seiner Predigt ging der Bischof auf die von Holzheimer ausgewählten Lesungstexte ein. Wie Maria ganz aus der Gnade Gottes gelebt habe, so sei auch das Leben selbst und die Berufung zum Priester ein Gnadengeschenk Gottes, um mitzuwirken an Gottes Heilshandeln an den Menschen. Gott habe den Menschen, wie Paulus im zweiten Brief an Timotheus schreibt, nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Diese Liebe schließe die Verbundenheit mit den Armen und Leidenden mit ein. Gottes Bund, zu dessen Erinnerung Gott den Regenbogen in die Wolken gesetzt habe, gelte es immer wieder den Menschen in Erinnerung zu rufen. Schließlich ging der Bischof auf den Psalm 22 ein, der als Wallfahrtslied den Frieden Gottes für die heilige Stadt Jerusalem erfleht. In seinem Psalmenkommentar spreche Augustinus von den Heiligen, die bereits in der himmlischen Stadt Jerusalem Wohnung gefunden hätten, und die Menschen auf Erden hinaufziehen wollten zur Vollendung in Gott.

Weiheversprechen

Nach dem Heilig-Geist-Hymnus legte Holzheimer sein Weiheversprechen in die Hände von Bischof Jung ab. Mit der gesungenen Allerheiligen-Litanei wurden all die Heiligen, die eingefügt sind in Gottes Heilsgeschichte vom Ersten Testament bis unsere Zeit, angerufen und um ihren Beistand gebeten. Anschließend wurde Holzheimer unter Handauflegung und Gebet zum Priester geweiht und ihm wurden die priesterlichen Gewänder angezogen. Mit der Salbung seiner Hände mit Chrisam-Öl und der Übergabe von Hostienschale und Kelch wurde er damit beauftragt, in den Sakramenten Gottes heilsame und stärkende Gegenwart den Menschen zu vergegenwärtigen.

Eucharistie und Primiz-Segen

Anschließend feierte Holzheimer an der Seite des Bischofs mit der versammelten Gemeinde die Eucharistie, um am Ende des Gottesdienstes den Primiz-Segen zu spenden.pow

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